Wenn in Kürze auf ProSieben die Musikrateshow „The Masked Singer“ zurückkehrt, ist vieles anders. So wird die 13. Staffel im Gegensatz zu allen vorherigen Staffeln nicht mehr live gesendet. Stattdessen werden die sechs Ausgaben voraufgezeichnet. Außerdem läuft die Show nicht mehr wie in den vergangenen Jahren am Samstagabend, sondern ab dem 16. September mittwochs um 20:15 Uhr. Noch offen war, wer in der kommenden Staffel im Rateteam sitzen wird – und diesbezüglich setzt ProSieben nicht auf Veränderung, sondern belässt es bei der Besetzung des Vorjahres.
Erneut werden Moderatorin Verona Pooth und Comedian Chris Tall als feste Mitglieder fungieren. Beide wurden in der 12. Staffel als neues Rateteam eingeführt. Sie ersetzten Palina Rojinski und Rea Garvey. Wie gehabt erhalten Pooth und Tall auch in der 13. Staffel Unterstützung von einem wöchentlich wechselnden prominenten Rategast.
Moderator Matthias Opdenhövel (l.) mit den Rateteam-Mitgliedern Chris Tall und Verona Pooth Joyn/Willi Weber
Verona Pooth: Ich freue mich riesig auf meine zweite Staffel ‚The Masked Singer‘! Beim ersten Mal habe ich gelernt: Vertraue deinem Bauchgefühl – aber lass dich niemals von einer Maske täuschen. Chris und ich sind ein tolles Rateteam, weil wir völlig unterschiedlich denken und trotzdem gemeinsam auf die richtige Spur kommen. Diesmal bin ich noch ehrgeiziger: Ich will die Masken knacken!
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Chris Tall ergänzt: Bei ‚The Masked Singer‘ liebe ich, dass man sich jedes Mal komplett verrennen kann – und dann plötzlich ein Indiz auftaucht, bei dem alles Sinn ergibt. Mit Verona ist das eine schöne Mischung: Ich versuche, genau hinzuhören und halbwegs logisch zu bleiben, während Verona mit ihren wilden Theorien oft noch mal eine ganz andere Tür aufmacht. Und manchmal ist ausgerechnet ihre verrückteste Idee näher dran als alles, was ich mir vorher so schön zusammengereimt habe.
Das Rateteam hat in der 13. Staffel so viel zu tun wie nie zuvor, denn diesmal treten insgesamt 16 statt zuletzt 9 maskierte Prominente an. Dies hängt mit einem neuen Modus zusammen, der ebenfalls in dieser Staffel erstmals angewendet wird: Nicht alle maskierten Sänger treten in jeder Folge auf. Stattdessen werden in den ersten vier Ausgaben jeweils vier maskierte Sänger im direkten Wettkampf gegeneinander antreten. Pro Folge werden dann sogar zwei Prominente ihre wahre Identität preisgeben müssen, während die zwei verbleibenden Masken ihr Ticket ins Halbfinale erhalten. Darin werden die 8 verbleibenden Teilnehmer dann um den Einzug ins Finale kämpfen. Durch diese Veränderung verspricht sich ProSieben mehr Abwechslung und ein höheres Tempo.
Auf unrühmliche Weise hat sich ProSieben zudem von der Gewandmeisterin Alexandra Brandner getrennt, die bisher für die Anfertigung der fantasievollen Kostüme verantwortlich war (fernsehserien.de berichtete). Der einschneidendste Unterschied dürfte jedoch die Umstellung von Live-Show auf Aufzeichnung sein. Diesen Schritt begründet Hannes Hiller, der Show-Verantwortliche von ProSieben, so: Wir machen hier genau das, was weltweit längst Standard ist – ob USA oder Großbritannien, andere Länder zeichnen die Show schon immer auf. Produktionell birgt das einen enormen Vorteil: Dieser Schritt ermöglicht die Verpflichtung von prominenten Kandidaten, deren Terminkalender eine sechswöchige Live-Präsenz bislang schlichtweg unmöglich gemacht hat. Nicht zuletzt dürften jedoch auch die hohen Produktionskosten mit zu der Entscheidung geführt haben. Dies hat jedoch auch zur Folge, dass fortan nicht mehr die TV-Zuschauer, sondern das Studiopublikum darüber entscheidet, wer eine Runde weiterkommt und wer nicht.
Von diesen Veränderungen erhofft sich ProSieben einen neuen Aufschwung für das Format, das in den vergangenen Jahren einen rasanten Abwärtstrend erlebte – auch weil der Sender lange Zeit zwei Staffeln pro Jahr sendete und dadurch erwartbar schneller Abnutzungserscheinungen auftraten. Als Konstante der deutschen Adaption bleibt immerhin Moderator Matthias Opdenhövel an Bord.