„The Masked Singer“: 13. Staffel startet auf überraschendem Sendeplatz und viel früher als zuletzt

ProSieben-Musikrateshow kehrt mit veränderten Vorzeichen zurück

Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier – 06.08.2026, 13:46 Uhr

„The Masked Singer“: Moderator Matthias Opdenhövel (r.) mit einer der neuen Masken der 13. Staffel – Bild: Joyn/Marc Rehbeck
„The Masked Singer“: Moderator Matthias Opdenhövel (r.) mit einer der neuen Masken der 13. Staffel

Auch in diesem Herbst wird ProSieben auf die Musikrateshow „The Masked Singer“ setzen – jedoch in mehrfacher Hinsicht mit veränderten Vorzeichen: Bereits bekannt war, dass die neue 13. Staffel im Gegensatz zu allen vorherigen Staffeln nicht mehr live gesendet wird. Stattdessen werden die sechs Ausgaben schon ab Ende August in den MMC Studios in Köln-Ossendorf voraufgezeichnet. Jetzt steht eine weitere Veränderung fest: Die neue Staffel läuft nicht wie in den vergangenen Jahren am Samstagabend sondern ab dem 16. September mittwochs um 20:15 Uhr. Einen entsprechenden Bericht von Quotenmeter bestätigte ein ProSieben-Sendersprecher auf Anfrage von fernsehserien.de offiziell. Zudem handelt es sich um einen deutlich früheren Ausstrahlungstermin als in den vergangenen drei Jahren, als „The Masked Singer“ jeweils erst im November zu sehen war.

Neu ist zudem der Show-Modus, denn diesmal treten insgesamt 16 statt zuletzt 9 maskierte Prominente an. Diese sind jedoch nicht alle in jeder Folge der Staffel zu sehen. Stattdessen werden in den ersten vier Ausgaben der neuen Staffel jeweils vier maskierte Sänger im direkten Wettkampf gegeneinander antreten. Pro Folge werden dann sogar zwei Prominente ihre wahre Identität preisgeben müssen, während die zwei verbleibenden Masken ihr Ticket ins Halbfinale erhalten. Darin werden die 8 verbleibenden Teilnehmer dann um den Einzug ins Finale kämpfen. Unsere Zuschauer lieben die Spannung, die Überraschungen, die Rätsel. Mit dieser neuen Dramaturgie wird ‚The Masked Singer‘ noch überraschender und intensiver, erläutert EVP Show, Own IP & ProSieben Hannes Hiller diese Veränderung, durch die man sich auch ein allgemein höheres Tempo verspricht.

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Die wohl noch einschneidendere Umstellung von Live-Show auf Aufzeichnung begründet Hannes Hiller so: Wir machen hier genau das, was weltweit längst Standard ist – ob USA oder Großbritannien, andere Länder zeichnen die Show schon immer auf. Produktionell birgt das einen enormen Vorteil: Dieser Schritt ermöglicht die Verpflichtung von prominenten Kandidaten, deren Terminkalender eine sechswöchige Live-Präsenz bislang schlichtweg unmöglich gemacht hat. Nicht zuletzt dürften jedoch auch die hohen Produktionskosten mit zu der Entscheidung geführt haben. Dies hat jedoch auch zur Folge, dass fortan nicht mehr die TV-Zuschauer, sondern das Studiopublikum darüber entscheidet, wer eine Runde weiterkommt und wer nicht.

Nicht zuletzt trennte sich ProSieben auf unrühmliche Weise von der langjährigen Gewandmeisterin Alexandra Brandner, die seit Staffel 1 für die Anfertigung der aufwendigen und liebevoll gestalteten Kostüme verantwortlich war. Brandner trat daraufhin an die Öffentlichkeit und kritisierte die mangelnde Wertschätzung und fehlenden Respekt seitens Sender und Produktionsfirma (fernsehserien.de berichtete). Als Konstante der deutschen Adaption bleibt immerhin Moderator Matthias Opdenhövel an Bord.

Von diesen Veränderungen erhofft sich ProSieben einen neuen Aufschwung für das Format, das in den vergangenen Jahren einen rasanten Abwärtstrend erlebte – auch weil der Sender lange Zeit zwei Staffeln pro Jahr sendete und dadurch erwartbar schneller Abnutzungserscheinungen auftraten.

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