‚Teen Choice Awards‘: Fans konnten nur bedingt über Gewinner entscheiden

    Produzenten hatten letztes Wort über Preisvergaben

    Marcus Kirzynowski – 11.08.2014, 15:44 Uhr

    „Pretty Little Liars“ mit ‚TCA‘-Gewinnerin Lucy Hale (r.)

    Skandale bei Sendungen mit Zuschauer-Votings scheinen wohl nicht aufs deutsche Fernsehen beschränkt zu sein. Auch bei den US-amerikanischen ‚Teen Choice Awards‘ (TCA) geht anscheinend nicht alles mit rechten Dingen zu. So ist es den Produzenten vorbehalten, sich über die Ergebnisse des Fanvotums hinwegzusetzen, wie Digital Spy berichtet.

    Während der TV-Übertragung der Preisverleihung am gestrigen Sonntagabend (10. August) auf dem Network FOX verliehen zahlreiche Fans via Twitter ihrem Unmut über einige Sätze in den Abstimmungsregeln Ausdruck. Diese waren während der Sendung eingeblendet worden und sind teilweise auch auf der offiziellen Webseite des Veranstalters teenchoiceawards.com nachzulesen. Dort heißt es: „Die Stimmen werden elektronisch berechnet und die Gewinner auf der Basis der Nominierten mit der höchsten Stimmzahl bestimmt. [Die Produktionsfirma] Teenasaurus Rox behält sich das Recht vor, den Gewinner aus den vier Nominierten mit den meisten Stimmen auszuwählen.“ In den Einblendungen während der Live-Übertragung hieß es dann noch, dass die endgültige Auswahl von den Produzenten bestimmt worden sei und die Ergebnisse von einem „Komitee von FOX-Vertretern“ bestätigt wurden.

    Inwieweit die Verantwortlichen auf Sender- oder Produzentenseite nun tatsächlich Ergebnisse der Zuschauerabstimmung im Nachhinein veränderten, ist zwar nicht bekannt. Allein die Offenbarung dieser Möglichkeit erzürnte aber den ein oder anderen Fan, der sich bei der Online-Abstimmung die Finger wund gevotet hatte.

    Internet-Kurzvideostar Cameron Dallas, der selbst mit einem Preis in einer der Webkategorien ausgezeichnet wurde, schrieb auf Twitter, er habe seinen Sieg bereits sechs Tage vor dem offiziellen Ende der Abstimmung mitgeteilt bekommen.

    Bei den ‚Teen Choice Awards‘ wählen traditionell US-Jugendliche ihre Favoriten aus dem Film-, TV-, Musik- und Internetbusiness. Dabei unterscheiden sich die Gewinner meist fundamental von denen seriöser Kritikerpreise. In den Fernsehkategorien haben hier oftmals Genreserien die Nase vorn, die Kritiker gerne links liegen lassen. In diesem Jahr gehörten das ABC Family-Drama „Pretty Little Liars“ und The CWs „Vampire Diaries“ mit sechs respektive vier Preisen zu den großen Gewinnern. Ersteres wurde unter anderem als beste Dramaserie und für die weibliche (Lucy Hale) und männliche Hauptrolle (Ian Harding) ausgezeichnet.

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