„Starmania“: ORF bringt Castingshow zurück

    Karrieresprungbrett für Christina Stürmer und Conchita Wurst

    Glenn Riedmeier – 13.10.2020, 14:38 Uhr

    Nicht nur in Deutschland, auch in Österreich gab es nach der Jahrtausendwende einen regelrechten Castingshow-Hype. „Starmania“ holte bis zu 40 Prozent Marktanteil und diente als Sprungbrett für die heute länderübergreifend bekannten Künstlerinnen Christina Stürmer und Conchita Wurst. Während aber etwa RTL konstant an „Deutschland sucht den Superstar“ festhielt, verabschiedete sich der ORF 2009 von „Starmania“, als die Castingshow-Welle allmählich abebbte. Zwölf Jahre später wird die Show neu aufgelegt: Der ORF hat für 2021 „Starmania 21“ angekündigt.

    Die Ausstrahlungstermine stehen bereits fest: Am 26. Februar 2021 kehrt die Show zurück auf die östereichischen Fernsehbildschirme. In insgesamt zehn Ausgaben, die jeweils freitags live um 20:15 Uhr in ORF 1 zu sehen sein werden, soll „Österreichs Popstar des Jahres“ gefunden werden. Bei den bisherigen vier Staffeln, die zwischen 2002 und 2009 ausgestrahlt wurden, übernahm die auch in Deutschland bekannte Arabella Kiesbauer die Moderation. Wer das „Starmania“-Comeback 2021 präsentieren wird, ist noch nicht bekannt.

    Interessenten können sich ab sofort unter tv.ORF.at/starmania21 für die Castingshow bewerben. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob man bereits ein professioneller Musiker oder noch ein ungeschliffener Rohdiamant ist. Es werden Personen gesucht, die „mit ihren unglaublichen Stimmen das ganze Land berühren möchten“. Das Mindestalter beträgt 15 Jahre, nach oben ist kein Alterslimit gesetzt, wie der ORF betont. Nach einer ersten individuellen Vorselektion werden die vielversprechendsten Bewerber zum persönlichen Casting eingeladen, bei dem sie unter Einhaltung der Corona-bedingten Sicherheitsmaßnahmen ihre Gesangskünste vor einer Jury unter Beweis stellen können.

    ‚Starmania‘ war ein programmlicher Meilenstein in der österreichischen Fernsehgeschichte: Der ORF hatte damit nicht nur großen Erfolg beim Publikum, sondern auch einen nachhaltigen Impact auf die heimische Musikszene, so ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz. Zahlreiche etablierte Stars aus den unterschiedlichsten Genres sind daraus hervorgegangen. Die vielen positiven Rückmeldungen auf die nun geplante Neuauflage des Formats zeigen, dass es höchst an der Zeit ist, wieder ein großes österreichisches Musik-Event für junge Gesangstalente zu veranstalten. Daher habe ich den Startschuss gegeben, das Erfolgsformat ‚Starmania‘ nach zwölf Jahren Pause für eine neue Generation erlebbar zu machen.

    Die erste Staffel von „Starmania“ gewann Anfang 2003 Michael Tschuggnall. Als deutlich nachhaltiger erwies sich allerdings die Karriere der Zweitplatzierten Christina Stürmer. Bei der dritten Staffel ging Anfang 2007 Nadine Beiler als Siegerin hervor, die vier Jahre später als österreichische Vertreterin beim „Eurovision Song Contest“ antrat. Auch hier erwies sich der zweite Platz als langfristigerer Erfolg: Tom Neuwirth holte die Silbermedaille, bevor er einige Jahre später als Kunstfigur Conchita Wurst den „ESC“ gewann und Musikgeschichte schrieb.

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