„Star Wars“: James Earl Jones hat Rechte an Darth-Vader-Stimme abgetreten

    Schon in „Obi-Wan Kenobi“ war die Stimme am Rechner entstanden

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 24.09.2022, 19:36 Uhr

    James Earl Jones leiht Darth Vader seine Stimme – Bild: Lucasfilm/Disney+
    James Earl Jones leiht Darth Vader seine Stimme

    Wenige Stimmen sind so markant wie die von Darth Vader. Bereits seit dem Film „Krieg der Sterne“ (mittlerweile im Franchise als „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ bekannt) wird dem Mann in der schwarzen Kampfrüstung die Stimme vom Darsteller James Earl Jones geliehen – der nun die Rechte an der Stimme von Darth Vader abgegeben hat. Lucasfilm darf sie nun auf Basis von früheren Aufnahmen von Jones per Spezialeffekt nachahmen.

    Wie durch einen Bericht von Vanity Fair bekannt wurde, geschah dies bereits für „Obi-Wan Kenobi“. Demnach hatte der damals 89-jährige Jones während kurzer Sprachaufnahmen für den Film „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ (2019) gegenüber den Verantwortlichen bei der Firma Skywalker Sounds geäußert, dass er überlege, sich aus der Rolle zurückzuziehen.

    James Earl Jones (r.) mit Jim Parsons in „The Big Bang Theory“ Warner Bros. TV

    Dort fand man schließlich die ukrainische Firma Respeecher, die nach Angaben des Skywalker-Sound-Verantwortlichen Matthew Wood mit ihrer Software einen Entwicklungsvorsprung habe und in der Lage sei, ihren aus alten Sprachproben und künstlicher Intelligenz generierten neuen Dialogen den schwer zu fassenden menschlichen Touch zu geben. Um die Figur des Darth Vader auch in Zukunft einsetzen zu können, traten die Filmemacher mit ihrer Lösung an Jones heran und präsentierten ihm Arbeitsproben von Respeecher – Jones gab sein OK, dass seine alten Sprachaufnahmen derart verwendet würden. Details zu der Übereinkunft wurden nicht publik.

    Für die Arbeit zu „Obi-Wan Kenobi“ hatte man Jones zudem noch in beratender Funktion an Bord, um das neue Projekt auf den rechten Weg zu bringen. Dmitrious Bistrevsky von Respeecher ist für die Rolle des Darth Vader als Performance Artist geführt.

    In der jetzigen Situation ist es zudem möglich, Vader näher an seine ursprüngliche Stimme zu bringen, nachdem sich die Stimme und Performance von Jones zwischen 1977 und den letzten Aufnahmen 2019 durch dessen Alterungsprozess und körperliche Veränderungen natürlich verändert hatte.

    Die erstellten Soundfiles für vier Folgen von „Obi-Wan Kenobi“ entstanden schließlich bis Anfang des Jahres und während des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Lucasfilm hatte signalisiert, dass man Respeecher auch bereitwillig aus der Verantwortung entlassen würde, sollte durch die auf ein gut ausgerüstetes Studio angewiesene Arbeit die Sicherheit der Beteiligten in Gefahr sein, doch letztendlich konnte das Hin- und Hersenden von knapp 10.000 Zwischenergebnissen für die etwa 50 Zeilen Text erfolgreich abgeschlossen werden.

    Jones hatte Vader neben den Filmen der ursprünglichen „Star Wars“-Trilogie auch etwa im berühmt-berüchtigten Holiday Special, in einer Schlusszene von „Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“, „Star Wars Rebels“ und „Rogue One: A Star Wars Story“ die Stimme geliehen. Laut Skywalker Sound hat man vom Darsteller rund ein Dutzend Recording-Sessions im Archiv.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1976) am

      Coole Sache.
      • (geb. 1979) am

        Jones wird für mich immer Vader bleiben auch wenns "nur" die Stimme war

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