„Star Trek“-Produzent Harve Bennett gestorben

    Vom „6 Millionen-Dollar-Mann“ zum „Zorn des Khan“

    Ralf Döbele – 06.03.2015, 14:38 Uhr

    Harve Bennett bei seinem Gastauftritt in „Star Trek V“

    Nach dem Tod von Leonard Nimoy in der vergangenen Woche hat das „Star Trek“-Universum einen weiteren Verlust zu beklagen. Harve Bennett, der als Produzent die Ära der „Star Trek“-Filme von Kirk, Spock und McCoy maßgeblich geprägt hat, ist am Mittwoch im Alter von 84 im US-Bundesstaat Oregon verstorben.

    In den 70er Jahren produzierte Harve Bennett mit dem „Der 6-Millionen-Dollar-Mann“ eine der größten Kultserien des Jahrzehnts. Auch für das Spin-off „Die 7-Millionen-Dollar-Frau“ zeichnete er verantwortlich, genau wie für den kurzlebigen Klassiker „Der Unsichtbare“. Die Miniserie „Reich und arm“ und das Science Fiction-Format „Salvage 1“ folgten.

    1981 wurde Harve Bennett schließlich von Paramount Pictures damit beauftragt den zweiten „Star Trek“-Film auf den Weg zu bringen. Sein Ruf als effizienter und kostensparender Produzent trug zu dieser Wahl bei, schließlich sollte eine Kostenexplosion wie bei „Star Trek – Der Film“ (1979) vermieden werden. Wie Bennett William Shatner später in einem Interview verriet, sah er sich daraufhin alle Episoden der Originalserie an und fand in „Der schlafende Tiger“ schließlich den seiner Meinung nach besten Widersacher, mit dem es die Enterprise-Crew jemals zu tun hatte: Ricardo Montalbán als Khan.

    „Star Trek II – Der Zorn des Khan“ brach 1982 bereits am Eröffnungswochenende in den USA alle Kassenrekorde und so entwickelte Bennett in den nächsten Jahren auch „Star Trek III“ und „Star Trek IV“, dieses Mal gemeinsam mit Leonard Nimoy, der Regie führte. In „Star Trek V“, seinem letzten Enterprise-Abenteuer, leistete sich Bennett auch einen kleinen Gastauftritt als Sternenflotten-Admiral, der Captain Kirk seine aktuelle Mission übertrug.

    In den 90er Jahren blieb Harve Bennett dem Science-Fiction-Genre weiter treu und produzierte die beiden Serien „Time Trax – Zurück in die Zukunft“, die in Deutschland auf Sat.1 zu sehen war, und „Invasion America“.

    „Er war ein bemerkenswerter Mann, bescheiden und selbstironisch. Ich glaube nicht, dass es ohne ihn ein ‚Star Trek‘-Franchise geben würde, er hat es gerettet“, so „Star Trek II“-Regisseur Nicholas Meyer gegenüber Deadline Hollywood. „Er droht manchmal in Vergessenheit zu geraten, aber er war es, der den richtigen Weg gefunden hat“.

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