Prosit, Maus!

    von Boris Klemkow

    Boris Klemkow – 11.03.2011

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    Die Sendung mit der Maus wird 40Bild: WDR

    Nach 40 Dienstjahren ist es durchaus legitim über Ruhestand nachzudenken. Da sich „Die Sendung mit der Maus“ aber nach wie vor größter Beliebtheit erfreut und mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen dekoriert wurde, ist die eigentlich wohlverdiente Rente sicherlich fürs Erste vom Tisch.

    Die Maus-Moderatoren 2011 Bild: WDR/Herby Sachs

    Als am 7. März 1971 die erste Sendung, noch unter dem Titel „Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger“, ausgestrahlt wurde, konnten Dieter Saldecki, Gert Kaspar Müntefering und Armin Maiwald noch nicht ahnen, dass das von Ihnen aus der Taufe gehobene Kinderprogramm derart erfolgreich sein würde. Auch Jahrzehnte später ist „Die Sendung mit der Maus“ die erste Wahl verantwortungsvoller Eltern, wenn es darum geht, ihre Kinder an das Medium heranzuführen. Anders als „Das Sandmännchen“ oder „Die Sesamstraße“, die sich ebenfalls dieser ehrenvollen Aufgabe angenommen haben und sie ähnlich erfolgreich bewältigen, halten die Fans der Maus auch nach Erreichen ihres Schulpflichtalters die Treue. Laut Angaben der ARD beträgt das statistisch ermittelte Durchschnittsalter der Zuschauer, die regelmäßig sonntags um 11.30 Uhr den Fernseher einschalten, um die Themen der Sendung einmal auf Deutsch und einmal in einer Fremdsprache präsentiert zu bekommen, 40 Jahre.

    Die Maus ist die Schöpfung der Illustratorin Isolde Schmitt-Menzel und des Animationsfilmers Friedrich Streich und hinterließ bereits bei ihrem ersten Auftritt in der Lachgeschichte „Eine Maus im Laden“ einen derart starken Eindruck, dass die Serienerfinder auf unzählige Zuschauerzuschriften reagierten, indem sie den orangefarbenen Nager mit dem abnehmbaren Schwanz zum festen Bestandteil der Sendung machten und den Titel der Sendung dahingehend änderten. Mit mehrjährigem Abstand erhielt die Maus Verstärkung durch den kleinen blauen Elefanten und die gelbe Ente, die in den kurzen Einspielfilmen zwischen den einzelnen Filmbeiträgen ein sich stellendes Problem auf kreative Weise lösen oder eine ungewöhnliche Beobachtung machen.

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