Netflix: Hilfsfonds von 100 Millionen US-Dollar für Crew-Mitglieder

    Streaming-Anbieter möchte arbeitslose Mitarbeiter unterstützen

    Ralf Döbele – 22.03.2020, 11:30 Uhr

    Die Corona-Krise trifft auch die Entertainment-Industrie ins Mark. Laut dem Branchenblatt Variety haben alleine in den USA inzwischen rund 130.000 Crew-Mitglieder ihre Jobs verloren. Netflix möchte diesen Arbeitslosen nun unter die Arme greifen und hat einen Unterstützungs-Fonds in der Höhe von 100 Millionen US-Dollar geschnürt.

    „Fast die gesamte Fernseh- und Filmproduktion steht auf der ganzen Welt still, was dazu führt, dass Hunderttausende von Cast und Crew ohne Jobs dastehen“, so Ted Sarandos, Chief Content Officer von Netflix in einem Statement. „Dazu gehören Elektriker, Zimmermänner und Fahrer, viele die auf Basis von Stundenlöhnen und von Projekt zu Projekt bezahlt werden. Diese Gemeinde hat Netflix in guten Zeiten unterstützt und wir möchten ihnen in diesen schweren Zeiten helfen, zumal Regierungen noch immer dabei sind zu klären, welche wirtschaftliche Unterstützung sie bereitstellen werden. Das, was gerade geschieht, ist beispiellos. Wir sind nur so stark wie die Menschen, mit denen wir arbeiten, und Netflix ist in der glücklichen Lage denen zu helfen, die in unserer Industrie am stärksten von diesen schweren Zeiten betroffen sind.“

    Demnach möchte Netflix vor allem den Angestellten und Freelancern helfen, die zuletzt noch an einem seiner Projekte gearbeitet hatten und nun auf Unterstützung angewiesen sind. Daneben sollen rund 15 Millionen Dollar der bereitgestellten Gelder an karitative Einrichtungen gehen, die arbeitslose Cast- und Crew-Mitglieder in jenen Ländern unterstützen, in denen Netflix größere Produktionszentren besitzt.

    Auch die amerikanische Schauspieler-Gewerkschaft SAG-AFTRA erhält von dem Streaming-Anbieter einer Spände von einer Million Dollar für ihren COVID-19-Katastrophen-Fonds, genau wie der Motion Picture & Television Fund und der Actors Fund Emergency Assistance. Daneben sei man mit weiteren Organisationen im Gespräch, um entsprechende Hilfsorganisationen in Europa, Latein-Amerika und Asien zu unterstützen, wo schließlich zahlreiche Netflix-Serien gedreht werden.

    Zuletzt hatte sich Netflix auch bereits dazu entschlossen, freiwillig die Datenmenge seiner Streams zu verringern, um eine fortlaufende Versorgung der User zu gewährleisten (fernsehserien.de berichtete).

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