„Navy CIS“-Coup: Michael Weatherly kehrt in Staffel 24 zurück

Langer Handlungsbogen um Tony DiNozzo angekündigt

Bernd Krannich
Bernd Krannich – 02.07.2026, 11:38 Uhr

Michael Weatherly in jüngeren Jahren in „Navy CIS“ – Bild: CBS
Michael Weatherly in jüngeren Jahren in „Navy CIS“

Bei CBS setzt man anscheinend auf Star-Power, um die Anziehungskraft (und damit die Quoten) im „Navy CIS“-Franchise zu erhöhen: Nachdem gerade die Rückkehr von Mark Harmon vor die Kamera in „Navy CIS: Origins“ (fernsehserien.de berichtete) bestätigt wurde, gibt es nun den nächsten Casting-Coup mit einem Altstar: Michael Weatherly kehrt als Tony DiNozzo zu „Navy CIS“ zurück. Er soll dabei in einer „staffellangen Handlung“ in der im Herbst beginnenden 24. Staffel auftreten.

Weitere Details sind noch nicht bestätigt. Das gilt insbesondere in Bezug auf die Paramount+-Serie „Navy CIS: Tony & Ziva“, in der Weatherly an der Seite von Coté de Pablo als Ziva David aufgetreten war und die Anfang des Jahres eingestellt wurde (fernsehserien.de berichtete). Darin waren die beiden auf der Flucht durch Europa zu sehen, während sie an ihrer zerrütteten Ehe arbeiteten und sich um die Sicherheit ihrer gemeinsamen Tochter kümmern mussten. Bislang ist nämlich nur die Rückkehr von Weatherly bestätigt: Wird auch de Pablo wieder in „Navy CIS“ zu sehen sein? Wird Tonys Tochter Tali (in „Tony & Ziva“ von Isla Gie gespielt) auftauchen? Wie geht der lineare Sender CBS mit den Inhalten von „Tony & Ziva“ um, die nur zahlende Kunden sehen konnten? Werden diese nur grob in Dialogen angerissen, werden sie weitgehend ignoriert oder vielleicht gar „umgeschrieben“ (sogenanntes „retcon“)? Auch möglich wäre, dass „Navy CIS“ etabliert, dass in den Monaten nach der Handlung dieser Serie größere Veränderungen geschehen sind, gerade in Sachen Familienverhältnissen.

Von Anfang von „Navy CIS“ bis zum Ende der 13. Staffel gehörte Weatherly zum festen Cast der Serie. Dann stieg er aus und erhielt von CBS seine eigene Serie, „Bull“ (2016 bis 2022). Von dort hängt noch ein Schatten über dem Darsteller: Schauspielerin Eliza Dushku sollte als Kostar zur Serie kommen, ihr Vorvertrag wurde aber nach einem kurzen Testlauf gecancelt. Sie schlug den einzigen ihr vertraglich zur Verfügung stehenden Weg von „Rechtsmitteln“ ein, ein Schlichtungsverfahren. Dort wurde durch Videomaterial von den Dreharbeiten offenbar, dass sie bei den Dreharbeiten verbaler sexueller Belästigungen durch Weatherly ausgesetzt war, was ihr Arbeiten so erschwerte, dass CBS ihren Vertrag eben mit der Begründung gekündigt hatte, sie hätte ihre Leistungen nicht erbracht. Der Schlichter sprach ihr die Ausbezahlung der vollen Vertragssumme – den Gegenwert einer mehrjährigen Serienhauptrolle – zu. Da es sich um eine zivilrechtliche Schlichtung handelte, hatten die Erkenntnisse im Fall für Weatherly keine strafrechtlichen Konsequenzen, sondern wurden zunächst unter den Teppich gekehrt. Erst später kam CBS in die Not, die Auszahlung an Dushku zu erklären und die Schlichtung zu bestätigen.

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