„MTV + YOU“: MTV startet erste eigene Facebook-Show

    YouTuber Maren Merkel und Tobias Wolf moderieren

    Glenn Riedmeier – 17.02.2016, 16:58 Uhr

    „MTV + YOU“ mit Tobias Wolf und Maren Merkel

    Zuschauer, die mit VIVA und MTV aufgewachsen sind, erinnern sich bestimmt noch an die täglichen Live-Sendungen „Interaktiv“ oder „MTV Select“, die als Aushängeschilder der Musiksender fungierten. Fans konnten per Telefon oder Fax in Kontakt mit ihren Lieblingspopstars treten, die sich dort die Klinke in die Hand gaben. Diese Zeiten sind längst vorbei, doch nun wagt MTV, der in Deutschland inzwischen nur noch als Pay-TV-Kanal existiert, einen Schritt, der sich im Ansatz nach einer zeitgemäßen Neuauflage anhört.

    Der Sender startet nämlich auf seiner Facebook-Seite die nach eigenen Angaben „weltweit erste Facebook Show“. Schon ab kommender Woche (23.02.) wird künftig jeden Dienstag um 20:00 Uhr eine Stunde live aus dem MTV-Studio in Berlin die Sendung „MTV + YOU“ via Facebook Mentions auf der deutschen MTV-Seite gestreamt. Vorerst 16 Ausgaben sind geplant.

    Als Moderatoren für die ersten vier Folgen wurden die beiden YouTube-Stars Maren Merkel („Mary M.“) und Tobias Wolf („Tobi Tobstaar“) verpflichtet, die privat ein Paar sind. Sie präsentieren aktuelle News, Gossip, Ereignisse und Trends aus der Musik- und Entertainmentwelt. Mit den Zuschauern wollen sie per Video-Streaming sprechen, chatten und auf deren Meinungen eingehen. Darüber hinaus soll es auch Interviews mit prominenten Gästen im Studio oder via Skype geben. Im Mittelpunkt sollen allerdings immer die Zuschauer stehen. Wer die weiteren Ausgaben moderieren wird, ist nicht bekannt.

    Das Konzept der neuen Eigenproduktion erinnert tatsächlich an vergleichbare Formate aus den goldenen Musiksender-Zeiten – mit dem Unterschied, dass die Inhalte nun eben online verbreitet werden. „Mit der einstündigen Social-Media-Live-Show ist MTV dort präsent, wo die MTV Fans aktiv sind“, wirbt der Sender. Mit mehr als 629.000 Likes werden auf diese Weise vermutlich auch mehr Zuschauer erreicht, als mit dem verbliebenen, linearen Pay-TV-Kanal.

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