„Köln 50667“-Hauptdarsteller Ingo Kantorek stirbt bei Autounfall

    Schauspieler wurde nur 44 Jahre alt

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 16.08.2019, 17:33 Uhr

    Ingo Kantorek – Bild: RTL II/Per Florian Appelgren
    Ingo Kantorek

    Tragödie in Baden-Württemberg: Ingo Kantorek, einer der Hauptdarsteller von „Köln 50667“, ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Der 44-Jährige befand sich gerade mit seiner Frau auf dem Rückweg aus dem Urlaub in Italien. Dann ereignete sich auf der Autobahn A8 bei Sindelfingen ein schwerer Verkehrsunfall, den Kantorek und seine Frau nicht überlebten. Entsprechende Medienberichte hat die Polizei bestätigt.

    Der Unfall ereignete sich in der Nacht auf Freitag (16. August) gegen 1.45 Uhr auf dem Rastplatz Sommerhofen. Kantorek selbst war Beifahrer, am Steuer des Mercedes saß seine Frau Suzana. Laut Polizeiangaben ist das Auto auf den Verzögerungsstreifen gefahren, dabei hat Suzana aus bisher unbekannten Gründen die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und geriet ins Schleudern. Der Mercedes prallte ungebremst gegen den Auflieger einer Sattelzugmaschine. Der Mercedes wurde völlig zerstört. Ingo Kantorek starb noch an der Unfallstelle, seine Frau Suzana verstarb am Freitagmorgen im Krankenhaus. Der 60-jährige Fahrer des Sattelzuges, der bei dem Aufprall in seiner Kabine geschlafen hatte, erlitt leichte Verletzungen. Wenige Stunden vor dem Unfall hatte sich Ingo Kantorek noch in Instagram-Stories direkt aus dem Auto gemeldet.

    Der am 15. September 1974 geborene Ingo Kantorek war eines der Urgesteine der RTL-II-Soap „Köln 50667“ und spielte ab 2013 seit Folge 1 in der Serie mit. Er verkörperte den Clubbesitzer Alex und war ein Publikumsliebling. 2018 spielte er außerdem in der RTL-II-Serie „Team 13 – Freundschaft zählt“ mit und noch im Juni 2019 war die Pilotfolge des Formats „Tattoo Stories – Das geht unter die Haut“ zu sehen, das Kantorek zusammen mit der Burlesque-Tänzerin Zoe Scarlett präsentierte. Abseits des Fernsehens unterstützte Kantorek eine Anti-Pelz-Kampagne von Animals United und rief das Musikprojekt „Freedom“ ins Leben, mit dessen Einnahmen er gemeinsam mit anderen Prominenten er die Gruppe Menschen in Not unterstützte.

    Ingo und Suzana Kantorek waren 18 Jahre verheiratet und seit 20 Jahren ein Paar. Suzana brachte einen Sohn namens Denis mit in die Ehe, den Ingo aufzog wie seinen eigenen.

    Felix Wesseler, Sprecher der „Köln 50667“-Produktionsfirma filmpool, gegenüber BILD: „Wir sind geschockt und voller Anteilnahme für die Angehörigen. Wir können es selbst noch gar nicht fassen.“

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.demelden

      Krass wie schnell immer alles vorbei sein kann.

      Vergisst man ja doch immer wieder viel zu schnell.

      Bin gespannt, wie man den Tod der Rolle in die Serie einbaut.

      Und ob es überhaupt mit Köln 50667 weitergeht.

      Wäre schade, wenn man dadurch gleich die ganze Serie einstellen würde.

      Das wäre bestimmt auch nicht im Sinne von Ingo gewesen.

      R.I.P. Ingo
      • (geb. 1983) am melden

        Jede/r, der schon mal nachts auf der Autobahn unterwegs gewesen ist, wird es mindestens einmal erlebt haben: Fahrzeuge, die einen Rastplatz anvisieren und den VERZÖGERUNGSstreifen für alles mögliche mißbrauchen, nur eben nicht für's VERZÖGERN.

        Als ich heute Morgen von dem tödlichen Unfall hörte, war mir schon da klar: überhöhte Geschwindigkeit, Überschätzung eines vermutlich übermotorisierten Fahrzeugs und (wie ich anfangs vermutete) einem Lkw, der illegalerweise noch in der Einfahrt des Rastplatzes parkte.

        Erste Bilder der stark beschädigten Mercedes-Benz X-Klasse (Pickup) sprachen den Lkw-Fahrer jedoch von jeder Schuld frei; blieben die überhöhte Geschwindigkeit und der Mangel an Sicherheitsvorkehrungen beim Führen eines 2-t-Fahrzeugs - zumal bei Nacht.

        Auch, wenn ich nie das entsprechende TV-"Format" aus dem Hr. Kantorek anderen Leuten bekannt war, hätte ein solcher Unfall mit Sicherheit vermeidbar sein können.

        Wie dem auch sei: für die Familien der Getöteten tut es mir sehr Leid.
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