Kein „Lindenstraße“-Nachfolger geplant

    ARD verzichtet auf neue Serie am Sonntag

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 12.08.2019, 16:44 Uhr

    Kein "Lindenstraße"-Nachfolger geplant – ARD verzichtet auf neue Serie am Sonntag – Bild: GFF/WDR

    Die Tage der „Lindenstraße“ sind gezählt. Im November 2018 kündigte die ARD das Aus für die Traditionsserie nach fast 35 Jahren an. Nur noch bis Ende des Jahres wird gedreht, die letzte Folge der langjährigen Serie wird voraussichtlich im März 2020 ausgestrahlt. Offen war bislang, wie das Erste künftig den Sendeplatz am Sonntagvorabend bestücken wird. Eventuell mit einer neuen, moderneren Serie? Falsch gedacht. ARD-Programmdirektor Volker Herres stellte jetzt gegenüber DWDL klar, dass kein neues fiktionales Nachfolgeprojekt geplant sei.

    „Das hat auch finanzielle Gründe, denn die freiwerdenden Mittel sind bereits für andere notleidende Projekte vorgesehen“, so Herres. Das Programmschema am Sonntag soll stattdessen umgebaut und mit „vertrauten Formaten“ bestückt werden. Wie genau dieses aussehen wird, ist noch nicht bekannt. Denkbar wäre aber zum Beispiel eine Verlängerung der „Sportschau“ am Sonntag.

    Egal, wie das Programm künftig aussehen wird – „Lindenstraße“-Fans dürften sich in jedem Fall vor den Kopf gestoßen fühlen. Dies sei Herres auch bewusst: „Die Entscheidung, eine Sendung wie die ‚Lindenstraße‘ zu beenden, trifft man nicht leichtfertig, denn man verärgert eine treue Fangemeinde – was ich auf vielen Wegen sehr stark zu spüren bekomme“, so der Programmdirektor gegenüber DWDL. Anfang des Jahres mobilisierten sich die Fans gar und veranstalteten Demonstrationen gegen die Absetzung ihrer Lieblingsserie in mehreren deutschen Städten (fernsehserien.de berichtete).

    Doch letztendlich half das alles nichts. Das Ende der „Lindenstraße“ ist beschlossene Sache. Als Grund für die Entscheidung wurden das gesunkene Zuschauerinteresse und Sparzwänge genannt, die nicht länger mit den Produktionskosten der Serie vereinbar seien (fernsehserien.de berichtete).

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • LuckyVelden2000 (geb. 1963) am 13.08.2019 11:15melden

      Nehme mal an daß Lindenstrasse eingestampft wird und die Bänder vernichtet werden und so wird nie wieder jemand was von der Lindenstrasse hören.
      Fürchte daß es genauso kommen wird.
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      • LuckyVelden2000 (geb. 1963) am 13.08.2019 10:58melden

        Schaue sowieso keine doofe ARD Sendungen mehr.
        Außer Dr. Kleist und Dienstagsendungen oder Hubert und Staller. Obwohl frage mich auch wie lange die noch laufen :-(
        Aber sonst nö Danke. Nur noch Käse in der ARD / ZDF
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        • Joachim_Niestroj (geb. 1952) am 12.08.2019 19:03melden

          toll Andreas
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          • Andreas am 12.08.2019 18:04melden

            So schwer kann es Herrn Herres nicht gefallen sein, diese Entscheidung zu treffen, schließlich wurde schon über mehrere Jahre durch Ausfälle, Sender-Verlegungen oder Sendezeitverschiebungen aktiv daran gearbeitet, die Lindenstraße klein zu machen.

            Jetzt, wo sich viele nach dieser Handhabung eher aufs Internet verlegt haben, bezieht er sich auf die Quoten im linearen Fernsehen. Man erlebt es selten, dass ein Format, welches durch seine Vorgänger immer gefördert worden ist, durch eine derart unflexible Programmplanung runtergemacht wird.

            Richtig wäre es gewesen, einmal zu hinterfragen, warum die Menschen tausendfach Petitionen gegen die Absetzung unterzeichnet haben oder für den Erhalt auf die Straße gegangen sind. Als Chef des Öffentlich-Rechtlichen Senders wäre eine Einbeziehung der Meinung der Bürger - die ja für diesen Sender auch noch zahlen - besser gewesen, als eine der Institutionen des Senders abzuschaffen.

            Hauptsache noch Geld sparen. Da hätten sie auch gleich den Presseclub mit Herrn Herres als Moderator einstampfen können, der ist seit Jahren auch im linearen Fernsehen nicht mehr gefragt. Aber das würde einen dann ja selber betreffen, also lieber ein fast 35jähriges Format mit treuen Fans abschaffen. Da fehlen einen fast die Worte, da kann man nur noch sagen: Schämen Sie sich, Herr Herres!
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