„ESC“: Nächster „Song Contest“ kommt aus Großbritannien

    EBU macht die Verpflichtung der BBC als Veranstalter offiziell

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 25.07.2022, 15:49 Uhr

    Kletterte mit „Space Man“ in Turin bis auf Platz 2: Der britische Sänger Sam Ryder – Bild: Eurovision/EBU
    Kletterte mit „Space Man“ in Turin bis auf Platz 2: Der britische Sänger Sam Ryder

    Nun ist es offiziell: Der 67. „Eurovision Song Contest“ wird im kommenden Jahr in Großbritannien stattfinden und die BBC wird ihn ausrichten. Dies gab die European Broadcast Union (EBU) am heutigen Montag bekannt. Bereits Mitte Juni hatte die EBU aus Sicherheitsbedenken entschieden, dass der Wettstreit im kommenden Jahr nicht in der in Turin siegreichen Ukraine ausgetragen wird. Ein Einspruch aus dem durch den russischen Angriffskrieg erschütterten Land war zuvor bereits ebenfalls zurückgewiesen worden.

    Als aktuelles Siegerland wird sich die Ukraine im kommenden Jahr allerdings nicht erst fürs „ESC“-Finale wird qualifizieren müssen. Genau wie die „Großen 5“, also Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien, wird sie mit ihrem Beitrag auf jeden Fall an der entscheidenden letzten Runde teilnehmen. Außerdem werden Repräsentanten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks der Ukraine (UA: PBC) gemeinsam mit der BBC daran arbeiten, landestypische Elemente in die Show einzubinden. Auch das kommende „ESC“-Logo soll die Besonderheit des Jahrgangs unterstreichen.

    Bereits seit der ersten Ankündigung Mitte Juni (fernsehserien.de berichtete) galt Großbritannien als aussichtsreichster Ausweichkandidat für den „Song Contest“, zumal der britische Kandidat Sam Ryder mit seinem Song „Space Man“ am 14. Mai in Turin sensationell auf dem zweiten Platz gelandet war. In dieser Woche soll laut EBU nun das Auswahlverfahren der britischen Städte beginnen, die sich um den „Song Contest“ beworben haben.

    Wir sind außerordentlich dankbar, dass die BBC das Angebot angenommen hat und den ‚Eurovision Song Contest‘ 2023 in Großbritannien ausrichtet, so Martin Österdahl, Executive Supervisor des „ESC“ in einem Statement. Die Fähigkeiten des überaus erfahrenen öffentlich-rechtlichen Senders werden sicherstellen, dass die diesjährigen Gewinner, die Ukraine, während des Events gefeiert und repräsentiert werden. Mykola Chernotytskyi vom ukrainischen Rundfunk UA:PBC fügte hinzu: Wir danken unseren Partnern bei der BBC für die Solidarität, die uns entgegengebracht wird. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam den ukrainischen Geist in dieses Event einfließen lassen können und dass wir einmal mehr ganz Europa unter unseren gemeinsamen Werten von Frieden, Unterstützung und dem Feiern von Diversität und Talent vereinen können.

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