Eine geht noch: ARD dreht „WaPo Duisburg“ für den Vorabend

    Neuer Ableger der Krimiserie angekündigt

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 09.06.2021, 14:31 Uhr

    (v. l. n. r.) Frank van Dijk (Niklas Osterloh), Arda Turan (Yasemin Cetinkaya), Regisseur Matthias Koßmehl, Lena Preser (Romy Vreden) und Gerhard Jäger (Markus John) – Bild: ARD/Martin Menke
    (v. l. n. r.) Frank van Dijk (Niklas Osterloh), Arda Turan (Yasemin Cetinkaya), Regisseur Matthias Koßmehl, Lena Preser (Romy Vreden) und Gerhard Jäger (Markus John)

    Was für das ZDF die SOKOs sind, scheint für die ARD allmählich die WaPo zu werden. Nach „WaPo Bodensee“ und „WaPo Berlin“ wurde nun der Startschuss für einen dritten Ableger namens „WaPo Duisburg“ gegeben. Die Produktion der neuen Vorabendserie hat gestern begonnen. Gedreht wird im Duisburger Hafen, dem weltweit größten Binnenhafen im Herzen des Ruhrpotts.

    Wo Schiffsführer aus ganz Europa, hemdsärmelige Hafenarbeiter und neureiche Sportbootfahrer zusammentreffen, ist das Revier der Wasserschutzpolizei Duisburg. So beschreibt die ARD den Einsatzort für das Schauspielensemble aus Markus John, Yasemin Cetinkaya, Niklas Osterloh, Karen Böhne, Romy Vreden und Stefko Hanushevsky.

    Unter anderem bekommen sie es mit gierigen Geschäftsleuten, raffinierten Drogenschmugglern, enterbten Söhnen und schlichtweg „mit allen Wassern gewaschenen Verbrechern“ zu tun. Noch ein weiteres Wortspiel gefällig? Bei der „WaPo Duisburg“ sitzen „alle in einem Boot“, wenn sie sich mit den Fällen um Mord, Raub, Entführung und Erpressung befassen. Die Kollegen der Hauptdienstelle mischen sich immer wieder ein und verspotten sie als „Entenpolizei“, daher muss sich das Team der Wasserschutzpolizei stets aufs Neue beweisen.

    Jeden Fall lösen sie mit ehrlichem Ruhrpottcharme, kriminalistischer Finesse und ungewöhnlichen Methoden. Der starrsinnige Dickkopf Gerhard Jäger (Markus John) wurde von der Mordkommission strafversetzt und schiebt widerwillig Dienst nach Vorschrift bei der WaPo – und das, obwohl er Wasser wie die Pest hasst. Für frischen Wind sorgt seine neue Kollegin Arda Turan (Yasemin Cetinkaya), eine ehemalige Hochleistungsschwimmerin, die mit ihrer quirligen Art und direkten Ruhrpottschnauze Eindruck hinterlässt.

    Mit an Bord ist außerdem Polizeiobermeister Frank van Dijk (Niklas Osterloh), ein echter Sonnyboy und eine leidenschaftliche Wasserratte. Jede freie Minute verbringt er mit Jetskifahren und Flirten, doch bei der WaPo „hält er das Steuer fest in der Hand“. Lena Preser (Romy Vreden), die Sekretärin der Truppe, holt mit ihrer Beharrlichkeit immer wieder erstaunliche Erkenntnisse vom Grund des Bodens. Das Ermittler-Team löst unter den strengen Augen der ehrgeizigen Chefin Maria Kruppka (Karen Böhne) spannende Fälle und gerät dabei immer wieder mit dem arroganten Kriminalhauptkommissar Carsten Heinrich (Stefko Hanushevsky) von der Hauptdienststelle aneinander. Doch der WaPo Duisburg kann „keiner das Wasser reichen“.

    „WaPo Duisburg“ ist eine Produktion der Warner Bros. ITVP Deutschland GmbH (Produzent: Tobias Rosen, ausführende Produzentin: Marie Rechberg) im Auftrag der ARD-Gemeinschaftsredaktion Serien für Das Erste. Die vorerst acht Folgen werden inszeniert von Matthias Koßmehl und Christine Rogoll nach Büchern von Headautor Arne Ahrens. Gedreht wird bis Ende August 2021 in Duisburg, Köln und Umgebung. Die Ausstrahlung ist für 2022 im Ersten geplant.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1935) am

      Die ARD Vorabend-Serien (18.50 Uhr) sehe ich mir immer in der Mediathek an. Da ist keine Werbung bei. Und die Uhrzeit 18.50 passt bei uns nicht.
      Aber ich finde es eine ganz nette Unterhaltung.
      • (geb. 1954) am

        Scheinbar gibt es in Deutschland nur noch Serien-Hasser, speziell solche, die die Vorabend-Serien nicht mögen. Für mich unverständlich. Zum einen gehört neben korrekter und sachlicher Berichterstattungen und Informationen auch das Genre der leichten Krimi-Unterhaltung dazu. Für meinen Vater (88 Jahre) sind diese Vorabend-Serien zum Beispiel nicht wehr wegzudenken. Und auch ich schaue sie mir gerne an, wenn es die Zeit zulässt. Und dann gibt es ja noch die Mediatheken.
        Einen Vorschlag habe ich aber doch: Die ARD-Vorabendserien bitte erst NACH den ZDF-Folgen beginnen lassen (Zum Beispiel um 18:55 Uhr statt 18:50 Uhr. Und die Werbung dann halt davor).
        Sonst verpasst man entweder einen Anfang oder ein Ende. DAS sollte doch gehen, oder?
        Und noch einen hintendran an Katrin E.g: Die WaPo "Ostsee" mit dem Revier von Stralsund über Rügen bis Rostock bietet viele interessante Aufhänger mit politischer Brisanz: Drogen-, PKW- oder Menschnschmuggel, Waffenschieberei, aber auch Tötungsdelikte. Und das OHNE "Gähnfaktor".
        • am

          Wer schaut den heutzutage noch "normal" Fernseh?
          Mediathek bzw. zeitversetztes schauen machts möglich!
          Bei Letzterem kann man sogar die lästige Werbung vorspulen. 😉


          Ja, es ist erschreckend das für unser Geld nur noch Krimis, die immer das Selbe in anderer Landschaft mit anderen Gesichtern zeigt, immens teuere Sportübertragungen und Intendantenpensionen finanziert werden! Dazu jedes Sommerhalbjahr die ganzen Wiederholungen der Krimis mit oder ohne Mimmi. Würg.


          Nun, vielleicht finden sie in einem Fall alte vermoderte Knochen auf dem Grund der Duis äh Ruhr und am Schluß stellt die KT fest das es Kollege Schimanski ist. 😜
      • (geb. 1966) am

        Die Intendanten und Programmchefs der ARD Anstalten und des ZDFs (die Öffentlich Rechtlichen) gehören wirklich alle zusammen entlassen und ihre Pensionen gestrichen. Was sich die Macher des ÖRn in Punkto Serienunterhaltung leisten ist eine Frechheit. Ich bin ein Freund des ÖRn TVs. Schon wegen der Nachrichten, der Reportagen und der Dokus. Die Qualität und Vielfalt, die es da gibt, gäbe es ohne Gebühren nicht. Das Privatfernsehen produziert überwiegend Trash-TV und die Streaming-Anbieter überwiegend Untzerhaltung. Bildungsfernsehen gibt es da nicht oder kaum.
        Aber der Unterhaltungssektor der ÖFn ist eine Katastrophe. Da gibt es kaum noch Vielfalt.
        Wenn dann mal was Besonderes produziert wird wie 'Die Spezialisten' oder 'Im Knast', dann wird es auch zügig wieder eingestellt. Sogar wenn die Quoten ok sind.
        Wobei ich mich sowieso frage, wieso die ÖRn überhaupt auf Quoten achten.
        • am

          Hoffentlich nicht so "Gähn-mässig" wie WaPo Bodensee und WaPo Berlin.....

          Dauerbrenner und Klassiker wie Dr. Kleist, Um Himmels Willen und Co. wird abgesetzt - aber dann WaPo Dies und WaPo Das.
          • am

            Sehr innovativ, wie immer bei der ARD. Sie finden sicher noch Einheiten für die Weser, die Mecklenburgische Seenplatte, den Chiemsee und die Triberger Wasserfälle. Gebühren machen es möglich...
            • (geb. 1967) am

              Nicht nur die ARD, auch im ZDF laufen Krimi's bis zum Abwinken!! Unglaublich!!

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