„Dracula“-Star Claes Bang in High-End-Dramaserie über Wegbereiter der modernen plastischen Chirurgie

Projekt wird in deutsch-britischer Koproduktion entwickelt

Christopher Diekhaus
Christopher Diekhaus – 19.02.2026, 11:32 Uhr

Der Däne Claes Bang schlüpft in die Titelrolle – Bild: BBC
Der Däne Claes Bang schlüpft in die Titelrolle

Wie UFA Fiction kürzlich verkündete, entwickelt der deutsche Produktionsriese in Zusammenarbeit mit der britischen Firma Paper Entertainment eine neue High-End-Dramaserie mit dem Titel „Dr. Jakob“, die in acht 60-minütigen Folgen die Geschichte des Berliner Arztes Dr. Jakob Joseph erzählt. Ein Mediziner, der als einer der bedeutendsten Wegbereiter der modernen plastischen Chirurgie gilt. Für die Titelrolle konnte der international vielbeschäftigte „Dracula“- und „The Outlaws“-Darsteller Claes Bang verpflichtet werden.

Laut offizieller Pressemeldung spielt „Dr. Jakob“ vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs und der damit verbundenen gravierenden gesellschaftlichen Umwälzungen. Als der 1865 in Berlin geborene Dr. Jakob Joseph (Bang) im Jahr 1896 den ersten dokumentierten ästhetischen chirurgischen Eingriff durchführt, wird er nach dieser Pionierleistung an den Rand der medizinischen Fachwelt gedrängt. Das Establishment kann mit dem exzentrischen, visionären Arzt und seinen radikalen Methoden wenig anfangen. Erst im Zuge der schrecklichen Erfahrungen des Ersten Weltkriegs, der Ströme schwer entstellter Soldaten mit undenkbaren Verletzungen hervorbringt, sind seine chirurgischen Lösungsansätze gefragt. Gemeinsam mit seinem wachsenden Team kämpft Jakob gegen die Zeit an, um bislang als unmöglich geltende, rekonstruktive Verfahren zu entwickeln. Gleichzeitig beleuchtet die Serie die Beziehung zwischen Jakob und seiner Ehefrau Leonora, die als Krankenschwester arbeitet. Auch die von großem Mut handelnde persönliche Geschichte des jüdischen Mediziners, der unter denkbar ungünstigen Umständen lebt und wirkt, spielt in „Dr. Jakob“ eine zentrale Rolle.

Nataly Kudiabor, Geschäftsführerin und Produzentin bei UFA Fiction, äußert sich in einem Statement zur Faszination des Stoffes wie folgt: „Es hat uns überrascht, dass britische Kreative uns auf Jakob Joseph aufmerksam gemacht haben, während sein Name in Deutschland kaum bekannt ist. Wie kann ein europäischer Visionär, der die moderne plastische Chirurgie entscheidend geprägt hat, nahezu vergessen sein? Joseph war seiner Zeit weit voraus: radikal, bahnbrechend und kompromisslos in seinem Einsatz für Identität und Würde. Genau deshalb ist ,Dr. Jakobʻ für uns mehr als ein historisches Drama: Es ist die Wiederentdeckung eines vergessenen Visionärs – und eine Geschichte von bestechender Aktualität.“

Ähnlich lässt sich der dänische Hauptdarsteller Claes Bang mit Blick auf die Serie und ihr Potenzial zitieren: „Jakob war ein Mensch, ein Chirurg, ein jüdischer Pionier – und doch wurden seine Errungenschaften anderen zugeschrieben und seine Geschichte nahezu ausgelöscht. Ihn wieder sichtbar zu machen und seine außergewöhnliche Reise zu erzählen, ist eine ebenso große wie unwiderstehliche Herausforderung.“

„Dr. Jakob“ ist eine Koproduktion von UFA Fiction und Paper Entertainment. Als Produzenten fungieren Nataly Kudiabor und Denise Neustadt (beide UFA Fiction) sowie Julien Leroux und Caroline Amer (beide Paper Entertainment). Drehbuchautorin ist Barbara Machin, die unter anderem für „Waking the Dead“ und „Casualty“ bekannt ist. Einen Abnehmer für das historische Medical-Drama gibt es aktuell noch nicht.

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