Deutscher Fernsehpreis berücksichtigt Streamingdienste und kürt beste Reality

    Nominierungen werden nächste Woche bekanntgegeben

    Glenn Riedmeier – 28.05.2020, 14:39 Uhr

    Eigentlich sollte der „Deutsche Fernsehpreis“ in diesem Jahr als live übertragene TV-Gala zurückkehren. Doch wie viele andere Großveranstaltungen fiel auch diese Preisverleihung dem Coronavirus zum Opfer. Dennoch sollen auch in diesem Jahr herausragende Leistungen gewürdigt und ausgezeichnet werden. Die Jury hat ihre Arbeit fortgesetzt und wird in der kommenden Woche die Nominierungen bekanntgeben. Die Preisträger sollen schon kurze Zeit später in der zweiten Junihälfte verkündet werden. Bereits jetzt informierten die Stifter über einige Neuerungen.

    Aufgrund der „wachsenden Bedeutung der non-linearen Programmangebote“ wurde beschlossen, erstmals auch Eigenproduktionen von Streamingdiensten zum Wettbewerb zuzulassen. In diesem Zusammenhang gewann die Stiftergemeinschaft aus ARD, RTL, Sat.1 und ZDF die Deutsche Telekom als Kooperationspartner, der mit MagentaTV ein eigenes Streamingportal betreibt und auch eigene Formate in Auftrag gibt.

    Darüber hinaus wurden einige neue Nominierungskategorien eingeführt, darunter die „Beste Unterhaltung Reality“ – ein Genre, das in der jüngsten Zeit enorm gewachsen ist. Des Weiteren wird es separate Kategorien für „Beste Kamera Information/Dokumentation“, „Bester Schnitt Information/Dokumentation“, „Beste Regie Unterhaltung“, „Beste/r Autor/in Unterhaltung“ und „Bester Schnitt Unterhaltung“ geben, um Einzelleistungen und Erfolge in Information und Unterhaltung noch umfassender zu würdigen.

    Mit dem Deutschen Fernsehpreis ehren wir die herausragenden Leistungen der Fernsehschaffenden in Deutschland – diesmal noch vielfältiger und umfassender. Und wir öffnen uns für die Zusammenarbeit mit neuen Partnern aus der Branche. Wir freuen uns sehr, die Deutsche Telekom als Kooperationspartner begrüßen zu dürfen, so Stephan Schäfer, Geschäftsführer Inhalte & Marken der Mediengruppe RTL Deutschland und diesjähriger Vorsitzender des Stifterkreises.

    Michael Schuld, Leiter der Business Unit TV & Entertainment der Telekom Deutschland: Sowohl mit unseren Eigenproduktionen als auch mit den Möglichkeiten unserer einzigartigen digitalen Plattform stehen wir für modernes und innovatives Fernsehen“. Deshalb freuen wir uns sehr, die Kollegen von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF bei der Weiterentwicklung des Deutschen Fernsehpreises unterstützen zu dürfen. Wir möchten uns langfristig engagieren und dazu beitragen, dass die herausragende Bedeutung dieser Auszeichnung für die Branche noch stärker wahrgenommen wird.

    Im Sommer 2021 soll „Der Deutsche Fernsehpreis“ wieder als große TV-Gala stattfinden.

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