Vor rund zwei Monaten ließ Sat.1 die Testfolge einer möglichen Neuauflage von „Deal or No Deal“ produzieren (fernsehserien.de berichtete). Damals war noch nicht sicher, ob daraus ein Comeback entstehen wird, das es tatsächlich auf den Bildschirm schaffen wird. Nun gab Sat.1 offiziell grünes Licht und verkündet, dass der Gameshow-Klassiker mit den Geldkoffern 2027 zurückkehren wird – und zwar mit Jörg Pilawa als neuem Moderator.
Das grundlegende Konzept bleibt erhalten: Zu Beginn sucht sich der Kandidat einen von 22 Koffern aus, in dem sich ein bestimmter Geldbetrag befindet. Auch in den restlichen Koffern befinden sich unterschiedliche Geldbeträge – in der Neuauflage reichen die Beträge von 1 Cent bis 100.000 Euro. Der weitere Spielverlauf besteht nun darin, dass alle restlichen Koffer vom Kandidaten nacheinander ausgewählt und geöffnet werden. Die Geldbeträge, die sich in den jeweiligen Koffern befinden, scheiden aus dem Spiel aus.
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Nach einer bestimmten Anzahl an geöffneten Koffern macht „die Bank“ dem Kandidaten ein Angebot, mit einem bestimmten Betrag aus dem Spiel auszusteigen und somit auf den Betrag, der sich im anfangs gewählten Koffer befindet, zu verzichten. Die Höhe des jeweiligen Angebots richtet sich danach, welche Beträge noch im Spiel sind. Somit besteht das Ziel darin, möglichst Koffer mit kleinen Geldbeträgen zu erwischen – auch damit sich die Chance vergrößert, dass sich im ausgewählten Koffer eine hohe Summe befindet.
„Deal or No Deal“ gehört international zu den bekanntesten Gameshow-Franchises. Auch in Deutschland war das Format bereits in mehreren Varianten auf Sendung, erstmals 2004 unter dem Titel „Der MillionenDeal“ mit Linda de Mol. Von 2005 bis 2008 präsentierte dann Guido Cantz die Sendung mit leicht verändertem Konzept unter dem Originaltitel „Deal or No Deal“. Diese Version ist die in Deutschland langlebigste und auch bekannteste. Sie lief auf unterschiedlichen Sendeplätzen, sowohl unter der Woche zur Primetime als auch samstags am Vorabend um 19:15 Uhr.
Nach einer mehrjährigen Pause kehrte das Format mit einer Neuauflage im Jahr 2014 zurück. Bis 2015 moderierte Wayne Carpendale zwei Staffeln lang die bislang letzte deutsche Version von „Deal or No Deal“, erneut mit einem leicht abgewandelten Konzept. Anstatt um Koffer wurde in dieser Variante um Boxen mit den Geldbeträgen gespielt. Geöffnet wurden diese zudem nicht mehr von Models, sondern von weiteren potenziellen Kandidaten, die im Laufe der Staffel die Chance hatten, selbst um Geld zu spielen.
Sat.1 betont, dass „Deal or No Deal“ in der Vergangenheit auf unterschiedlichen Sendeplätzen „regelmäßig für Quoten weit über dem Sat.1-Senderschnitt“ gesorgt hat. Und tatsächlich: Selbst die recht kurzlebige Neuauflage mit Wayne Carpendale holte 2014/2015 noch Reichweiten mit mehr als zwei Millionen Zuschauern – Werte, bei denen der Bällchensender heute jubeln wurde.
In Großbritannien, Spanien, Italien, Australien und den USA wurde die Show in den vergangenen Jahren wieder zurückgeholt – und nun wagt sich auch das deutsche Fernsehen wieder an ein Comeback. Satte 36 Folgen werden bereits ab Mitte September von Banijay Productions Germany in Köln-Mülheim gedreht – genutzt wird dafür das bekannte Studio, in dem auch „Schlag den Star“ produziert wird. Die Ausstrahlung ist für 2027 geplant – auf welchem Sendeplatz, ist noch nicht bekannt.
Das ist zwar alles Schön und Gut, doch wie man es von Sat.1 und ihren Neuauflagen gewohnt ist, wird es wieder eine Show sein, die auf 3 - 4 Stunden aufgebläht wird und sich nicht, wie damals, um eine Show mit ca. 1 Stunde handeln wird. Das wird dann schnell Langweilig.