„Dahoam is Dahoam“: Dieses Urgestein verlässt die Serie nach 19 Jahren

Ursula Erber steigt zu ihrem 92. Geburtstag aus

Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier – 24.02.2026, 12:19 Uhr

So werden Fans und Kollegen Theresa Brunner (Ursula Erber) in Erinnerung behalten: Immer mit einem Lächeln auf den Lippen. – Bild: BR/Marco Orlando Pichler
So werden Fans und Kollegen Theresa Brunner (Ursula Erber) in Erinnerung behalten: Immer mit einem Lächeln auf den Lippen.

Die beliebte bayerische Vorabendserie „Dahoam is Dahoam“ verabschiedet sich von einem echten Urgestein: Ursula Erber ist seit dem Serienstart im Jahr 2007 als Theresa „Theres“ Brunner zu sehen und hat während der 19 Jahre für viele unvergessliche Momente gesorgt. Auf eigenen Wunsch steigt die Schauspielerin nun aus. Ihren letzten Auftritt hat sie in der Folge, die am 7. April zur gewohnten Zeit um 19:30 Uhr im BR Fernsehen ausgestrahlt wird – zwei Tage nach ihrem 92. Geburtstag. Bereits am 2. April wird die Episode in der ARD Mediathek veröffentlicht.

Seit der allerersten Folge von „Dahoam is Dahoam“ verkörpert Ursula Erber – mal liebevoll und mal grantelnd – Theresa, das Familienoberhaupt der Familie Brunner. Über unglaubliche 3718 Folgen hinweg hat sie viele Geschichten erlebt. Dabei hatte sie stets ein wachsames Auge auf die Geschehnisse im Brunnerwirt und im Dorf. Die Rolle Theres hatte zudem ihren eigenen Blog, wo Ursula Erber als betagte Bloggerin große Klick-Erfolge feiern konnte.

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Über den Abschied von Theresa Brunner bei „Dahoam is Dahoam“ verrät der BR so viel: Ein großer Teil der Familie Brunner versammelt sich, um das Oster-Wochenende miteinander zu verbringen. In Gastauftritten gibt es ein Wiedersehen unter anderem mit Saskia (Joyce Ilg), Max (Michael A. Grimm) und Florian Brunner (Tommy Schwimmer). Abends zieht sich Theres in ihr Zimmer zurück – und entschläft friedlich über Nacht.

Ursula Erber wurde im Jahr 1934 in München geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie ihre Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule, worauf mehrere Theater-Engagements folgten, darunter am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Bayerischen Staatsschauspiel München und an den Kammerspielen München. Im Fernsehen spielte sie ab 1959 immer wieder Episodenrollen, darunter in „Privatdetektiv Frank Kross“, „Mordkommission“, „Dr. Stefan Frank“ und „München 7“. 1975 spielte sie eine durchgehende Hauptrolle in der 13-teiligen ARD-Gerichtsserie „Dein gutes Recht“. Der Durchbruch gelang ihr allerdings im hohen Alter ab 2007 mit ihrer Rolle bei „Dahoam is Dahoam“.

Über ihren Abschied von der Serie sagt Ursula Erber gegenüber der Agentur Presse Partner Köln: Die Figur Theresa ist ja in allen möglichen Situationen gewesen, wo ich zeigen konnte, dass ich die Figur schätze. Es wird oft gesagt, ich hätte die Theres mehr oder weniger erst erschaffen – und jetzt schaff ich die Theres wieder ab. Ich finde, irgendwann muss man auch wissen: Jetzt reicht es.

Die Schauspielerin hat sich selbst als Ausstiegsgeschichte gewünscht, dass Theresa Brunner den Serientod stirbt. Dies war ihr aus folgendem Grund ein Anliegen: Es wird immer vom Anfang geredet und der Tod ist völlig normal und die Leute, die den Tod verdrängen, die werden davon nicht glücklicher. Im Gegenteil: Man soll ihn akzeptieren. Irgendwann ist Schluss – und das ist gut.

Sie erläutert: Ich habe die Gedanken über meine eigene Endlichkeit angesichts des Todes vieler meiner Familienmitglieder gehabt, das ist doch logisch. Und das muss jeder alternde Mensch: Darüber nachdenken, dass er auch nur eine gewisse Zeit hat. Das ist nichts Besonderes.

Sie blickt zufrieden zurück: Ich habe sehr viel erlebt und sehr viel getan und dass ich auch noch die Freude hatte, eine Sache zu spielen, die dem Publikum so gefällt, das ist ein Geschenk und schön und ich freu mich drüber. Aber ich habe da nicht von vornherein mit gerechnet. Ich hatte keine Ahnung, ich dachte: ‚Irgend so eine alte Schachtel muss ich spielen, dann spielen wir die mal.‘ Ich bin ja selber eine alte Schachtel.

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