Comedypreise im Doppelpack für Welke, Mädel und Hill

    RTL ehrt wieder die Spaßmacher der Nation

    Comedypreise im Doppelpack für Welke, Mädel und Hill – RTL ehrt wieder die Spaßmacher der Nation – Bild: RTL / Stefan Gregorowius
    Gaby Köster erhielt den Ehrenpreis

    Bereits am Dienstag (23.10.) wurde in Köln zum 12. Mal der „Der Deutsche Comedypreis“ in insgesamt fünfzehn Kategorien verliehen. Gestern übertrug RTL die seit 2008 von Dieter Nuhr moderierte Veranstaltung und gab die Gewinner bekannt.

    Zu einem der größten Abräumer des Jahres darf sich getrost Oliver Welke zählen, der nicht nur als „Bester Komiker“ ausgezeichnet wurde, sondern auch den Preis für die „Beste Comedyshow“ in Empfang nahm. Damit sicherte sich die „heute-show“ des ZDF bereits zum vierten Mal in Folge die silberne Trophäe – und das zwei Wochen, nachdem die Sendung mit dem „Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis 2012 für Fernsehjournalismus“ ausgezeichnet worden war.

    Anders als bei Cindy aus Marzahn, die ebenfalls zum vierten Mal in Folge als „Beste Komikerin“ ausgezeichnet wurde, konnte die Siegesserie von Mario Barth als „Erfolgreichster Live-Act“ gestoppt werden. Bülent Ceylan stürzte Barth nach sieben Jahren vom Thron und nahm seinen Preis stolz entgegen.

    Genau wie Oliver Welke konnte sich auch Martina Hill über gleich zwei Trophäen freuen. Sie wurde von der Jury zum zweiten Mal in Folge zur besten Schauspielerin gekürt und für die Sketch-Comedy „Knallerfrauen“ geehrt. Und auch ihr männlicher Gegenpart Bjarne Mädel bekam zwei der lachenden Silbereier: eines als „Bester Schauspieler“ und eines für die beste Comedyserie („Der Tatortreiniger“, NDR).

    Erfolgreichste Kinokomödie wurde die Spielfilmadaption der ARD-Serie „Türkisch für Anfänger“, bestes TV-Pendant der ZDF-Film „Stankowskis Millionen“ mit Wolfgang Stumph in der Hauptrolle.

    Die Live-Show des selbsternannten „Betroffenheitslyrikers“ Olaf Schubert wurde als „Bestes TV-Soloprogramm“ ausgezeichnet, „Elton vs. Simon – Die Live-Show“ wurde zum besten „Top-Comedyevent“ erkoren, und der „faule Student“ David Werker wurde als „Bester Newcomer“ geehrt.

    Ein Sonderpreis für 20 Jahre „Quatsch Comedy Club“ und seine Verdienste um die deutsche Stand-Up-Comedy ging an Jury-Präsident Thomas Hermanns, und den diesjährigen Ehrenpreis nahm Komikerin Gaby Köster entgegen, die nach ihrem Schlaganfall im Jahre 2008 ein vorsichtiges Comeback wagt und im kommenden Jahr mit ihrem Buch auf Lesereise gehen will.

    Zur Begründung sagte Comedypreis-Veranstalter Achim Rohde, dass Köster „einen lauten und fundamentalen Beitrag zur Entwicklung der Comedy in Deutschland geleistet“ habe und man mit der Preisverleihung zeigen wolle, „wie sehr sich alle über ihre vorsichtige Rückkehr ins öffentliche Leben freuen, in dem sie von ihrem Publikum vermisst, aber nicht vergessen wurde.“

    27.10.2012, 11:39 Uhr – Mario Müller/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Roy Kabel am 29.10.2012 08:24 via tvforen.de

      Aus Mangel an Kommödianten wird der Preis doch immer zwischen denselben Personen
      hin und hergeschoben. Von daher reizt mich diese Sendung nicht sonderlich.

      Wenn Mario Barth und Bülent dort an der Spitze sehen, sieht man doch wie es mit
      der Comedy in Deutschland aussieht.
      Dass die Beiden in Fussballstadien statt in einem Theater auftreten sagt im Prinzip
      nichts über die Qualität der Show etwas aus.
      • Zini1980 am 27.10.2012 16:39 via tvforen.de

        Jury Präsident bekommt den Preis, wie scheisse ist das denn, sich selber den Preis zu geben
        • tiramisusi am 29.10.2012 08:28 via tvforen.de

          ;-) es ist eben eine Comedyveranstaltung ....
          Diese gegenseitige und Selbstbeweihräucherung , in der alle Beteiligten doch mal ein par Stunden sooo gerne ernst genommen werden wollen, führt das ganze Genre ad absurdum.
      • Werner111 am 27.10.2012 13:19 via tvforen.de

        .

        Bei den aufgezählten Verleihungen sind mir nur zwei Dinge positiv aufgefallen:

        Martina Hill - die Frau ist einfach grandios und hat den Preis völlig verdient erhalten.
        Mario Barth - endlich kein weiterer Preis mehr für diesen völlig unlustigen Hektiker.

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