Claus Kleber und „Die Bombe“

    ZDF-Anchorman auf Spuren der atomaren Bedrohung

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 24.07.2009

    Claus Kleber und "Die Bombe" – ZDF-Anchorman auf Spuren der atomaren Bedrohung – Bild: ZDF/Philipp Terstappen

    Es ist kein einfaches Thema, das sich Claus Kleber für seine neue ZDF-Dokumentation ausgesucht hat. In drei Teilen geht der „heute journal“-Anchorman zusammen mit Angela Andersen der atomaren Bedrohung im 21. Jahrhundert nach. Zwei Jahre lang waren beide Autoren für „Die Bombe“ unterwegs. Sie reisten zu den Universitäten von Islamabad und Teheran, den Militärs in Russland und den USA, nach Brasilien, Israel und Japan. Dabei waren ihre Fragen nicht überall willkommen.

    Kleber und Andersen kommen zu dem Schluss, dass rund um den Globus unberechenbare regionale Konflikte eine nukleare Komponente bekommen: Indien – Pakistan, Israel – Iran, danach wohl der gesamte Nahe Osten, sowie der West-Pazifik zwischen China, Nordkorea und Japan. Dann sind da noch kriminelle und terroristische Gruppen, die nach Atomwaffen streben oder nach einer primitiven Strahlenwaffe aus nuklearem Abfall und Sprengstoff. Die nukleare Gefahr ist für die Autoren eines der drängendsten Probleme des Jahrhunderts.

    Zusammen mit Entscheidern aus dem Kalten Krieg und Vordenkern der Abrüstungsbewegung suchen Kleber und Andersen nach Auswegen aus der bedrohlichen Lage. In dem Film kommen unter anderem Henry Kissinger und Helmut Schmidt zu Wort. Außerdem konnten Interviews mit dem Vater des pakistanischen Atombombenprogramms Samar Mubarak, dem Generaldirektor der internationalen Atomenergiebehörde Mohammad el-Baradei und dem ehemaligen Chef des pakistanischen Geheimdiensts General Hamid Gul geführt werden.

    Der erste Teil „Rückkehr der atomaren Bedrohung“ wird am Mittwoch, 29. Juli um 22:45 Uhr ausgestrahlt. Einen Tag später folgt zur selben Zeit der zweite Teil „Atomwaffen außer Kontrolle“ und am Sonntag, 2. August sucht der dritte Teil nach „Wegen aus dem Wahnsinn“.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.de

      Den ersten Teil habe ich nicht gesehen, aber jetzt gerade, mitten in der zweiten Folge, habe ich das starke Empfinden, dass dies eine reine Propaganda-Sendung pro USA ist.
      • am via tvforen.de

        ... und eigentlich eher für N-TV oder N24 gemacht zu sein scheint.

        Nbb: war das eine Übungsproduktion für das neue ZDF-Studio?
      • am via tvforen.de

        Also meines Wissens lässt sich ein palästinensischer Sunnit von einem iranischen Schiit nicht gerade bereitwillig sagen, was er zu tun hat. Auch mögen die sich nicht gerade. Was soll das dann mit "Die Hamas--der verlängerte Arm Teherans"? Die Hizbollah ist eng mit Iran dem verbunden. Aber nicht die Hamas. Das Hamas ist eng mit einem relativ moderaten Islam verbunden und sieht ihren Islam als eine hauptsächliche Buchreligion. Dagegen sehen die palästinensischen Sunniten den auslegbaren Schiismus mit Argwohn. Desweiteren waren die Verbindungen zwischen Palästinensern/Hamas und dem Irak immer sehr eng gewesen; was wiederum diametral gegen eine gute Beziehung zum Iran stand.
        Die Sendung war ein Witz.
        Auch widersprechen die Demonstrationen im Iran deutlich den Aussagen Herrn Klebers.

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