„Big Brother“ muss an Ostern die Primetime räumen

    Sat.1-Realityshow wird ins Spätprogramm verlegt

    Glenn Riedmeier – 25.03.2020, 15:13 Uhr

    Die „Big Brother“-Bewohner im Glashaus

    Trotz Corona und trotz mauer Einschaltquoten hält Sat.1 am Comeback von „Big Brother“ fest. Daran soll sich auch in den kommenden Wochen nichts ändern – allerdings muss die Realityshow an Ostern mit deutlich späteren Sendeplätzen Vorlieb nehmen.

    So wird die Tageszusammenfassung an Karfreitag (10. April) nicht wie gewohnt um 19 Uhr ausgestrahlt, sondern erst um 22:50 Uhr. Am Nachmittag strahlt ab 17:05 Uhr Sat.1 lieber den Film „Harry Potter und der Feuerkelch“ aus, um 20:15 Uhr folgt die Free-TV-Premiere des Kino-Erfolgs „Fack ju Göhte 3“.

    Am Ostermontag (13. April) wird die Live-Show „Big Brother – Die Entscheidung“ nicht wie üblich um 20:15 Uhr gezeigt, sondern erst um 22:05 Uhr – im Anschluss an die Free-TV-Premiere von „Das Pubertier - Der Film“. Noch übler trifft es allerdings die Tageszusammenfassung, die an diesem Tag ebenfalls nicht um 19 Uhr zu sehen sein wird – sondern erst mitten in der Nacht von Montag auf Dienstag um 3:40 Uhr! Am Nachmittag zeigt Sat.1 hingegen noch einmal „Fack ju Göhte 3“ als Wiederholung ab 17:20 Uhr. Ein Sat.1-Pressesprecher bestätigte diese Pläne gegenüber fernsehserien.de. Ab dem 14. April soll „Big Brother“ dann wieder seinen gewohnten Platz um 19 Uhr zurückerhalten.

    So eine Entscheidung ist natürlich alles andere als ein Vertrauensbeweis von Sat.1 gegenüber „Big Brother“. Dennoch soll die auf 100 Tage ausgelegte Staffel wie geplant zu Ende geführt werden. Der Sender dürfte froh sein, dass das Format im Gegensatz zu vielen anderen ab- oder unterbrochenen Sendungen in Zeiten von Corona weiter produziert werden kann. Die Bewohner wurden inzwischen über die aktuelle Situation in Deutschland informiert (fernsehserien.de berichtete).

    Wie bei anderen TV-Formaten macht sich die gestiegene Fernsehnutzung auch bei „Big Brother“ bemerkbar. So holte die Live-Show am vergangenen Montag mit 1,22 Millionen Zuschauern die höchste Reichweite seit der Startshow. Die gestrige Tageszusammenfassung sahen 960.000 Menschen – in den Wochen davor fiel „Big Brother“ bereits auf eine Reichweite unter 800.000. Da die Menschen derzeit insgesamt mehr fernsehen, hatte dies allerdings nur wenig Auswirkungen auf die Marktanteile, die in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen mit 6,2 und 6,4 Prozent auf dem durchwachsenen Niveau der Vorwochen lagen.

    Zum Special: Warum versagt „Big Brother“?: Wo liegen die Probleme, was muss verbessert werden?

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