Stefan Mross moderiert „Immer wieder sonntags“ seit 2005
Bild: SWR/Wolfgang Breiteneicher
Das ist ein echter Paukenschlag: Die ARD bzw. der SWR trennt sich von einem wahren Traditionsformat und stellt nach 30 Jahren „Immer wieder sonntags“ ein. Die diesjährige Saison der von Stefan Mross moderierten Sonntagvormittagsshow wird die letzte sein. Ab dem 31. Mai werden insgesamt noch zwölf reguläre Live-Ausgaben zu sehen sein. Zum Finale am 6. September wird es eine Extra-Ausgabe geben, bevor am 13. September noch ein Best-of eingeplant ist. Für die Entscheidung, die der federführende SWR und die ARD gemeinsam getroffen haben, werden „finanzielle und strategische Gründe“ genannt.
Die ARD sieht sich schon seit längerer Zeit einem enormen Sparzwang ausgesetzt, womit dieser Schritt nun auch begründet wird. Die Rede ist davon, dass der SWR „auch unter wachsendem Kostendruck ein starker Anbieter von öffentlich-rechtlicher Unterhaltung und großen Live-Erlebnissen“ bleiben werde. Die bisher für „Immer wieder sonntags“ eingesetzten Mittel sollen teilweise eingespart und teilweise in die Entwicklung neuer digitaler Unterhaltungsformate investiert werden. Es sollen neue Formate entwickelt werden, die sich strategisch „an veränderten Mediennutzungsgewohnheiten“ orientieren sollen. Diese Erklärung fügt sich ein in einen schon länger zu beobachtenden Trend, dass die ARD das Budget für Unterhaltung zunehmend umschichtet – weg vom klassischen linearen Fernsehen hin zu in erster Linie für die ARD Mediathek produzierten Formaten. Hier hat man dann vor allem das begehrte junge Publikum im Blick, das man in den vergangenen Jahren stark vernachlässigt hat.
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Die Einstellung von ‚Immer wieder sonntags‘ ist eine schmerzhafte Entscheidung, die wir sehr sorgfältig abgewogen haben und die uns angesichts des großen Erfolgs nicht leichtfällt. Die wirtschaftliche Situation des SWR lässt uns aber keine andere Wahl. Wir gehen diesen Schritt mit großer Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber Stefan Mross und dem gesamten Team, die über viele Jahre Großartiges geleistet haben. Ich verstehe, dass viele treue Fans von ‚Immer wieder sonntags‘ enttäuscht sein werden, weil wir ihnen aus finanziellen und strategischen Gründen einen Fixpunkt im Sommer nehmen. In der letzten Saison 2026 – erweitert um eine zusätzliche Abschlussshow – wollen wir gemeinsam mit dem Publikum das Format noch einmal feiern und es so würdevoll verabschieden, wie es angesichts des langjährigen Erfolgs angemessen ist.
Mehr als drei Jahrzehnte hat ‚Immer wieder sonntags‘ den Sonntagvormittag in der ARD mit Musik, Nähe und Lebensfreude geprägt. Vor allem Stefan Mross hat der Sendung als Nachfolger von Max Schautzer mit seiner unverwechselbaren Art ihr Gesicht und ihr Herz gegeben. Er wurde in der ‚Immer wieder sonntags‘-Arena zu einem der großen Entertainer in der Schlagerwelt. Dafür gilt ihm, dem SWR, dem Europa-Park, Kimmig Entertainment und dem gesamten Team unser großer Dank. Zum Abschluss werden wir dieses besondere Stück Fernsehgeschichte gemeinsam mit dem Publikum gebührend feiern. Alles hat seine Zeit: Formate verändern sich, unser Unterhaltungsportfolio entwickelt sich weiter – aber das, was ‚Immer wieder sonntags‘ für viele Menschen bedeutet hat, bleibt.
„Immer wieder sonntags“ ging erstmals am 11. Juni 1995 im Ersten auf Sendung und wurde 2003 von Max Schautzer moderiert. Seit 1998 ist das Gelände des Europa-Park-Erlebnisresorts in Rust Austragungsort der Open-Air-Live-Sendung. 2004 moderierte kurzzeitig für ein Jahr Sebastian Deyle, bevor 2005 Stefan Mross übernahm und der Show inzwischen seit mehr als 20 Jahren seinen Stempel aufdrückt. Insgesamt wurden bislang 378 reguläre Ausgaben in 31 Staffeln ausgestrahlt. Ein Statement von Stefan Mross zum Aus von „Immer wieder sonntags“ liegt nicht vor.
An den Quoten dürfte die Entscheidung für die Absetzung jedenfalls nicht gelegen haben, denn die waren bis zuletzt richtig gut. Durchschnittlich 1,3 Millionen Zuschauer waren im vergangenen Jahr dabei, die der Show rund 17 Prozent Marktanteil bescherten. Und selbst beim jungen Publikum war ein Aufwärtstrend zu beobachten.
Kommentare zu dieser Newsmeldung
Old School am
... und vor allem die ganzen horrenden Gebühren für die Sportübertragungsrechte sowie den ganzen Krimis die schon so ausgedabbt sind das man freiwillig abschaltet! Vor allem der Mist wo seit längerem als Tatort den Sonntag abend verdirbt! 🤮 Da ist doch a bisle Schlager Volksmusik besser!
Macht nur alles kaputt was kaputt zu machen ist. Hauptsache den ganzen Politikmist muss man jeden Tag bis zum erbrechen ertragen. Dafür ist genug Kohle da! Da spart kein Sender!