Aus für „Immer wieder sonntags“! ARD-Show mit Stefan Mross wird nach 30 Jahren eingestellt

„Schmerzhafte Entscheidung“ aus finanziellen und strategischen Gründen

Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier – 20.03.2026, 13:58 Uhr

Stefan Mross moderiert „Immer wieder sonntags“ seit 2005 – Bild: SWR/Wolfgang Breiteneicher
Stefan Mross moderiert „Immer wieder sonntags“ seit 2005

Das ist ein echter Paukenschlag: Die ARD bzw. der SWR trennt sich von einem wahren Traditionsformat und stellt nach 30 Jahren „Immer wieder sonntags“ ein. Die diesjährige Saison der von Stefan Mross moderierten Sonntagvormittagsshow wird die letzte sein. Ab dem 31. Mai werden insgesamt noch zwölf reguläre Live-Ausgaben zu sehen sein. Zum Finale am 6. September wird es eine Extra-Ausgabe geben, bevor am 13. September noch ein Best-of eingeplant ist. Für die Entscheidung, die der federführende SWR und die ARD gemeinsam getroffen haben, werden „finanzielle und strategische Gründe“ genannt.

Die ARD sieht sich schon seit längerer Zeit einem enormen Sparzwang ausgesetzt, womit dieser Schritt nun auch begründet wird. Die Rede ist davon, dass der SWR „auch unter wachsendem Kostendruck ein starker Anbieter von öffentlich-rechtlicher Unterhaltung und großen Live-Erlebnissen“ bleiben werde. Die bisher für „Immer wieder sonntags“ eingesetzten Mittel sollen teilweise eingespart und teilweise in die Entwicklung neuer digitaler Unterhaltungsformate investiert werden. Es sollen neue Formate entwickelt werden, die sich strategisch „an veränderten Mediennutzungsgewohnheiten“ orientieren sollen. Diese Erklärung fügt sich ein in einen schon länger zu beobachtenden Trend, dass die ARD das Budget für Unterhaltung zunehmend umschichtet – weg vom klassischen linearen Fernsehen hin zu in erster Linie für die ARD Mediathek produzierten Formaten. Hier hat man dann vor allem das begehrte junge Publikum im Blick, das man in den vergangenen Jahren stark vernachlässigt hat.

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Clemens Bratzler, SWR Programmdirektor Information, erläutert:

Die Einstellung von ‚Immer wieder sonntags‘ ist eine schmerzhafte Entscheidung, die wir sehr sorgfältig abgewogen haben und die uns angesichts des großen Erfolgs nicht leichtfällt. Die wirtschaftliche Situation des SWR lässt uns aber keine andere Wahl. Wir gehen diesen Schritt mit großer Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber Stefan Mross und dem gesamten Team, die über viele Jahre Großartiges geleistet haben. Ich verstehe, dass viele treue Fans von ‚Immer wieder sonntags‘ enttäuscht sein werden, weil wir ihnen aus finanziellen und strategischen Gründen einen Fixpunkt im Sommer nehmen. In der letzten Saison 2026 – erweitert um eine zusätzliche Abschlussshow – wollen wir gemeinsam mit dem Publikum das Format noch einmal feiern und es so würdevoll verabschieden, wie es angesichts des langjährigen Erfolgs angemessen ist.

ARD-Programmdirektorin Christine Strobl ergänzt:

Mehr als drei Jahrzehnte hat ‚Immer wieder sonntags‘ den Sonntagvormittag in der ARD mit Musik, Nähe und Lebensfreude geprägt. Vor allem Stefan Mross hat der Sendung als Nachfolger von Max Schautzer mit seiner unverwechselbaren Art ihr Gesicht und ihr Herz gegeben. Er wurde in der ‚Immer wieder sonntags‘-Arena zu einem der großen Entertainer in der Schlagerwelt. Dafür gilt ihm, dem SWR, dem Europa-Park, Kimmig Entertainment und dem gesamten Team unser großer Dank. Zum Abschluss werden wir dieses besondere Stück Fernsehgeschichte gemeinsam mit dem Publikum gebührend feiern. Alles hat seine Zeit: Formate verändern sich, unser Unterhaltungsportfolio entwickelt sich weiter – aber das, was ‚Immer wieder sonntags‘ für viele Menschen bedeutet hat, bleibt.

„Immer wieder sonntags“ ging erstmals am 11. Juni 1995 im Ersten auf Sendung und wurde 2003 von Max Schautzer moderiert. Seit 1998 ist das Gelände des Europa-Park-Erlebnisresorts in Rust Austragungsort der Open-Air-Live-Sendung. 2004 moderierte kurzzeitig für ein Jahr Sebastian Deyle, bevor 2005 Stefan Mross übernahm und der Show inzwischen seit mehr als 20 Jahren seinen Stempel aufdrückt. Insgesamt wurden bislang 378 reguläre Ausgaben in 31 Staffeln ausgestrahlt. Ein Statement von Stefan Mross zum Aus von „Immer wieder sonntags“ liegt nicht vor.

An den Quoten dürfte die Entscheidung für die Absetzung jedenfalls nicht gelegen haben, denn die waren bis zuletzt richtig gut. Durchschnittlich 1,3 Millionen Zuschauer waren im vergangenen Jahr dabei, die der Show rund 17 Prozent Marktanteil bescherten. Und selbst beim jungen Publikum war ein Aufwärtstrend zu beobachten.

Kommentare zu dieser Newsmeldung

  • am via tvforen.de

    > Zu Sat.1 würde es gut passen

    Den Sender gibt es ja tatsächlich noch, ewig nichts von gehört.
    • am via tvforen.de

      TV Wunschliste schrieb:
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      >
      > An den Quoten dürfte die Entscheidung für die
      > Absetzung jedenfalls nicht gelegen haben, denn die
      > waren bis zuletzt richtig gut. Durchschnittlich
      > 1,3 Millionen Zuschauer waren im vergangenen Jahr
      > dabei, die der Show rund 17 Prozent Marktanteil
      > bescherten. Und selbst beim jungen Publikum war
      > ein Aufwärtstrend zu beobachten.
      >

      Ich schliesse mich an: eine absolut falsche und lächerliche Entscheidung. Eine erfolgreiche Traditionssendung aus Kostengründen zu beenden, gerade in einer Zeit, in der sich viele Ablenkung und fröhliche Unterhaltung wünschen...

      Fast alle Privatsender würden sich solche Zuschauerzahlen bei Prime Time Sendungen wünschen, und der SWR zieht einfach den Stecker. Und spielt erneut 'Alt' gegen 'Jung' bzw. 'Lineares Publikum' gegen 'Streaming Generation' aus. Ein fatales Signal in einer Gesellschaft, die ohnehin immer gespaltener wird.

      Vielleicht springt ein anderer Sender ein und übernimmt das Format. Zu Sat.1 würde es gut passen, und könnte am Sonntag nach dem Frühstücksfernsehen sicher ein ähnliches Publikum ansprechen.
      • (geb. 1981) am

        Mross, hatte wie hier in den Kommentaren schon erwähnt, immer ein Geschmäckle und seine Moderationen waren zum Teil zum Fremdschämen peinlich. Die Lösung wäre daher gewesen Mross durch einen vernünftigen, günstigeren Moderator zu ersetzen und jeden Künstler zum Live-Gesang zu verpflichten, so daß man eine Runde Sendung für einen Sonntag Vormittags gehabt hätte. Statt dessen wird wieder ein erfolgreiches gute Laune Format gestrichen und vermutlich durch Wiederholungen von Krimis, Nazi-Dokus, Reise-Dokus o. ä. ersetzt.
        • am

          Das wurde höchste Zeit! Auch wenn es nicht meine Musik ist geht es mir dabei nicht um die Musik dieser Sendung. Musik ist seit Jahrzehnten mein ganz grosses Hobby und ich spiele in einem grossen Verein in der Schweiz Trompete, seit meiner Teeangerzeit. Es wird Zeit, dass Mross endlich rausfliegt. Ich habe damals seine sehr fragwürdige "Trompeter-Karriere" in den deutschen Medien sehr genau verfolgt. Im Gegensatz zu ihm habe ich es einmal richtig gelernt und kann es auch. Er dagegen hat viel Geld damit verdient, obwohl er andere für sich spielen liess und diese dann teilweise nicht bezahlte. Nach einem Gerichtsprozess wo er sich weigerte vorzuspielen (...) verzichtete er dann zum Glück aufs Trompetenspielen...
          Auch ein klares Geständnis!
          Und was tat die ARD? Anstatt sich von einem solch fragwürdigen "Künstler" zu trennen bekam er problemlos für Jahrzehnte eine neue Sendung und war da und dort im öffentlichen deutschen Fernsehen immer wieder zu sehen. Eine Ohrfeige für alle Musiker, welche ehrlich und jahrelang viel Herzblut in ihr Hobby legen. Mross überzeugte aber auch als Moderator mein volkstümliches Umfeld nicht, bis schliesslich niemand mehr seine Sendung konsumierte. Für mich hat dieses Engagement von Mross seitens der ARD einen sehr fahlen Nachgeschmack hinterlassen!
          • am

            Es sieht wohl eher so aus, dass die "Volksmusik wie Schlagerszene" immer zwangsweise mit einem Saubermann/frau-Image einher ging... und dabei ist gerade da der Alkohol- wie Drogenmissbrauch nirgends so präsent wie hier!!! Und wer das leugnet, war sicherlich selber noch nie bei einem Volksmusik-oder Schlagerfestivals/Event hinter den Kulissen mit dabei... und auch das "Lächeln" Vieler vor der Kamera ist im besten Fall direkt verknüpft mit dem On/Off-Knopf einer TV-Kamera. Und von aufgesetzter Freundlichkeit auf Knopfdruck ganz zu schweigen... wenn viele mal HAUTNAH mitbekommen würden, was diese "Schmachtfetzen-Jodler" wirklich über ihre Fans denken bzw. von ihnen halten...? Dann würde wohl endlich mal der GROSCHEN fallen... von wegen einen BOCK MELKEN und so.
            Und was das einstige Trompeten-Wunderkind angeht... alle Eltern wollten damals auch so ein "Jahrhunderttalent" zu Hause haben - entweder eine DAUERLÄCHELNDE & zu allem nickende "Grusel"-STEFANIE (hat eher immer nach Fieberwahn ausgesehen als wirkliche Begeisterung) oder einen STEFAN mit hochrotem Putergesicht beim Blasen...
            Und als die BEIDEN dann auch noch geheiratet haben, war für viele TRAUMTÄNZER da draußen das Märchen perfekt... nur ein Happy-End gab's nicht. Und zwar weil alles daran künstlich aufgebauscht, erstunken & erlogen war - und zwar wie so ziemlich ALLES in der Volksmusik- und Schlagerbranche...
            Da ist sogar JEDE CHIPS-TÜTE im Regal noch ehrlicher... weil da weiß man von vorne herein, dass da jede MENGE LUFT in der Tüte miteingeschlossen ist...
        • (geb. 1966) am

          Für die älteren ist das wieder mal ein Schlag ins Gesicht. Schade. Und den Meckerern kann ich nur sagen: ihr müsst doch nicht anschauen. Schaltet doch einfach um und spart euch eure Kommentare.
          • (geb. 2001) am

            schauen muss ich es nicht, aber bezahlen schon
          • am

            Ach?! Das trifft aber auch auf die Leute zu, die *deine* Sachen nicht gucken wollen und trotzdem auch dafür blechen. Das Prinzip nennt man übrigens Solidargemeinschaft, auf die unsere gesamte Zivilisation basiert.
        • (geb. 1985) am

          alles weg es wird eh nur playback gesungen und nie live
          • (geb. 1965) am

            … denn sie wissen nicht, was sie tun.
            Ich kenne einige ältere Leute in meiner Verwandt- und Bekanntschaft, die das gerne gucken.
            Die Jugend interessiert doch das Angebot der ÖRR Sender überhaupt nicht.
            • (geb. 1985) am

              ich will es live hören und kein playback -.-
          • am via tvforen.de

            Bitte den ZDF Fernsehfriedhof direkt hinterher.
            • am

              Wenn der ÖRR von Vielfalt plappert, sind da auf keinen Fall Musiksendungen dabei. International kommt da gar nichts und unsere Stars bekommen kaum noch die Gelegenheit ihre neusten Hits zu präsentieren. Das war früher anders. Da bekam man regelmäßig in Musiksendungen zu einem Song auch ein Gesicht oder einen Video-Clip. Vor allem haben Live-Auftritte die Gage unserer Künstler gesichert.
              Unterhaltungsfernsehen sollte in erster Linie unterhalten. Inzwischen ist der ÖRR zu einer Erziehungsanstalt und zu einem Medium der Problembehandlung verkommen. Keine Sendung, kein Film, keine Serie ohne erhobenen Zeigefinger und Moralansätzen. Musik ist in diesen Zeiten wichtiger denn je und wird mit 3 Silbereisen-Shows dem Unterhaltungsauftrag nicht gerecht.
              • am

                👍👏🏼👏🏼👍
              • (geb. 1965) am

                Genau meine Meinung. 👍🏻
            • am via tvforen.de

              Mit dem Verjüngungswahn schneiden sich die öffentlich-rechtlichen Sender ins eigene Fleisch, und zwar tief. Die "Jugend" schaut doch längst kein ÖR-Fernsehen mehr, und viele schauen lieber YouTube oder TikTok, als in die Glotze zu schauen. Das einzige, was lockt, sind Sportsendungen, und da sind die Jungen höchstens bei Mannschaftssport, oder einzelne Musiksendungen wie der ESC. Glauben die Sender wirklich, dass sie mit auf jung getrimmten Serien wie in ZDF Neo die Jugend vor den Schirm holen? Bald wird sich das Programm ohenhin auf Sport und Politik erschöpfen. Was die Alten wollen, interessiert niemanden in den Entscheidungszentralen der Sender. Nur noch Jugend, Jugend, Jugend. Und die schert sich einen feuchten Kehricht ums Fernsehen. Aber bis das jemand kapiert, ist der Zug auch wieder längst abgefahren und die Einschaltquoten brechen noch weiter ein. Wo ist das abwechslungsreiche Programm, das es früher mal gab? Stattdessen wird immer wieder Mist produziert, den keiner sehen will. Sie lernen es einfach nicht.

              Der Lonewolf Pete
              • (geb. 1970) am

                Jetzt bitte auch noch den Fernsehgarten absetzen!
                • am

                  Und was hättest du davon?
                • (geb. 1985) am

                  ich bezahle gez und will live musik und kein playback.... In anderen ländern singen die meisten zu 90% live
              • am

                Mir sowas von egal. Musste ich jetzt so raushauen.
                • (geb. 1976) am

                  2 identische Sendungen auf 2 ÖR Sendern zeigte, wie leicht mit Zwangsgeebühren gehaushaltet werden kann.Ihr schafft das schon.
                  • (geb. 2001) am

                    Oh nein, jetzt hat der ÖRR nicht mehr 1000 regelmäßig ausgestrahlte Schlagersendungen, sondern nur noch 999.
                    • (geb. 1982) am

                      Ist wohl etwas übertrieben, Silbereisen und Zarelli, wo eh immer die gleichen Künstler dabei sind und ab und zu noch Andy Borg. Das wars aber dann schon.
                  • am

                    ... und vor allem die ganzen horrenden Gebühren für die Sportübertragungsrechte sowie den ganzen Krimis die schon so ausgedabbt sind das man freiwillig abschaltet! Vor allem der Mist wo seit längerem als Tatort den Sonntag abend verdirbt! 🤮 Da ist doch a bisle Schlager Volksmusik besser!
                    • am

                      Gerade die Krimisendungen haben immer sehr gute Einschaltquoten!
                  • am via tvforen.de

                    Macht nur alles kaputt was kaputt zu machen ist.
                    Hauptsache den ganzen Politikmist muss man jeden Tag bis zum erbrechen ertragen. Dafür ist genug Kohle da! Da spart kein Sender!
                    • am via tvforen.de

                      musikrob2806 schrieb:
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                      > Macht nur alles kaputt was kaputt zu machen ist.
                      > Hauptsache den ganzen Politikmist muss man jeden
                      > Tag bis zum erbrechen ertragen. Dafür ist genug
                      > Kohle da! Da spart kein Sender!

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