arte zeigt schwules Coming-of-Age-Drama und australische Thrillerserie

    „Mut zur Liebe“ und „Sieben Seiten der Wahrheit“ im Mai

    arte zeigt schwules Coming-of-Age-Drama und australische Thrillerserie – "Mut zur Liebe" und "Sieben Seiten der Wahrheit" im Mai – Bild: Arthur Farache Sauvegrain/Scarlett Production
    „Mut zur Liebe“: Victor (Benjamin Voisin, l.) und Sélim (Sami Outabali, r.) kommen sich heimlich näher

    arte hat in den kommenden Wochen wieder für Nachschub in seinem Serien-Angebot gesorgt. Am 3. Mai strahlt der Kultursender um 21.45 Uhr die dreiteilige französische Miniserie „Mut zur Liebe“ aus, ein Coming-of-Age-Drama um einen 17-Jährigen, der seine Homosexualität entdeckt und in eine Identitätskrise gerät. Am 10. und 17. Mai zeigt arte dann die preisgekrönte australische Thrillerserie „Sieben Seiten der Wahrheit“, in der das Verschwinden eines Kindes zahlreiche Geheimnisse ans Tageslicht bringt.

    Mut zur Liebe
    „Mut zur Liebe“ spielt im Frühling 1981 kurz vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Der 17-jährige Victor (Benjamin Voisin) verbringt seine Zeit mit seiner Freundin Aurélie (Lou Roy-Lecollinet) oder auf der Baustelle seines Vaters Charles (Frédéric Pierrot). Dort macht Victor die Bekanntschaft mit Sélim (Sami Outalbali), dem Sohn des Vorarbeiters Sofiane (Hafid Djemaï). Die beiden Jungs fühlen sich zueinander hingezogen und geben sich getrieben von ihren unbefangenen Instinkten heimlich ihrer Lust hin. Doch dann bemerkt Charles die sexuelle Beziehung der beiden und ist entsetzt. Er weiß nicht, wie er mit der Situation umgehen soll, denn er macht sich eigentlich für die Politik François Mitterrands stark, die für Offenheit und Toleranz steht.

    Charles nutzt den ersten Fehler Sélims, um ihn zu feuern. Seinem Vater Sofiane gegenüber bezichtigt er Sélim, seinen Sohn Victor verführt zu haben. Sélim sei der „Kranke“ der beiden. Daraufhin beugt sich Sélim dem Druck seiner Familie und bricht den Kontakt zu Victor ab. Victor wird daraufhin von den anderen Mitschülern ausgegrenzt und gemobbt. Er kann sich seine Homosexualität selbst nicht eingestehen und lässt niemanden mehr an sich heran, auch seine Mutter Martine (Emmanuelle Bercot) nicht. Victor will fortan dem Bild seines Vaters entsprechen, und bindet sich stärker an seine Freundin Aurélie. Doch er kann seine sexuelle Identität nicht verdrängen … „Mut zur Liebe“ wurde von Regisseur Philippe Faucon geschrieben und inszeniert, der für sein Erstlingswerk „Liebe in der Vorstadt“ (1989) mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. „Mut zur Liebe“ erhielt auf dem diesjährigen internationalen Festival in Luchon den Preis als beste Serie.

    Sieben Seiten der Wahrheit
    Im Mittelpunkt steht der Börsenmakler Joe Marin (Alex Dimitriades), der sich mit seinem Kollegen Mitch (Anthony Hayes) um die Unterstützung des einflussreichen Investors Don Sheere (Andrew McFarlane) für einen riskanten Deal bemüht. Übers Wochenende soll er allein mit seinem siebenjährigen Sohn Sam (Harrison Molloy) bleiben, während seine Frau Anna (Leeanna Walsman) auf Geschäftsreise geht. Joes Sekretärin informiert ihn, er solle seinen Sohn eine Stunde später als geplant von der Schule abholen. Dort angekommen, ist Sam jedoch nicht aufzufinden. Niemand weiß, wo Sam geblieben ist und Joe gerät in Panik.

    Am frühen Abend erhalten die Polizeibeamten einen Hinweis und wenig später halten Joe und Anna, die ihre Geschäftreise abbrach, ihren Sohn wohlbehalten in den Armen. Auf dem Revier erfahren die Eltern, dass Sam die letzten Stunden bei Simon Heywood (Xavier Samuel), einem Universitätsfreund von Anna, verbracht hat. Simon behauptet, den Jungen auf Annas Bitte hin abgeholt zu haben. Doch Anna sagt aus, mit Simon seit Jahren keinen Kontakt mehr gehabt zu haben. Bei Simon war die junge Prostituierte Angela (Andrea Demetriades), die die Polizei verständigte. Die Polizei findet heraus, dass Joe ein regelmäßiger Kunde „Angéliques“ ist. Aber weshalb wurde Sam entführt?

    „Sieben Seiten der Wahrheit“ funktioniert wie ein Puzzle und bringt sukzessive jeweils durch den Blickwinkel einer anderen Figur nach und nach die Wahrheit um Sams Entführung ans Tageslicht. Die Serie basiert auf dem 2003 erschienenen Roman von Elliot Perlman und wurde von Glendyn Ivin, Ana Kokkinos und Matthew Saville verfilmt. Bei den australischen AACTA Awards 2017 war die Serie neun Mal nominiert und gewann fünf Preise, darunter für das beste Drehbuch und die beste Regie.

    21.03.2018, 17:00 Uhr – Glenn Riedmeier/fernsehserien.de

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