Starschnitte für die eigenen vier Wände, Storys über die angesagtesten Popbands und Aufklärung rund um das Thema Sexualität – die deutsche Jugendzeitschrift „Bravo“ prägte hierzulande über Jahrzehnte die Identität vieler Teenager. In einer dreiteiligen Dokuserie befasst sich die ARD ab Montag, dem 25. Mai in ihrer Mediathek mit der Entwicklung des 1958 gegründeten Magazins. „Bravo – Headlines, Hypes und Herzschmerz“, so der Titel des Formats, konzentriert sich dabei auf die Jahre zwischen 1991 und 2015, also von der Hochphase als wöchentliches Massenphänomen bis zum schmerzhaften Bedeutungsverlust durch den unaufhaltsamen Vormarsch des Internets und der sozialen Medien.
1991 werden rund 1,58 Millionen „Bravo“-Hefte pro Woche verkauft. Die Wirkmacht der Zeitschrift ist gewaltig. Einerseits dokumentiert sie Stars, andererseits kann sie aber auch selbst solche aktiv erschaffen, wie die ARD-Doku zeigt. In den 2000er-Jahren etabliert sich die Publikation als zentrale Instanz für Körper, Liebe und Sexualität. In der Kultrubrik „Dr. Sommer“ finden sich Tipps und Antworten zu allen möglichen Aufklärungsfragen. Gleichzeitig verschiebt das Magazin allerdings zunehmend die Grenze hin zum Voyeurismus. Kritik an Inszenierungen und Rollenbildern wird lauter.
Prominente Zeitzeugen wie Jasmin Wagner (Blümchen), Eloy de Jong, Angelo Kelly, Jeanette Biedermann, Oliver P., Senna Gammour, Eko Fresh und Liont erzählen von dieser Entwicklung, machen deutlich, wie die „Bravo“ ihre Karrieren geprägt, ihnen Chancen eröffnet, allerdings auch Freiheiten genommen hat. Als Leser äußern sich Ariana Baborie, Gazelle Vollhase und Aurel Mertz über die Bedeutung des Magazins in ihrer Jugend. Zu Wort kommen außerdem der frühere „Bravo“-Chefredakteur Alex Gernandt und Jutta Stiehle, die von ihrer Zeit bei „Dr. Sommer“ berichtet.
Ferner arbeitet „Bravo – Headlines, Hypes und Herzschmerz“ heraus, wie die Zeitschrift Casting-Shows, neue Pop-Phänomene und später Influencer früh aufgreift, parallel aber unaufhaltsam Einfluss einbüßt. Einst wöchentliches Leitmedium, mutiert die Zeitschrift irgendwann zu einer von vielen Marken im Netz. Mittlerweile erscheint sie nicht mehr wöchentlich, sondern nur noch einmal im Monat.
Neben der „Bravo“-Doku veröffentlicht die ARDim Mai auch einige andere Dokus mit musikalischer Ausrichtung: Ab dem 1. Mai ist in der Mediathek „Xatar – Ein Leben ist nicht genug“ über die 2025 verstorbene deutsche Rap-Ikone Xatar alias Giwar Hajabi zu sehen. Die lineare Ausstrahlung der ersten Episode erfolgt am 5. Mai um 0:05 Uhr im Ersten, während am 6. Mai ab 23:35 Uhr im NDR alle drei Folgen der Serie erscheinen.
Ab dem 8. Mai steht in der Mediathek der 90-minütige Dokumentarfilm „70 Jahre ESC – More than Music“ zur Verfügung, der am 11. Mai um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird. Ab dem 10. Mai lässt sich das Udo-Lindenberg-Porträt „UDO! Rebell. Rockstar. Ikone.“ streamen, das seine TV-Premiere am 18. Mai um 20:15 Uhr im Ersten feiert. Ein weiterer 90-Minüter erwartet uns ab dem 20. Mai in der Mediathek, wenn es heißt: „Die Toten Hosen – Das letzte Album“. Die lineare Veröffentlichung im Ersten ist für den 23. Mai um 23:25 Uhr, direkt nach dem DFB-Pokalfinale, geplant. Ende des Monats, genauer gesagt ab dem 28. Mai, steht im Streamingbereich der ARD dann noch der Release des Dokumentarfilms „Sportfreunde Stiller – Mit dem Herz in der Hand“ an. Dessen Ausstrahlung im klassischen TV erfolgt am 10. Juni um 22:00 Uhr im BR Fernsehen.
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Kann man machen. Ich bin auch grundsätzlich für Vielfalt in den Medienangeboten und das Beleuchten eines Themas aus unterschiedlichen Sichtweisen. Oder man schaut halt einfach in der ZDF-Mediathek die Doku "65 Jahre Bravo - Liebe, Stars und Dr. Sommer". Auch wenn die schon ein paar Jahre alt ist. Aber so viel Neues wird in letzter Zeit nicht dazugekommen sein, was man noch ergänzen könnte...