„American Crime Story“: Staffel drei doch über Lewinsky und Clinton

    Neue Folgen mit Sarah Paulson laufen kurz vor den Wahlen 2020

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 07.08.2019, 12:20 Uhr

    Beanie Feldstein (l.) und Sarah Paulson (r.) übernehmen die Hauptrollen in „Impeachment: American Crime Story“ – Bild: IMDB/FX
    Beanie Feldstein (l.) und Sarah Paulson (r.) übernehmen die Hauptrollen in „Impeachment: American Crime Story“

    Nun also doch: „American Crime Story“ widmet sich in der kommenden, dritten Staffel einem der größten Polit-Skandale der amerikanischen Geschichte: der Affäre zwischen Bill Clinton und Monica Lewinsky und dem anschließenden Streben der Republikanischen Partei nach einem Amtsenthebungsverfahren („Impeachment“). Dementsprechend trägt das dritte Jahr der FX-Serie den Titel: „Impeachment: American Crime Story“.

    Bereits 2017 hatte sich Produzent Ryan Murphy die Rechte an dem Sachbuch „A Vast Conspiracy: The Real Story of the Sex Scandal That Nearly Brought Down a President“ von Jeffrey Toobin gesichert. Eine Adaption für Staffel vier von „American Crime Story“ war damals im Gespräch.

    Im vergangenen Jahr hatte Murphy dann zunächst einen Rückzieher gemacht und dies damit begründet, dass seiner Meinung nach Lewinsky selbst kreativ und finanziell an einer Aufarbeitung der Affäre beteiligt sein sollte (fernsehserien.de berichtete). Dies ist nun der Fall: Lewinsky erhält für die Staffel einen Titel als Producer.

    Die Besetzung für die zwei wichtigsten Rollen steht bereits: Beanie Feldstein verkörpert Lewinsky, während Murphys Allzweck-Waffe Sarah Paulson den Part von Lewinskys vermeintlicher Freundin Linda Tripp übernimmt. Tripp zeichnete damals heimlich Telefongespräche zwischen sich und Monica Lewinsky auf, in denen Lewinsky Details zu ihrer Affäre preisgab. Schließlich ist noch Annaleigh Ashford („Masters of Sex“) als Paula Jones dabei, die in den 1990er Jahren Bill Clinton wegen sexueller Belästigung verklagte.

    Pikanterweise wird die Ausstrahlung der dritten Staffel von „American Crime Story“ auf den Herbst 2020 fallen und damit kurz vor den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr (die für den 3. November 2020 angesetzt sind). FX-Senderchef John Landgraf verteidigte auf der TCA Press Tour den Termin kurz und knapp: „Ich glaube nicht, dass [die Serie] bestimmen wird, wer der nächste Präsident der Vereinigten Staaten werden wird.“ Außerdem sei er von Lewinsky „sehr beeindruckt“. Dennoch stellt sich natürlich die Frage, ob der Fernseh-Fan Donald Trump die prominente Erinnerung an den Clinton-Sexskandal bei einer seiner Tiraden als Wahlkampfmunition ins Felde führen wird.

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