„Altes Land“: Neuer ZDF-Zweiteiler mit Iris Berben, Maria Ehrich und Nina Kunzendorf

    Nach dem Bestseller-Roman von Dörte Hansen

    Glenn Riedmeier – 06.10.2020, 16:21 Uhr

    Vera Eckhoff (Iris Berben, l.) und Marlene von Kamcke (Nina Kunzendorf, r.)

    Das ZDF hat die Ausstrahlung eines neuen Zweiteilers angekündigt. „Altes Land“ ist die TV-Adaption des gleichnamigen Bestseller-Romans von Dörte Hansen. Die beiden 90-Minüter werden an zwei aufeinanderfolgenden Abenden gezeigt: am Sonntag, den 15. und Montag, den 16. November jeweils um 20:15 Uhr. Mit Iris Berben, Maria Ehrich und Nina Kunzendorf sind die Hauptrollen prominent besetzt.

    „Altes Land“ erzählt auf unkonventionelle Weise die Geschichte von drei Frauen und drei Generationen. Ein Hof ist Schauplatz der Erzählung über Mütter und Großmütter, über wurzellose Menschen und über Reiz und Widersinn der Sehnsucht nach dem Landleben. Vera Eckhoff (Iris Berben) ist eigenwillig und pflegt nur noch zu ihrem direkten Nachbarn Hinni (Peter Kurth) so etwas wie einen zeitweiligen Umgang. Als Kriegsflüchtling strandete sie einst mit ihrer Mutter aus Ostpreußen am Hof im Alten Land, den sie nie wieder verlassen hat. Sie lebt nach dem Motto „My home is my castle“ und verteidigt nicht nur Hof und Land, sondern auch ihre Eigenheiten und ihren Widerwillen bezüglich jedweder Veränderungen.

    Als die Städterin Anne (Svenja Liesau), Tochter ihrer Halbschwester Marlene (Nina Kunzendorf), mit ihrem vierjährigen Sohn Leon (Marian Dilger) aufkreuzt, ist Vera mehr als skeptisch. Doch sie erkennt Annes Nöte, nirgendwo dazuzugehören und nicht angekommen zu sein. Sie hat kein Zuhause gefunden – keinen Ort, an dem sie Wurzeln schlagen konnte. Die beiden Frauen verbindet viel mehr, als sie zu diesem Zeitpunkt ahnen. In dieser Konstellation werden alte Wunden und das Familientrauma, alles verloren zu haben, heilen können.

    Wie die Romanvorlage spielt der Zweiteiler auf mehreren Zeitebenen, die ineinander verflochten sind. Mit einer weiblichen Perspektive wird das Bild einer Epoche entworfen, in der auf Flucht und Vertreibung erst Ausgrenzung und Verdrängung folgen und schließlich der Phantomschmerz verlorener Zugehörigkeit. „Episch und in gleichem Maße heutig“ soll die Erzählung Vergangenheit lebendig machen und „der Historie treibende Bedeutung für die Gegenwart geben“.

    Während Iris Berben die Hauptfigur Vera in der Gegenwart spielt, ist Maria Ehrich als junge Vera zu sehen. Weitere Rollen übernahmen Milan Peschel, Kilian Land, Marius Ahrendt, Karoline Eichhorn und Matthias Matschke. Regisseurin Sherry Hormann inszenierte den Zweiteiler nach einem Drehbuch, das sie selbst verfasste. Als Produzent zeichnete Benjamin Benedict von UFA Fiction verantwortlich.

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