30 Jahre 3sat: Kulturkanal feiert mit vier Thementagen

    Je 24 Stunden Bühnenprogramme, Dokus und Wissenschaft

    Marcus Kirzynowski
    Marcus Kirzynowski – 20.11.2014, 14:33 Uhr

    30 Jahre 3sat: Kulturkanal feiert mit vier Thementagen – Je 24 Stunden Bühnenprogramme, Dokus und Wissenschaft – Bild: 3sat

    Am 1. Dezember kann der europäische Kultukanal 3sat seinen 30. Geburtstag feiern. 1984 ging er als gemeinsames Satellitenprogramm von ZDF, ORF und SRG auf Sendung, 1993 schloss sich die ARD an und gab dafür den eigenen Satellitensender 1 Plus auf. Das runde Jubiläum begeht man in diesem Jahr mit gleich vier Thementagen, die die tragenden Säulen des Programms jeweils 24 Stunden lang abbilden sollen: Bühnenprogramme, Dokus aus aller Welt, Wisssenschaftsformate sowie Dokumentationen allgemein.

    Los geht es am Samstag, den 29. November, ab 6:05 Uhr mit dem Thementag Bühnenwelten. Den ganzen Tag über stehen Theater- und Opernaufführungen auf dem Programm. Höhepunkte sind die Erstausstrahlungen der Aufführungen von William Shakespeares „Die Tragödie von Romeo und Julia“ aus dem Thalia Theater Hamburg (20:15 Uhr) sowie von Elfriede Jelineks „Das schweigende Mädchen“ aus den Münchner Kammerspielen (23:10 Uhr), beide aus diesem Jahr.

    Einen Tag später, am 30. November, heißt es „In 24 Stunden um die Welt“: Den ganzen Tag über nehmen Reisereportagen des SWR die 3sat-Zuschauer mit, von Oman um 6:00 Uhr bis ins ehemalige spanische Weltreich um 5:15 Uhr am nächsten Morgen.

    Am Geburtstag selbst, dem 1. Dezember, möchte 3sat seinen Zuschauern dann einmal mehr „Die Welt der Wissenschaft“ nahebringen. Unter anderem fragt Sendergesicht Gert Scobel um 21:00 Uhr in seiner Sendereihe „scobel“, ob es eine „Krise in den Wissenschaften?“ gibt. Aber auch fiktionale Spielfilme, in denen Wissenschaftler oder deren Erfindungen eine tragende Rolle spielen, stehen an diesem Thementag auf dem Programm, so um 22:25 Uhr in Gus Van Sants „Good Will Hunting“ mit Robin Williams und Matt Damon.

    Zum Abschluss der Jubiläumswoche werden dann am 2. Dezember noch einmal detaillierte Einblicke in alle möglichen „Lebenswelten“ gewährt – in Form von Dokumentarfilmen. Neben Fernsehproduktionen sind hier auch Kinofilme wie Sung-Hyung Chos „Endstation der Sehnsüchte“ über deutsche Rentner, die mit ihren asiatischen Frauen nach Korea ausgewandert sind (18:40 Uhr), zu sehen. Am Abend werden die Kinodokumentationen „We Feed the World“ von Erwin Wagenhofer über die Abgründe der globalen Lebensmittelindustrie (20:15 Uhr), „Der Banker – Master of the Universe“ von Marc Bauder über einen Protagonisten der Finanzkrise (21:50 Uhr) sowie „Whore’s Glory“ des kürzlich verstorbenen Michael Glawogger über Prostitution in drei verschiedenen Ländern (23:20 Uhr) gezeigt.

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