[UPDATE] „1972 – Münchens schwarzer September“: Termin für neue Doku über Olympia-Attentat

    90-Minüter auf Sky mit Spielfilmszenen und neuen Zeitzeugen-Interviews

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 27.07.2022, 11:00 Uhr (erstmals veröffentlicht am 19.05.2022)

    Ankie Spitzers Ehemann, der Fechter Andrej Spitzer, war eines der Todesopfer beim Münchner Olympia-Attentat von 1972 – Bild: Bilderfest/Sky Deutschland
    Ankie Spitzers Ehemann, der Fechter Andrej Spitzer, war eines der Todesopfer beim Münchner Olympia-Attentat von 1972

    UPDATE: Inzwischen steht der genaue Premierentermin für „1972 – Münchens schwarzer September“ fest. Das neue Doku-Drama um das Attentat bei den Olympischen Spielen von München ist ab dem 2. September bei Sky Go und WOW abrufbar. Am 4. September um 22:10 Uhr erfolgt dann die lineare Ausstrahlung bei Sky Documentaries.

    ZUVOR: Im September jähren sich die Olympischen Spiele in München zum 50. Mal – und damit auch das Attentat, das elf israelische Sportler und einen deutschen Polizisten das Leben kostete. Sky veröffentlicht aus diesem Anlass in diesem September die neue 90-minütige Doku „1972 – Münchens schwarzer September“, die aus Archivmaterial, zahlreichen Zeitzeugen-Interviews sowie Spielfilmszenen bestehen wird.

    Laut Sky beinhaltet die Dokumentation auch das erste Interview überhaupt mit Guido Schlosser, der damals als junger Polizist für den Einsatz gegen die Terroristen auf dem Flugplatz Fürstenfeldbruck ausgewählt worden war. Insgesamt erzählt die Dokumentation die Geschehnisse aus drei Perspektiven: die der Opfer, der Polizisten und der Attentäter. Die interviewten Zeitzeugen stammen aus Deutschland, Libanon, Jordanien, Israel und dem Westjordanland.

    In den frühen Morgenstunden des 5. September 1972 nehmen acht palästinensische Terroristen der Organisation „Schwarzer September“ elf israelische Sportler und Trainer als Geiseln. Stundenlang verschanzen sie sich mit ihnen im Olympischen Dorf, eine Befreiung scheint unmöglich. Schließlich werden die Attentäter mit ihren Geiseln per Hubschrauber zu einem Flugplatz im nahegelegenen Fürstenfeldbruck geflogen. Dort kommt es zur Katastrophe. Bei einem Befreiungsversuch sterben sämtliche Geiseln, ein deutscher Polizist und fünf Palästinenser.

    Als Folge daraus wurden die Antiterror-Spezialeinheit GSG 9 sowie die Spezialeinsatzkommandos SEK gegründet. Das Olympia-Attentat in München vor 50 Jahren wurde von Millionen von Fernsehzuschauern aus der ganzen Welt mit Livebildern der Geiselnahme aus dem Olympischen Dorf mitverfolgt.

    Hinter der Produktion steht ein internationales Autoren- und Rechercheteam, das gemeinsam mit Executive Producerin Kathrina Edinger bereits seit fast zwei Jahren an dem Film arbeitet. Produziert wird die 90-minütige Dokumentation von der Münchner Produktionsgesellschaft Bilderfest GmbH in Zusammenarbeit mit Sky Studios.

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