Gustav Klimts weltberühmter „Kuss“, barocke Schlossarchitektur und Kunstschätze vom Mittelalter bis zur Gegenwart: Das „Belvedere“ in Wien zählt zu Europas bedeutendsten Museen. Zu Gast im „Museums-Check“ ist Verena Altenberger. Gemeinsam mit Markus Brock erkundet sie das Museum mit seinen barocken Palästen und Gärten. Anfang des 18. Jahrhunderts ließ Prinz Eugen von Savoyen das „Belvedere“ als Sommerresidenz errichten. Nach seinem Tod wurde 1777 im Oberen Belvedere die kaiserliche Gemäldegalerie eröffnet – als eins der ersten öffentlich zugänglichen Museen der Welt. Heute führt die herausragende Sammlung durch rund 800 Jahre Kunstgeschichte.
Im Oberen Belvedere ist die Dauerausstellung zu sehen. Zu den Highlights zählen die Bestände der Wiener Moderne mit Werken von Egon Schiele, Oskar Kokoschka und Gustav Klimt. Zugleich schlägt das Museum den Bogen in die Gegenwart – mit Arbeiten bedeutender Künstlerinnen und Künstler wie Valie Export und Maria Lassnig. Im Unteren Belvedere sind die Prunkräume von Prinz Eugen erhalten. Der einstige Prunkstall beherbergt Gemälde und Skulpturen vom Mittelalter bis zur Renaissance. Außerdem ist dort bis zum 10. Januar 2027 die Schau „Erna Rosenstein.
Jenseits der Stille“ zu sehen, eine umfassende Retrospektive der polnisch-jüdischen Künstlerin. Geprägt von Krieg, Verfolgung und dem Verlust ihrer Eltern entwickelte Rosenstein eine unverwechselbare Bildsprache zwischen Surrealismus und poetischer Fantasie. Die Österreicherin Verena Altenberger gehört zu den profiliertesten Schauspielerinnen ihrer Generation. Einem breiten Publikum wurde sie als Ermittlerin im „Polizeiruf 110“ bekannt. Bei den Salzburger Festspielen stand sie 2021 und 2022 als Buhlschaft im Stück „Jedermann“ auf der Bühne. Wien und seine Kunst- und Kulturszene sind seit vielen Jahren ihr Lebensmittelpunkt. (Text: 3sat)