Staffel 2, Folge 4

  • 9. Der Papst und seine Unfehlbarkeit

    Staffel 2, Folge 4
    Ein schwieriger Begriff, der immer wieder für Verwirrung sorgt: die „Unfehlbarkeit“ des Papstes oder seine „Infallibilität“ (so der lateinische Fachbegriff). Die vorläufig letzte Folge der zweiten Staffel von „Macht und Herrlichkeit – der Popecast“ befasst sich mit dem jüngsten Kapitel der römischen Kirchengeschichte. Während der Papst im 19. Jahrhundert seine weltlichen Einflussmöglichkeiten dahinschwinden sieht, beginnt er seine innerkirchliche Machtposition abzusichern. Im Jahr 1870 kann er sich seine viel diskutierte „Unfehlbarkeit“ als verbindliche
    Glaubenswahrheit sichern (kombiniert mit dem noch wichtigeren „Iurisdiktionsprimat“) – verliert aber nur wenige Monate später endgültig seinen eigenen Staat. Pius IX. zieht sich als „Gefangener“ in den Vatikan zurück. Doch parallel dazu beginnt der Aufstieg des Papstes zum globalen Medienphänomen. Ihren Höhepunkt erreicht diese Entwicklung mit Johannes Paul II., der durch seine Pastoralreisen zum Stammgast in den Abendnachrichten des Fernsehens wird. In der damaligen Medienlandschaft war der Papst damit tatsächlich „allgegenwärtig“ – und er ist es bis heute. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Mi. 06.05.2026 ORF III

Sendetermine

Mi. 06.05.2026
08:10–08:35
08:10–

evtl. ältere Sendetermine sind noch nicht erfasst

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