Lesch sieht Schwartz Folge 17: Solidarisch sein – was bringt’s?
Folge 17
Solidarisch sein – was bringt’s?
Folge 17 (15 Min.)
In Frankfurt, wo arm und reich dicht beieinanderliegen, diskutieren die Freunde Harald Lesch (l.) und Thomas Schwartz (r.) darüber, wie es um die Solidarität in unserer Gesellschaft bestellt ist.
Bild: ZDF und Thomas Bresinsky
Solidarität gilt als Kitt der Gesellschaft, sichtbar in Spenden, im Ehrenamt und in alltäglicher Hilfe. Aber der Eindruck wächst, dass der Zusammenhalt brüchiger wird. Stimmt das? Naturwissenschaftler Harald Lesch und Theologe Thomas Schwartz diskutieren über Solidarität in Gesellschaft, Politik und Alltag. Aus historischer, wissenschaftlicher und religiöser Sicht beleuchten sie, was Solidarität ausmacht und warum sie unverzichtbar ist. Wenn Menschen sich nicht gehört, fair behandelt oder miteinander verbunden fühlen, leidet der Zusammenhalt. In Frankfurt, wo wirtschaftliche Stärke und soziale Ungleichheit besonders sichtbar aufeinandertreffen, gehen Lesch und Schwartz deshalb der
Frage nach, wie sich Solidarität stärken lässt und welche Rolle Gesellschaft und Politik dabei spielen.
Bei ihrem Gespräch in der Zentrale der IG Metall wird deutlich: Solidarität ist mehr als ein spontanes Gefühl. Harald Lesch erklärt, dass Solidarität gelernt, gelebt und organisiert werden muss. Thomas Schwartz beschreibt die katholische Soziallehre als Idee, wie eine Gesellschaft gerecht und solidarisch funktionieren kann. Deutlich wird, dass Solidarität weit über gute Absichten hinausgeht. Sie ist Haltung, Praxis und eine Voraussetzung dafür, dass eine Gemeinschaft auch in schwierigen Zeiten zusammenhält. Und jeder einzelne kann dazu beitragen. (Text: ZDF)