Leben ist mehr! Folge 55: Hoffnung hat viele Stimmen
Folge 55
Hoffnung hat viele Stimmen
Folge 55 (15 Min.)
Yana und Falko haben gemeinsam den ukrainischen Chor Gloria UA gegründet, welcher ukrainischen Frauen ein Gefühl von Zugehörigkeit in der Ferne bieten soll. Gemeinsam treten sie deutschlandweit auf.
Bild: René Klaus / ZDF und René Klaus
Zum Buß- und Bettag wird der ukrainische Chor „Gloria UA“ aus Bremen porträtiert. Die Sängerinnen sind geprägt von Flucht und Krieg, geblieben sind ihnen ihre hoffnungsvollen Stimmen. Der Chor wurde von dem Ehepaar Yana und Falko Wermuth 2023 gegründet. Yana und Falko sind selbst vor dem Krieg geflohen. Gemeinsam leiten sie den Chor. Außerdem haben sie ein Netzwerk geschaffen, das Transporte mit Hilfsgütern in die Ukraine organisiert. Der Buß- und Bettag ist ein Tag der Umkehr und der Frage nach gesellschaftlicher Schuld und Verantwortung – historisch hat er immer wieder auf Notlagen und Gefahren reagiert.
Yana und Falko Wermuth möchten gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und tun dies, wie sie es am besten können: durch die Musik. Der Chor ist ein guter Ort für ganz unterschiedliche Frauen aus allen Regionen der Ukraine, mit ganz verschiedenen Lebenslagen und Lebensgeschichten. Und das Singen eint: „Jede hat eine eigene und meistens traurige Geschichte, weil alles mit Verlust verbunden ist. Aber sie kommen trotzdem zum Chor,
weil das ein fester Ort ist, wo sie sich in Sicherheit fühlen.“ Im gemeinsamen Gesang mit dem Frauenchor schaffen Yana und Falko aus Einzelnen eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig stärkt.
Dem Netzwerk, das sich gemeinsam mit der Stiftung „Solidarität Ukraine“ engagiert, hat sich auch Pastor Andreas Hamburg aus der Markus-Gemeinde in Bremen angeschlossen: „Die Transporte sind für mich ein Hilfsmittel, um den Menschen in der Ukraine nahe zu sein und ihnen so die Liebe Gottes weiterzugeben.“ „Leben ist mehr!“ begleitet das Ehepaar Yana und Falko Wermuth bei ihrem Einsatz als Chorleiter und in ihrem Engagement für kriegsbetroffene Ukrainer und Ukrainerinnen.
Zwischen Auftritten bei der Bremer Initiative „Singende Balkone“ und der Stiftung Solidarität Ukraine, der Organisation von Hilfsgütern und Gesprächen mit anderen Helfenden stellen sich die Fragen: Woher nehmen die beiden Geflüchteten die Kraft, sich für andere Menschen in Not einzusetzen? Und was kann ihnen die Musik geben, was ihnen sonst niemand bieten kann? (Text: ZDF)