bisher 26 Folgen, Folge 14–26
14. Die Grenzgänger vom Ulmenhof
Folge 14 (30 Min.)Mitten in der Vulkaneifel – im kleinen Dorf Samersbach bei Daun – liegt der Ulmenhof. Ein Bio-Betrieb mit 30 Milchkühen, 90 Ziegen, einer eigenen Käseproduktion und einem Hofladen. Vor mehr als 30 Jahren haben Ute und Stefan Frangen den Bauernhof übernommen, um hier ihren Traum vom bäuerlichen Leben als Bio-Landwirte zu verwirklichen. Mittlerweile sind auch Tochter Anna-Maria Kneißl und ihr Mann Michael mit im Boot und auch die beiden Enkel helfen schon kräftig mit. Jetzt aber muss der Ulmenhof nicht nur eine Familie ernähren, sondern zwei. Damit das klappt, muss sich einiges ändern. Die beiden Familien haben sich viel vorgenommen, um den Betrieb fit für die Zukunft zu machen.Neben dem Ausbau der Hühnerhaltung für die Produktion von Bio-Eiern soll im alten Kuhstall auch noch ein ganz neuer, riesiger Hofladen entstehen. Eine Herkulesaufgabe, denn den Umbau wollen die beiden Familien ganz allein stemmen – und das neben der ganz normalen Alltagsarbeit auf dem Feld und mit den Tieren. Da bleibt kaum Luft zum Atmen. Ein Glück immerhin, dass Stefan und Michael zumindest nicht mehr den Stall ausmisten müssen – das macht jetzt Fritz, der neue Abschieberoboter. Neben dem ganzen Stress, den der Alltag und der Hofumbau mit sich bringen, hat jeder hier auch noch ganz eigene Visionen und Ideen. Stefan zum Beispiel möchte nochmal zurück zu den bäuerlichen Wurzeln, „den Boden fühlen“ und auf einem kleinen Acker mit alten Kartoffelsorten experimentieren. Anna-Maria dagegen steckt ihre ganze Energie in den Traum vom neuen Hofladen. Dass hier zwei Generationen gemeinsam die Herausforderungen in diesem besonderen Jahr meistern müssen, macht es nicht immer einfacher. Da müssen die „Älteren“ sich auch mal zurücknehmen, um den „Jungen“ Raum zu geben. Doch wenn’s drauf ankommt, dann ziehen sie an einem Strang. Denn die Bauern vom Ulmenhof wissen genau: Nur gemeinsam können sie erreichen, was sie sich vorgenommen haben. (Text: SWR) Deutsche Streaming-Premiere So. 24.03.2019 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Do. 28.03.2019 SWR Fernsehen (RP) 15. Der Prinz auf dem Traktor
Folge 15 (30 Min.)Felix Prinz zu Salm-Salm auf dem Traktor.Bild: SWR„Ich will auf keinen Fall Winzer werden“ – da war sich Prinz Felix sicher. Dann fängt er doch an Weinbau zu studieren und übernimmt schließlich das elterliche Familienweingut in Wallhausen im Landkreis Bad Kreuznach in der 32. Generation. Jetzt will er es sogar wieder an die Spitze der deutschen Weinbaubetriebe führen. Der Weg dahin wird eine Gratwanderung zwischen einer mehr als 800 Jahre alten adligen Familientradition und einem wirtschaftlichen Überleben. Tatsächlich kommt er dem Ziel einen ganzen Schritt näher: Seine Frau Prinzessin Victoria steigt in den Betrieb ein.Sie hilft mit, wo sie kann und das, obwohl sie hochschwanger ist und von Weinbau zunächst kaum etwas versteht. Im Herbst fahren die beiden dann eine Rekordernte ein und müssen feststellen, dass dieses Jahr für sie wie ein Neustart war. Fast nebenbei gründen sie eine Familie, eröffnen eine neue Vinothek und bekommen auch noch einen Hund. Kraft für das stramme Programm schöpfen die beiden vor allem aus ihrem starken Glauben: Sie beten, wenn ein Unwetter die Trauben zu vernichten droht und halten Andacht, selbst im größten Trubel der Lese. (Text: SWR) Deutsche Streaming-Premiere So. 24.03.2019 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Fr. 29.03.2019 SWR Fernsehen (RP) 16. Mit Schwein in ein neues Leben
Folge 16 (45 Min.)Auf dem Hof von Familie Bornheimer-Schwalbach im rheinhessischen Gau-Bickelheim leben rund 70 Bunte Bentheimer-Schweine.Bild: SWREs quiekt und grunzt, es schmatzt und quietscht auf dem Hof von Familie Bornheimer-Schwalbach im rheinhessischen Gau-Bickelheim. Inmitten von Weinbergen leben rund 70 Bunte Bentheimer, eine robuste, quicklebendige Schweinerasse, deren Fleisch besonders delikat ist. Die Bentheimer gehören zur Schweinothek, wie Bernd und Maren Bornheimer-Schwalbach ihren Hof genannt haben und haben das Leben der ganzen Familie auf den Kopf gestellt. Denn Schweinebauern waren Maren und Bernd nicht immer. Beide hatten einen Job im Büro. Doch dann starb ihre nur einen Monat alte Tochter Anni, was ihr Leben in den Grundfesten erschütterte.Sie hinterfragten alles, ließen ihr altes Leben hinter sich und machten ihren Traum vom eigenen Bauernhof wahr – mit vielen Schweinen und einem Hofladen, in dem sie das Fleisch ihrer Tiere und den eigenen Wein verkaufen. Beim Weinbau immerhin mussten sie nicht ganz von vorne anfangen. Bernds Eltern hatten ein Weingut und er konnte deren Betrieb mit den Rebflächen übernehmen. Der Start in das neue Leben hat der Familie – den Eltern Maren und Bernd und ihren drei Kindern Nele, Lina und Jano – Glück gebracht. Auch wenn es für alle jede Menge Arbeit bedeutet und sie jedes Jahr vor neuen Herausforderungen stehen. Wird der neue Eber, der kleine Kermit, es schaffen, für gesunden schweinischen Nachwuchs zu sorgen? Werden sie mit ihrem neusten Projekt, einem Stand auf einem großen Weinfest, Erfolg haben? Mit welchen Wetterkapriolen müssen sie fertig werden? Das Leben auf dem Biohof ist nicht einfach. Aber die Bornheimer-Schwalbachs haben gelernt, trotz aller Schicksalsschläge Mut und Optimismus nicht zu verlieren. (Text: SWR) Deutsche TV-Premiere Do. 18.07.2019 SWR Fernsehen (RP) 17. Kleinvieh macht auch Mist – Familie Doll kämpft um ihren Bergbauernhof
Folge 17 (45 Min.)Es ist noch dunkel draußen, als Stefan Doll das Holz im Ofen entzündet. Außer dem Knistern des Feuers ist nur das Zwitschern der Vögel zu hören. Auf einem kleinen Bergbauernhof auf 550 Meter Höhe bei Sasbachwalden im Nordschwarzwald ist er aufgewachsen. Vor 14 Jahren hat er den Hof seines Vaters übernommen. Keine leichte Entscheidung: Als kleiner Bergbauer zu überleben – das ist jedes Jahr eine neue Herausforderung. Viele Kollegen haben längst das Handtuch geworfen. Ein paar Kühe, ein paar Lämmer und eine Sommerstraußwirtschaft. Damit machen die Dolls ihr Geld. Sie verkaufen ihre Produkte wie Forellen aus eigener Zucht oder den selbst gebrannten Schnaps.Ohne die Hilfe von Familie und Freunden würden sie es kaum schaffen. Zusammenhalt ist bei den Dolls wichtig, auch um finanziell zu überleben. Der heiße Sommer 2018 bringt allerdings unvorhergesehene Probleme mit sich: Das Gras ist zu trocken, hat zu wenig Nährwerte für die Tiere. Im Winter müssen sie zukaufen und das belastet die Familie. Trotzdem: Stefan Doll würde mit niemandem tauschen wollen, auch wenn die Familie finanziell keine großen Sprünge machen kann. Denn der Hof ist seine Heimat – und Stefan Doll liebt es, Bergbauer zu sein. (Text: SWR) Deutsche TV-Premiere Mi. 24.07.2019 SWR Fernsehen 18. Die Bio-Pioniere vom Bodensee
Folge 18 (45 Min.)Markus Knösel auf dem Hofgut Rengoldshausen.Bild: SWRBei Überlingen liegt einer der ältesten und größten Demeter-Bauernhöfe Deutschlands: Das Hofgut Rengoldshausen. Seit 1932 wird dort biologisch-dynamisch gewirtschaftet. Etwa 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den verschiedenen Betriebszweigen beschäftigt. Sie „beackern“ 200 Hektar Land – stolze 7000 Quadratmeter sind mit Gewächshäusern überdacht. Mechthild und Markus Knösel leben mit ihren drei Kindern auf dem Hof und kümmern sich um Viehzucht und Ackerbau: Mechthild versorgt 50 Kühe , „Schweizer Originalbraunvieh“, eine sogenannte Zweinutzungsrasse. Die Tiere eignen sich nämlich für die Milcherzeugung und für die Mast.Johannes Günther und Simon Rothenberger leiten einen anderen Bereich: die Gemüsegärtnerei. In den Gewächshäusern und im Freiland ernten sie Tomaten, Gurken, Salate, Paprika und die „Königin der Finsternis“ – Chicoree. Wie auf jedem Demeter-Hof werden auch am Bodensee „Präparate“ aus Hornmist- und Hornkiesel hergestellt und dann auf den Feldern ausgebracht. Nach Rudolf Steiners Lehre wirken sie als eine Art Heilmittel für die Erde. Außerdem sollen sie Wachstum und Qualität der Pflanzen verbessern. Der Film hat die Menschen auf dem Hofgut Rengoldshausen ein Jahr lang begleitet. (Text: SWR) Deutsche TV-Premiere Mo. 25.11.2019 SWR Fernsehen 19. Mit den Jungen in die Zukunft
Folge 19 (45 Min.)Reben aus den Weinbergen der Winzerfamilie Wagner aus dem rheinhessischen Essenheim.Bild: SWREs ist nie einfach, das Feld zu räumen. Gerade wenn man mehr als 30 Jahre einen landwirtschaftlichen Betrieb geprägt hat. Schwarzwald-Bauer Hans Hartwig und seine Frau Anke Lützow wagen es dennoch. Sie holen sich zwei junge Paare als Partner und arbeiten diese langsam in ihre Hofgemeinschaft ein. Da sind zum einen Sohn Adrian und seine Freundin Sara, die auf dem Mathislehof bei Hinterzarten in 1.000 Metern Höhe Vorderwälder Kälbchen aufziehen oder eine Backstube bauen. Zum anderen 50 Kilometer entfernt Hannah und Albert und ihre zwei Kinder auf dem Untermühlbachhof bei St. Georgen. Sie kümmern sich um die Milchkuhherde, das Gemüsefeld oder die Käseproduktion – Hand in Hand mit den Alten. Der Anspruch dieser Gemeinschaft ist es, nah an der Natur zu leben, den Tieren des Hofes artgerecht zu begegnen und auch das Miteinander der Menschen gleichberechtigt zu gestalten.Es verspricht ein spannendes Abenteuer zu werden: Jung und Alt sowie zwei biodynamische Demeterhöfe mitten im Schwarzwald, die trotz großer Distanz zusammenwachsen sollen. Die jungen Leute haben wenig Erfahrung, aber viele Träume und Pläne. Sohn Adrian und Vater Hans Hartwig arbeiten gern zusammen, brauchen aber auch Abstand. Mutter Anke ist Ausbilderin, will aber die Jungen auch machen und an ihren Aufgaben wachsen lassen. Es gibt Konflikte, kranke Kühe, Kindersegen und viele Herausforderungen. „Land – Liebe – Luft“ begleitet die urige Hofgemeinschaft ein Jahr lang bei ihrem Neuanfang. (Text: SWR) Deutsche TV-Premiere Mo. 02.12.2019 SWR Fernsehen 20. Die Wein-Rebellin
Folge 20 (30 Min.)Manchmal kommt ihr das alles vor wie ein Traum. Juliane Eller aus Alsheim ist so etwas wie der Shooting Star unter den deutschen Winzerinnen. Mit gerade mal 23 Jahren hat sie das elterliche Weingut übernommen und trotz finanziellem Risiko den Betrieb radikal umgestellt. Das war vor sechs Jahren. Seitdem weht auf dem Weingut ein neuer Wind – Qualität statt Masse. Die Winzertochter setzt auf biologische Richtlinien und Handlese. Sie hat mit Juwel-Weinen eine eigene Weinlinie kreiert. Aber ohne die Familie geht gar nichts. Juliane ist froh, dass ihre Eltern Thomas und Ingrid noch immer kräftig mitmischen.Und Oma Katharina sorgt für das leibliche Wohl auf dem Weingut. Für ihre Weinvermarktung nutzte Juliane Eller von Anfang an die sozialen Medien, immerhin gehört sie zur Generation Instagram. Sie will auch jüngere Leute für deutschen Qualitätswein begeistern. Warum dafür nicht mit echten Promis zusammenarbeiten? Der Jungwinzerin aus Rheinhessen gelang es, den Moderator Joko Winterscheidt ins Boot zu holen und der überzeugte seinen Freund, den Schauspieler Matthias Schweighöfer, mitzumachen. Heute vermarkten die drei erfolgreich ihren gemeinsamen „3Freunde-Wein“. Doch der Erfolg hat seinen Preis. Neben der Arbeit im Weinberg ist Juliane Eller jetzt dauernd unterwegs, zu viel manchmal. Trotz der Unterstützung durch ihre Familie bleibt wenig Zeit für Privatleben. Deshalb suchen Juliane und Vater Thomas schon seit längerem nach kompetenter Verstärkung. Ein Mitarbeiter für den Außenbereich, der passt und ihre Philosophie teilt. Spätestens zum Sommer muss das endlich funktionieren. Doch das ist leichter gesagt, als getan. (Text: SWR) Deutsche TV-Premiere Mo. 11.05.2020 SWR Fernsehen (RP) 21. Fünf Kinder und 150 Kühe
Folge 21 (30 Min.)Peter Doppstadt.Bild: SWRKühe, Kinder, Chaos – auf dem Albertshof in Rennerod ist immer was los. Vor 35 Jahren kam Peter Doppstadt vom Niederrhein in den Westerwald, um dort etwas Eigenes aufzubauen. Einen Milchviehbetrieb, wie sein Vater – aber Bio und ganz anders. Ein Hof, offen für Menschen mit Visionen und Lust auf gemeinsames Leben und Arbeiten. Menschen wie Kiki. Die Sozialpädagogin kam vor 18 Jahren auf den Albertshof und blieb. Zehn Jahre später wurden die beiden ein Paar. Heute managen sie einen Betrieb mit 150 Milchkühen, zahlreichen Rindern und Kälbern, 140 Hektar Grünland und ganz nebenbei auch noch ihre fünf Kinder.Peter ist zuständig für alles was mit Kühen, Hühnern und Geräten zu tun hat. Kiki verwaltet den Hofladen mit seinen 3.000 Produkten, führt regelmäßig Schulklassen über den Hof und organisiert mit Handy und Terminkalendern auch noch das turbulente Familienleben. „Arbeiten und Leben, das trennen wir nicht. Das ist für uns eins“, sagen Kiki und Peter. Und es gehören viel Energie und ein dickes Fell dazu, all die kleinen und großen Herausforderungen jeden Tag aufs Neue zu bewältigen. Oft bleiben Kiki und Peter nur ein paar Minuten gemeinsames Traktorfahren, um alles Wesentliche zu besprechen und die Aufgaben zu verteilen. 14-Stunden-Tage sind eher die Regel als die Ausnahme. Und egal wie gut die beiden sich, ihre Kinder und die Helfenden auf dem Hof organisieren, es kommt immer alles anders, als geplant. Ein krankes Kind oder ein verletztes Tier können schnell alle Pläne über den Haufen werfen. Und vor allem das Wetter macht den Biobauern Sorgen. Das Futter für die Tiere ist knapp und schon wieder droht der Sommer heiß und trocken zu werden. Was wird das für die Grasernte bedeuten? Wird sie genug Futter bringen, um die Silos zu füllen? Und wird das Wetter mitspielen, wenn der Zeitpunkt zum Mähen gekommen ist? Bei aller Belastung bleiben Kiki und Peter aber immer gelassen. Und wenn es richtig stressig wird, dann rückt die ganze Familie noch ein bisschen enger zusammen und jeder arbeitet noch ein wenig härter als sonst. Denn alle wissen, irgendwann wird es auch wieder anders. (Text: SWR) Deutsche TV-Premiere Di. 12.05.2020 SWR Fernsehen (RP) 22. Letzte Ausfahrt Bauernhof
Folge 22 (30 Min.)Irmgard Feuerbach will zusammen mit ihrem Mann Sven den elterlichen Hof professionalisieren.Bild: SWRPferde, Schafe, Hühner, Hunde, vier Kinder, vier Erwachsene, dazu viele Feriengäste und Kund*innen vom Hofladen – es geht lebendig zu auf dem Rosenhof in Züsch im Hunsrück. Was als Hobby für den Eigenbedarf begann, soll für Irmgard Feuerbach ihre Zukunft werden. Gemeinsam mit ihrem Mann Svend will sie auf dem Hof ihrer Eltern nach und nach eine richtige Landwirtschaft aufbauen. Irmgard möchte vor allem hochwertiges Fleisch produzieren. Dafür sieht sie im Landkreis Trier-Saarburg einen guten Markt. Bisher schreibt der Hof allerdings nur Miese und Reitstunden geben, wie sie ihre Mutter Rainhild Wenzel auf dem Rosenhof anbietet, ist nicht ihr Ding. Damit ihre Pläne aufgehen muss sie vor allem Kosten senken, aber eben auch die Landwirtschaft mehr und mehr professionalisieren.In diesem Jahr will sie einen neuen Stall bauen, um mehr Masthühner unterzubringen. Auch möchte sie weitere Schafrassen aufziehen und eine eigene Wurstküche einrichten, damit sie ihr Fleisch zusätzlich vermarkten kann. Noch ein Projekt ist der Ausbau von Ferienwohnungen. Es sind viele Baustellen, die Irmgard Feuerbach das Jahr über beschäftigen. Dabei ist die Bäuerin in die Landwirtschaft reingewachsen, hat Ackerbau und Viehzucht nicht von Anfang an gelernt. Sukzessive arbeitet Irmgard Feuerbach daran, dass ihr einstiges Hobby die Familie bald richtig ernähren kann. Und sie feiert schon erste Erfolge: ihre Fleisch- und Wurstwaren erobern langsam einen treuen Kundenkreis. (Text: SWR) Deutsche TV-Premiere Mi. 13.05.2020 SWR Fernsehen (RP) 23. Die Hauptstadt-Bauern
Folge 23 (30 Min.)Ilonka und Stefan Happel sind Quereinsteiger: Sie ist gelernte Erzieherin, er gelernter Elektroingenieur. Gemeinsam betreiben die beiden einen großen Obsthof vor den Toren von Mainz: den „Appel-Happel“. Die Nähe zu einer großen Stadt im Ballungsraum Rhein-Main verlangt den Obsterzeugern eine Menge ab: Die Konkurrenz durch Supermärkte und andere Bauernhöfe ist riesengroß. Deshalb hat der Hof außergewöhnliche Betriebszweige: Die Happels beliefern Firmen, Kindergärten und Schulen. Sie organisieren Kindergeburtstage und Riesen-Events auf dem Hof, um zu überleben. Und sie kämpfen gegen die Auswirkungen des Klimawandels: In den immer heißeren Sommern drohen bei den Äpfeln Verluste durch Sonnenbrand; viele Plantagen sind ohne künstliche Bewässerung nicht am Leben zu halten. Das kostet Zeit und Geld. (Text: SWR)Deutsche TV-Premiere Do. 14.05.2020 SWR Fernsehen (RP) 24. Die Öko-Aktionäre
Folge 24 (30 Min.)Landwirtschaft, Tierhaltung und ein Biogroßhandel. Viel Arbeit für Lukas Bensel und seine Schwester Eva auf dem Hof am Weiher im westpfälzischen Albessen. Das Geschwisterpaar ist in die Fußstapfen der Eltern getreten, sie haben den Hof übernommen und seitdem jede Menge zu tun. Die Eltern, Annette und Kornelius Bensel, waren Pioniere und Idealisten, ökologisch bewusst seit der ersten Stunde. Um das Projekt einer nachhaltigen und regionalen Landwirtschaft noch konsequenter zu leben, haben sie 2001 ihren Hof in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, damals die erste landwirtschaftliche AG in Deutschland.Seitdem gehört der Hof seinen Kund*innen. Die Geschwister Lukas und Eva sind Aktionäre und genau wie der Rest der Familie bei geringem Gehalt angestellt. Mit der eigenen Landwirtschaft ist die Familie ziemlich breit aufgestellt, durch Acker- und Gemüsebau und Tierhaltung. Was noch fehlt für den Großhandel, das beziehen sie in der Regel von Biobetrieben aus der Umgebung. Das AG-Projekt bleibt eine Riesenherausforderung bis heute. Die Bensels sind rund um die Uhr eingespannt und kommen langsam an ihre Grenzen. Eva ist für den Großhandel zuständig, da herrscht chronischer Personalmangel. Lukas sucht in der Landwirtschaft händeringend nach einem neuen Betriebsleiter. Im Sommer wird nun ein Geselle mit Freundin auf den Hof kommen. Das junge Paar will das Landleben testen und überlegt, eventuell ganz mit einzusteigen. Lukas und Eva hoffen, dass das funktioniert, damit die Idee vom „Wirtschaften für das Gemeinwohl“ auch weiterhin eine Zukunft hat – und vielleicht auch ein bisschen mehr Zeit für das rare Familienleben bleibt. (Text: SWR) Deutsche TV-Premiere Fr. 15.05.2020 SWR Fernsehen (RP) 25. Coming-out mit Eiscreme
Folge 25 (45 Min.)Für die Eltern brach eine kleine Welt zusammen, als sich ihr Sohn Andreas vor einigen Jahren als homosexuell outete. Wie sollte es mit dem Altschorrenhof in Mühlingen unweit des Bodensees weiter gehen? Andreas Deyer ist Landwirt in der fünften Geration, war damals noch verheiratet und lebte mit seiner Ehefrau auf dem Hof, den er mit seinen Eltern bewirtschaftet. Die Aufregung hat sich längst gelegt. Mittlerweile lebt Andreas’ Lebensgefährte Jens sogar mit auf dem Hof und packt mit an. Auf ein Event freuen sich die beiden besonders: Das überregionale Treffen der „Gayfarmer“ findet in diesem Jahr auf dem Deyerschen Hof statt.Aber es gibt auch neue Hürden. Um den Familienbetrieb am Leben zu erhalten, müssen sich die Deyers immer wieder neu erfinden. So stellen die Deyers in ihrem Milchviehbetrieb auch eigenes Speiseeis her – 80 verschiedene Sorten aus natürlichen Zutaten. Ihr neueste Idee: Frischmilchautomaten für den Einzelhandel, das liegt im Trend. Aber die dafür benötigte Pasteurisierungsanlage nebst Automaten kostet ein kleines Vermögen. Außerdem müssten neue Räumlichkeiten geschaffen werden. Ob sich diese Investition rechnet? Große Herausforderungen warten in diesem Jahr. Da wird die ungelöste Frage der Hofnachfolge fast zur Nebensache. (Text: SWR) Deutsche TV-Premiere Mi. 05.08.2020 SWR Fernsehen 26. Anders ist hier ganz normal – Neues vom Kleinsägmühlerhof
Folge 26Mitarbeiter Michael im KuhstallBild: SWR / SWR Presse/BildkommunikationAnders ist hier normal: Der Kleinsägmühlerhof in Altleiningen ist ein besonderer Biobauernhof. 40 Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten in der Landwirtschaft, der Bäckerei oder im Hofladen. So wie der 25-jährige Noah: Mitverantwortlich im Stall zu arbeiten ist sein größtes Glück. Oder Marlene, sie hat gerade eine Bäckerlehre auf dem Hof angefangen – für sie ein absoluter Traumjob. Doch jetzt stehen große Veränderungen an. Nach fast vierzig Jahren geht Betriebsleiter Richard Danner in Rente. Der Hof ist sein Herzensprojekt. Sohn Matthias will übernehmen und mitsamt Familie auf den Hof ziehen. Doch zunächst wartet eine erste große Bewährungsprobe auf ihn. (Text: SR)Deutsche TV-Premiere Mo. 18.05.2026 SWR
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