Filmkanon für alle (Canon du court métrage)
55 Min.

Bild: Arte
(1): Undressing my mother Kurzfilm, Regie: Ken Wardrop, Irland 2004, 5 Min. Der Filmemacher Ken Wardrup hat seine Mutter gebeten, sich nackt auszuziehen und ihm von ihrem Leben zu erzählen. Die alte Dame, die ihr Leben lang auf dem Land gelebt hat, entblößt nicht ohne Koketterie sich und ihren dicken Hintern und erzählt vom gemeinsamen Leben mit ihrem verstorbenen Mann, wie der ihre üppigen Formen als Schutz gegen die Kälte lobte und wie sehr sie ihn vermisst. (2): Postcard: Ken Wardrop Ken Wardrops unmittelbar, intimer, warmherziger Film „Undressing my mother“ ist Teil des Kurzfilm-Kanons.
Wie es dazu kam, dass seine Mutter sich für ihn auszog, und wie viel wirklich wahr ist – dazu heute Wardrop, Jahrzehnte später. Wardrop gehört zu den einflussreichsten irischen unabhängigen Filmschaffenden seiner Generation. (3): Hopptornet (Zehn-Meter-Turm) Kurzfilm, Regie: Maximilien Van Aertryck und Axel Danielson, Schweden 2016, 17 Min. Die Versuchsanordnung des Films gleicht einem Experiment. Schwimmbad, innen, Tag. Zehn-Meter-Turm. Die Kamera ist auf die Plattform gerichtet. Auch der Ton läuft mit, so dass der Zuschauer alles hören kann, was sich abspielt – dort oben.
Verschiedene Menschen, allein, mit Freund oder Partner, besteigen den Turm, trauen sich bis an den Rand der Plattform, schauen nach unten. Dann ist erst einmal Pause. Was lässt die Menschen springen? Was bedeutet die Höhe? Was erfordert mehr Mut – springen oder rückwärts wieder herunterklettern? Die Spannung der Betrachtung löst sich im Moment des Sprungs, genauer: im Moment des Schreis. Erleichterung auf beiden Seiten. Was bleibt, ist Ruhe. (4): Begegnung: Niels Putman Ein Gespräch mit dem Ko-Initiator des Kurzfilm-Kanons, Niels Putman.
Wie kam es dazu und wie geht das eigentlich? Im vergangenen Jahr wurden Kurzfilmfans, Filmemacher, Kuratoren, Kritiker und Wissenschaftler weltweit dazu aufgerufen, zehn Kurzfilme mit einer Laufzeit von unter 60 Minuten zu nominieren, die sie für die besten aller Zeiten halten. Dieser kollektive Liebesbrief an die Kunst des bewegten Kurzfilms ist der erste seiner Art. Er wurde inspiriert von der alle zehn Jahre erscheinenden Liste „Greatest Films of All Time“ des Magazins „Sight & Sound“, initiiert und organisiert vom Kurzfilm Festival Hamburg gemeinsam mit dem belgischen Kurzfilm-Magazin „yanco“ und der Online-Plattform „Talking Shorts“.
Das Ergebnis ist eine inspirierende Rangliste mit 105 Titeln. Und nun? Was wollen wir mit einer solchen Liste erreichen? Warum die Geschichte einer Kunstform auf diese Weise reduzieren? Wie wird aus einer Umfrage ein Kanon, und ist das überhaupt eine gute Idee? Wann und wie sollte ein Kanon hinterfragt werden? Ein Gespräch mit einem der führenden Köpfe des Kanons: Niels Putman.
(5): Begegnung: Greg de Cuir jr. Der US-amerikanische Filmkurator Greg de Cuir jr. über die Pros und mehr noch die Cons eines Filmkanons. (6): Begegnung: Laura Walde Filmwissenschaftlerin Laura Walde aus der Schweiz über die Pros und mehr noch die Cons eines Filmkanons. (7): Duck Kurzfilm, Regie: Rachel Maclean, Großbritannien 2023, 16 Min. „Duck“ ist Deepfake, ein Fake-Remake eines klassischen Spionagethrillers. Ein Film, der die Auflösung von Sean Connery verfolgt, nachdem er Zeuge der Rückkehr von Marilyn Monroe aus dem Reich der Toten geworden ist. (Text: arte)
Wie es dazu kam, dass seine Mutter sich für ihn auszog, und wie viel wirklich wahr ist – dazu heute Wardrop, Jahrzehnte später. Wardrop gehört zu den einflussreichsten irischen unabhängigen Filmschaffenden seiner Generation. (3): Hopptornet (Zehn-Meter-Turm) Kurzfilm, Regie: Maximilien Van Aertryck und Axel Danielson, Schweden 2016, 17 Min. Die Versuchsanordnung des Films gleicht einem Experiment. Schwimmbad, innen, Tag. Zehn-Meter-Turm. Die Kamera ist auf die Plattform gerichtet. Auch der Ton läuft mit, so dass der Zuschauer alles hören kann, was sich abspielt – dort oben.
Verschiedene Menschen, allein, mit Freund oder Partner, besteigen den Turm, trauen sich bis an den Rand der Plattform, schauen nach unten. Dann ist erst einmal Pause. Was lässt die Menschen springen? Was bedeutet die Höhe? Was erfordert mehr Mut – springen oder rückwärts wieder herunterklettern? Die Spannung der Betrachtung löst sich im Moment des Sprungs, genauer: im Moment des Schreis. Erleichterung auf beiden Seiten. Was bleibt, ist Ruhe. (4): Begegnung: Niels Putman Ein Gespräch mit dem Ko-Initiator des Kurzfilm-Kanons, Niels Putman.
Wie kam es dazu und wie geht das eigentlich? Im vergangenen Jahr wurden Kurzfilmfans, Filmemacher, Kuratoren, Kritiker und Wissenschaftler weltweit dazu aufgerufen, zehn Kurzfilme mit einer Laufzeit von unter 60 Minuten zu nominieren, die sie für die besten aller Zeiten halten. Dieser kollektive Liebesbrief an die Kunst des bewegten Kurzfilms ist der erste seiner Art. Er wurde inspiriert von der alle zehn Jahre erscheinenden Liste „Greatest Films of All Time“ des Magazins „Sight & Sound“, initiiert und organisiert vom Kurzfilm Festival Hamburg gemeinsam mit dem belgischen Kurzfilm-Magazin „yanco“ und der Online-Plattform „Talking Shorts“.
Das Ergebnis ist eine inspirierende Rangliste mit 105 Titeln. Und nun? Was wollen wir mit einer solchen Liste erreichen? Warum die Geschichte einer Kunstform auf diese Weise reduzieren? Wie wird aus einer Umfrage ein Kanon, und ist das überhaupt eine gute Idee? Wann und wie sollte ein Kanon hinterfragt werden? Ein Gespräch mit einem der führenden Köpfe des Kanons: Niels Putman.
(5): Begegnung: Greg de Cuir jr. Der US-amerikanische Filmkurator Greg de Cuir jr. über die Pros und mehr noch die Cons eines Filmkanons. (6): Begegnung: Laura Walde Filmwissenschaftlerin Laura Walde aus der Schweiz über die Pros und mehr noch die Cons eines Filmkanons. (7): Duck Kurzfilm, Regie: Rachel Maclean, Großbritannien 2023, 16 Min. „Duck“ ist Deepfake, ein Fake-Remake eines klassischen Spionagethrillers. Ein Film, der die Auflösung von Sean Connery verfolgt, nachdem er Zeuge der Rückkehr von Marilyn Monroe aus dem Reich der Toten geworden ist. (Text: arte)
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