Alternativtitel: Kinderstunde

    Mit der Autorin und Ich-Erzählerin fanden sich 7 Kinder vom Maikäferpfad, sie sind zwischen 6 und 12 Jahre alt, immer wieder zusammen, um in jedem Monat gemeinsam etwas Besonderes zusammenzutragen, sich auszudenken, zu bauen oder zu basteln. Rätsel, Gedichte, Geschichten und (Schatten)-Spiele geben viele Anregungen zum Nachmachen. (Text: Helmgard Dürr-Gorny)

    Kinderstunde mit Ilse Obrig – Kauftipps

    Kinderstunde mit Ilse Obrig – Community

    am : Liebe Susanne, von Zeit zu Zeit gucke ich mal im Internet nach, ob irgendetwas über den Rias Kinderchor zu finden ist, leider mit sehr mäßigem Erfolg. Dabei bin ich jetzt auf Deine Frage gestoßen. Ich war von 1961 bis 1967 im Kinderchor und habe etliche Aufnahmen mitgemacht. Außer dem Sandmännchenlied (Kommt ein Wölkchen angeflogen) sind noch das "Kalenderlied" mit Renate Holm und "Weihnachten mit Rudolf Schock" erhältlich. Alles andere ist wohl in der Versenkung verschwunden. Die Aufnahme des "Wildschütz" gibt es zwar auch noch, aber ohne das Stück, das vom Kinderchor gesungen wurde (kann mich leider nicht an den Titel erinnern). Schade eigentlich, ein bisschen Nostalgie tut manchmal ganz gut.
    Viele Grüße
    Ingrid
    am : Hallo, ich war in den 60er Jahren (ca. ab 1966) auch im Kinderchor
    des SFB. Angefangen habe ich noch im alten Klingenden Haus in der
    Robertstraße. Ich entsinne mich, dass ich noch 1967 aus meiner neuen
    Schule am Ernst-Reuter-Platz mittags vom Bahnhof Zoo aus mit dem Bus "S
    4" nch Wannsee gefahren bin. Diese Busse hatten ein Rotes Nummernschild
    mit Weißer Schrift und hielten als "Schnellbusse" nur an jeder vierten
    oder fünften Haltestelle.

    Der S4 benutzte die AVUS bis
    zum Hüttenweg, um so die damals unter Rechsbahn-(DDR-)Regie fahrende,
    deshalb von den Westberlinern weitestgehend boykottierte S-Bahn (hier
    die Strecke Zoo-Wannsee), im Parallelverkehr zu ersetzen.


    Im
    Haus an der Robertstraße gab es auch eine richtige Modellbau-Stadt (ca.
    3 qm?), die die Rundfunkkinder im Kinderfunk zusammen mit Ilse
    gebastelt hatten.



    Dann mußte das Klingende
    Haus (Ende 1967?) umziehen: in die Villa in der Pommernallee um die Ecke
    vom alten Fernsehzentrum am Theodor-Heuss-Platz und schräg gegenüber
    der damaligen NAAFI (dort sind heute die "Wühlmäuse" drin).


    Max
    Specht war ein toller Chorleiter und desgleichen seine
    Leitungspartnerin Renate Broszat. Mit Ilses Assistentin Helmgard Gorny
    ("Helmchen") hatte ich anfangs der 2010er Jahre Kontakt. Von ihr habe
    ich einige alte Aufnahmen von den Rundfunkkindern, den Singerlein,
    Familie Fröhlich etc. erhalten, die in meinem Archiv als mp3-Dateien auf
    Nachfrage jederzeit gerne verfügbar sind.


    Zu
    meiner Zeit waren bei den Mädchen u.a. eine großgewachsene schlanke
    blonde und zöpfetragende Charlotte (Familienname?), genannt
    "Charlottchen", bei den Jungen Zwillinge (Max Spechts "Zwinglinge")
    Mitsänger. Eine Zeitlang sangen damals in der Pommernallee auch die
    Kinder von Wolfgang Völz, Rebecca und Benjamin, in unseren Reihen. Im
    Chorübungsraum gab es außerdem eine Kinder- und Jugendbibliothek, aus
    deren Beständen man auch etwas zum Mitnehmen nach Hause ausleihen
    durfte.


    Ich erinnere mich auch an Tonaufnahmen
    im Haus des Rundfunks an der Masurenallee in den dortigen mit hellem
    Holz schallschluckend verkleideten Wänden und Decken, nach deren
    erfolgreicher Beendigung wir als "Belohnigung" (Max Specht) jeder ein 5
    DM-Stück erhielten.



    Diese Tonaufnahmen
    fanden wegen des Schulbesuchs der Singekinder stets an Sonnabenden
    statt. An einem Adventssonnabend wurden wir nach im Sender mit
    Kartoffelsuppe und Würstchen verköstigt und gingen dann anschließend
    noch ins damalige St. Hildegard-Krankenhaus schräg gegenüber in der
    Thüringerallee und sangen dort in den Treppenhäusern Advents- und
    Weihnachtslieder aus unserem Repertoire, die wir zuvor bereits
    aufgenommen hatten.

    Ich freue mich auf und über jede Resonanz von (Co-)Erinnerungsträgern!
    (geb. 1953) am : Ja, mich würde das auch sehr interessieren,auc Aufnahmen vom sogen.Berliner Radio-Kinderchor(Leitung hatte,n Max Specht und Renate Wostrack.
    Einfach versuchen zu melden, irgendwie,würde mich auch freuen.
    Gruß von Susanne
    (geb. 1953) am : Ja, hallo auf diese Weise, Marianne,ich wäre doch dafür, eine Facebookseite"Klingendes Haus" zu machen. Kannst ja mal sehen, ob sich da Leute finden und melden.
    Auch da wieiß ich nicht,wie man eine solche Seite beginnt oder ins Leben ruft.Würde gern nnoch eine betreffend den "Rias-Kinderchor"von einst mir wünschen....Ob sich aber dann Leute melden?Gruß von Susanne
    (geb. 1953) am : War zwar kein Funkspatz, kenne auch nur den Namen von Max Specht, aber die zeitweise mit ihm zusammen arbeitende Renate Wostrack---und den Berliner Radio-Kinderchor sowie Jugendkreis vom klingenden Haus, die ich gern hörte.
    Ich selbst war als Kind im Rias-Kinderchor,bei"Sebastian und der Rias-Kinderchor,"Sebastian" alias Helmut Kemnitz.
    Da ist wohl auch nichts mehr vorhanden ,was man hören könnte oder?
    Wer weiß etwas oder hat dazugehört und kann weiterhelfen?Würde mich ebenso über Antwort freuen. Gruß von Susanne

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Halbstündige Sendung für Kinder von Dr. Ilse Obrig.

    Vor einer Schar Kinder im Publikum werden Bücher vorgelesen, Kurzfilme gezeigt, Sketche vorgeführt und vom Kinderchor Zwitscherlinge fröhliche Lieder gesungen, es wird Lehrreiches erzählt, Watte über den Tisch geblasen, gezaubert, geturnt und immer wieder gebastelt, gefaltet und geklebt.

    Wer nicht bastelte, faltete oder klebte, war faul. Die Kinderstunde erzog die Kinder zu einer hyperaktiven Freizeit, geprägt von Scherenschnitten, Kartoffelmännchen und Nussschalenwägelchen, zu hochdeutscher Sprache, geraden Linien und Respekt vor dem Alter, solange man dabei nur fröhlich und bescheiden blieb. Zu Spontaneität wurde niemand erzogen, die Reaktionen der anwesenden Kinder waren einstudiert. Wiederkehrende Ratespiele innerhalb der Kinderstunde waren „Ri-Ra-Rate“ mit Paula Walendy, „Wer weiß es?“ mit Rosemarie Schwerin und „Was machen wir wenn?“ mit Irene Koss.

    Ab 1963 wurden unter dem Motto „Was Kindern anderer Länder Freude macht“ regelmäßig ausländische Märchen von Johanna Schüppel als Puppenspiel inszeniert. Gleich im ersten Jahr gab es bereits des erste Product-Placement im Fernsehen: Nachdem Frau Obrig im Oktober 1951 die Kinder zu Hause und im Studio begrüßt hatte, packten sie gemeinsam ein Geschenkpaket aus. Heraus kam ein Stofftier: Mecki, das Maskottchen der Programmzeitschrift „Hörzu“, das nun werbewirksam auf dem Flügel saß. „Hörzu“-Chefredakteur Eduard Rhein war mit Obrig befreundet und hatte es gespendet.

    Dr. Obrig hatte die Sendung gegründet und über Jahre moderiert. Zuvor hatte sie bereits 20 Jahre lang Kinderfunk im Radio und Fernsehen veranstaltet, auch im Dritten Reich. Sie wechselte sich mit Koss, Walendy und Schwerin, Editha-Maria Baum, Rudi Stark u. a. ab. Die Sendung lief erst einmal, dann an mehreren Tagen in der Woche nachmittags. Als die Reihe startete, gab es das Fernsehen in der Bundesrepublik offiziell noch gar nicht. Die Kinderstunde war Bestandteil eines Versuchsprogramms des Nordwestdeutschen Rundfunks. Erst am 25. Dezember 1952 startete das Fernsehen offiziell, und die Kinderstunde blieb noch lange im Programm, ausgestrahlt im Wechsel aus Hamburg und Köln.

    Richtete sich die Sendung anfangs noch an Kinder ab vier Jahren, wurde das Mindestalter 1957 auf sechs erhöht. Vorausgegangen war eine Diskussion über die katastrophalen Auswirkungen des Fernsehens, von Haltungs- bis Strahlenschäden, als deren Folge auch der Kinobesuch für Kinder unter sechs verboten wurde. Ab Mitte der 60er-Jahre war Kinderstunde nur noch der Oberbegriff für das nachmittägliche Kinderprogramm, irgendwann verschwand auch der Begriff.

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