Kinderstunde mit Ilse Obrig
    D 1951–1972
    Alternativtitel: Kinderstunde
    Mit der Autorin und Ich-Erzählerin fanden sich 7 Kinder vom Maikäferpfad, sie sind zwischen 6 und 12 Jahre alt, immer wieder zusammen, um in jedem Monat gemeinsam etwas Besonderes zusammenzutragen, sich auszudenken, zu bauen oder zu basteln. Rätsel, Gedichte, Geschichten und (Schatten)-Spiele geben viele Anregungen zum Nachmachen. (Text: Helmgard Dürr-Gorny)

    Kinderstunde mit Ilse Obrig – Kauftipps

    Kinderstunde mit Ilse Obrig – Community

    • am

      Hallo,
      Ich war ca Ende der 60er Jahre bis zum Abschied/der Pensionierung von Ilse Obrig beim "Kinderfunk" im Klingenden Haus. Nicht zum Singen, sondern mit Sprechbeiträgen. Donnerstags war immer "Probe", freitags "Sendung". Mindestens 1x wurden auch Fernsehaufnahmen gemacht, ich erinnere mich an "Die Rattenfänger von Hameln" im Scherenschnitt und daran, dass die Kinder von W. Völz auch dort waren - letzteres, weil meine Mutter es hervor hob ;-)
      Es war eine schöne Zeit, von der ich leider keine Fotos habe.
      Herzliche Grüße
      Gabriele
    • (geb. 1963) am

      Liebe Alle, es ist immer schön, von Erinnerungen zu lesen, die mit Ilse, bzw. der Zeit beim SFB verbunden sind! Ich bin Sprecher gewesen im Klingenden Haus in den letzten Jahren bis zu Ilses Pensionierung. 
      Am Abend nach Ilses Abschied habe ich auf dem Heimweg in Bus und Bahn geweint. 
      Von den letzten beiden Kindergeburtstagssendungen, die in Farbe im TV ausgestrahlt wurden, habe ich Kopien. (Durchschnittliche Qualität). Meine Gruppenleiterin im Kinderfunk, Inge Schottmann, hat sie mir freundlicherweise überlassen. 
      Darin sind auch Lieder des Kinderchors illustriert, wie: "Früh schon bin ich aufgewacht", "die Heinzelmännchen von Köln", "in Hinterschiefenhausen" u.a. Leider gibt es von den "Bremer Stadtmusikanten" offenbar kein Video mehr, zumindestens nicht im Archiv des Senders. (Habe dort Anfang der 90-er mal nachforschen lassen). 
      Meine Email lautet: dr.martin.keller@gmail.com 
      Herzliche Grüsse an alle von Martin
    • (geb. 2000) am

      Hallo, ich bin Sigrid und war auch lange bei den "Zwitscherlingen" und "Singerlein". Mittlerweile bin ich Hörfunkjournalistin und bereite gerade einen Beitrag zu der Zeit im Haus des Rundfunks vor. Ich würde mich über eine Antwort/den Kontakt freuen!
    • (geb. 1953) am

      Hallo liebe Katja, es regt sich ja leider von niemandem, auf den man antortete, mal etwas und in die TV Wunschliste gucke ich sehr unregelmässig hinein.WIe kann man in Kontakt treten?Entweder drch Mailadresse(meine hauptsächliche ist:stoffel.susanne@yahoo.de)oder Telefonnummer:da könnte ich angeben:0176-92164813.
      Es wohnen die Leute ja zumeist ganz verstreut heutzutage;ich selbst wohne schon lange im"schönen Hessenland".
      Wenn ich ja mal was höre....
      ich kann mich auf die Frau Renate Broszat-Wostrack(Doppelname, nicht wahr?) noch besinnen, da sie mir nach den Rundfunk-KInderchorzeiten in Steglitz wieder unterkam, wo sie an der Musikschule ich glauebe, auch einen Kinderchor leitete....
    • (geb. 1953) am

      Hallo, eben diese Reaktion wohl auf mich mal entdeckt.Wie kommt man denn an diese noch existierenden Stücke, Lieder heran?
      Habe Mail:stoffel.susanne@yahoo.de
      Unter der evtl. mal mit Näherem melden, diesbezüglich?
      Wir müssten uns ja eigentlich auch noch kennen, von diesen Jahren her, in welcher Stimme sangst Du denn damals?
      Was machst Du denn heute so?

    Cast & Crew

    Dies & das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):Halbstündige Sendung für Kinder von Dr. Ilse Obrig.
    Vor einer Schar Kinder im Publikum werden Bücher vorgelesen, Kurzfilme gezeigt, Sketche vorgeführt und vom Kinderchor Zwitscherlinge fröhliche Lieder gesungen, es wird Lehrreiches erzählt, Watte über den Tisch geblasen, gezaubert, geturnt und immer wieder gebastelt, gefaltet und geklebt.
    Wer nicht bastelte, faltete oder klebte, war faul. Die Kinderstunde erzog die Kinder zu einer hyperaktiven Freizeit, geprägt von Scherenschnitten, Kartoffelmännchen und Nussschalenwägelchen, zu hochdeutscher Sprache, geraden Linien und Respekt vor dem Alter, solange man dabei nur fröhlich und bescheiden blieb. Zu Spontaneität wurde niemand erzogen, die Reaktionen der anwesenden Kinder waren einstudiert. Wiederkehrende Ratespiele innerhalb der Kinderstunde waren „Ri-Ra-Rate“ mit Paula Walendy, „Wer weiß es?“ mit Rosemarie Schwerin und „Was machen wir wenn?“ mit Irene Koss.
    Ab 1963 wurden unter dem Motto „Was Kindern anderer Länder Freude macht“ regelmäßig ausländische Märchen von Johanna Schüppel als Puppenspiel inszeniert. Gleich im ersten Jahr gab es bereits des erste Product-Placement im Fernsehen: Nachdem Frau Obrig im Oktober 1951 die Kinder zu Hause und im Studio begrüßt hatte, packten sie gemeinsam ein Geschenkpaket aus. Heraus kam ein Stofftier: Mecki, das Maskottchen der Programmzeitschrift „Hörzu“, das nun werbewirksam auf dem Flügel saß. „Hörzu“-Chefredakteur Eduard Rhein war mit Obrig befreundet und hatte es gespendet.
    Dr. Obrig hatte die Sendung gegründet und über Jahre moderiert. Zuvor hatte sie bereits 20 Jahre lang Kinderfunk im Radio und Fernsehen veranstaltet, auch im Dritten Reich. Sie wechselte sich mit Koss, Walendy und Schwerin, Editha-Maria Baum, Rudi Stark u. a. ab. Die Sendung lief erst einmal, dann an mehreren Tagen in der Woche nachmittags. Als die Reihe startete, gab es das Fernsehen in der Bundesrepublik offiziell noch gar nicht. Die Kinderstunde war Bestandteil eines Versuchsprogramms des Nordwestdeutschen Rundfunks. Erst am 25. Dezember 1952 startete das Fernsehen offiziell, und die Kinderstunde blieb noch lange im Programm, ausgestrahlt im Wechsel aus Hamburg und Köln.
    Richtete sich die Sendung anfangs noch an Kinder ab vier Jahren, wurde das Mindestalter 1957 auf sechs erhöht. Vorausgegangen war eine Diskussion über die katastrophalen Auswirkungen des Fernsehens, von Haltungs- bis Strahlenschäden, als deren Folge auch der Kinobesuch für Kinder unter sechs verboten wurde. Ab Mitte der 60er-Jahre war Kinderstunde nur noch der Oberbegriff für das nachmittägliche Kinderprogramm, irgendwann verschwand auch der Begriff.

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