2026

  • Folge 1 (5 Min.)
    Judith Bergmann ist sich bewusst, dass sie auch Seelsorgerin ist. Die Apothekerin aus Flöha hat für fast alle Wehwehchen und Krankheiten etwas Hilfreiches im Regal. Mit Freundlichkeit und Zuwendung gibt die Pharmazeutin ihren Kunden immer auch Kraft und Hoffnung mit auf den Weg. Das liegt der Katholikin im Blut und in den Genen. Ihre Mutter hatte die Apotheke nach der Wende aufgebaut. Seit 2009 ist Judith Bergmann hier die Chefin. Seit mehr als zehn Jahren vertritt sie ihre Kirchgemeinde im Katholikenrat des Bistums Dresden-Meißen. Auch zuhause in der Pfarrei hilft Judith Bergmann, wo immer sie gebraucht wird – bei den Faschingsvorbereitungen, beim Kirchenkino oder beim Sommerfest. Zu diesen Aufgaben, die ihre gesamte Freizeit beanspruchen, kam sie durch einen Sprachfehler: „Ich kann nicht nein sagen!“. Damit ist Judith Bergmann eine von unzähligen Menschen, die Kirchgemeinden lebendig machen. (Text: MDR)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 27.02.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 28.02.2026 MDR
  • Folge 2 (5 Min.)
    Walter Stuber wollte hoch hinaus: Als Gerüstbauer trotz Höhenangst, als Unternehmer trotz einer Behinderung. Seit seinem sechsten Lebensjahr ist er spastisch gelähmt. Er machte dennoch Karriere und übernahm eine Gerüstbaufirma im sächsischen Roßwein. Walter Stubers Rezept: Härte – gegenüber sich selbst und seinen Mitarbeitern. Doch als ein Großprojekt seine Firma an den Rand des Ruins brachte, geriet dieses Lebensgerüst ins Wanken. Walter Stuber musste vertrauen lernen: seinen Mitarbeitern, seinen Partnern – und auch Gott. (Text: MDR)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 13.03.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 14.03.2026 MDR
  • Folge 3 (5 Min.)
    Er hatte alles und hat – durch ein Verbrechen – alles verloren: seinen gut bezahlten Job als Finanz-Angestellter, seine Frau, seine zwei Jungs und sein Zuhause. Stefan Börner ist krank. Ich bin ein trockener Spieler, sagt er. Rund eine Million Euro hatte er verzockt. 2005 flog alles auf, er wurde verurteilt. Noch im Gefängnis bemüht sich Stefan Börner um eine Therapie. Nach seiner Entlassung wendet er sich an die Diakonie und macht eine Ausbildung zum Spiel-Suchtberater. Ich bin getauft und konfirmiert. Mag sein, dass Gott uns alle lenkt und leitet, aber ich helfe mir lieber selbst! Seit 2012 ist der heute 62-Jährige nicht rückfällig geworden – im Gegenteil: Er leitet in Halle/​Saale die Selbsthilfegruppe „Game Over“ und arbeitet als Kassenwart beim Bundesverband Glücksspielfrei. Das ist paradox. Ich, der Typ, der eine Million veruntreut hat. Obwohl es nicht immer leicht ist, geht er mit seiner Geschichte in die Öffentlichkeit. Etwa vier Millionen Spielsüchtige gibt es in Deutschland. Keinem sieht man es an! Wir leiden leise. Als ich aufflog, war ich erleichtert, dass das ein Ende hat – obwohl ich in den Knast ging! Ich hatte so viele Gebote gebrochen. Du sollst nicht stehlen, nicht lügen. Das will ich wieder geraderücken. (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 28.03.2026 MDR
  • Folge 4 (5 Min.)
    Veronika Scheffel steht zum ersten Mal bei den Passionsspielen zum Palmsonntag auf der Bühne – vor ausverkauftem Haus in der Kirche von Küllstedt. Seit Jahren fiebern alle diesem Ereignis entgegen. Eigentlich wollte sie nur Kostüme nähen – doch dann bekommt sie sogar eine Sprechrolle. Jetzt kann sie dazu beitragen, die christliche Botschaft, die ihr so sehr am Herzen liegt, an viele Menschen weiterzugeben. Der Zauber der Passionsspiele liegt für sie darin, diese Botschaft in die heutige Zeit zu holen. Veronika ist im katholisch geprägten Eichsfeld aufgewachsen, doch zunächst verlässt sie ihre Heimat. Sie geht nach Frankfurt am Main – in die Großstadt. Sie will raus aus dem Dorf, weltoffen sein. Sie lernt Krankenschwester – allerdings nicht ohne Anker: Ihr Mann stammt ebenfalls aus dem Eichsfeld und studiert in Frankfurt. Als das erste Kind geboren wird, ist beiden schnell klar: Wir wollen zurück ins Eichsfeld. Im Heimatort ihres Mannes, in Küllstedt, bauen sie ein altes Haus aus. Ihre Eltern leben nur wenige Kilometer entfernt in Silberhausen. Und jetzt ist ihre Welt wieder in Ordnung. (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 04.04.2026 MDR
  • Folge 5 (5 Min.)
    Der Theologe Michael Mütze verhüllte einst für Christo den Berliner Reichstag. 30 Jahre ist das her – auf Dächern turnt er aber heute immer noch rum. Vor allem auf kaputten Kirchendächern. Michael Mütze stammt aus einer alten Pfarrersfamilie. Nach seinem Studium ging er nach Langburkersdorf (Sachsen). Nicht als Pfarrer: Er gründete eine Firma als gerüstloser Höhenkletterer – und eine Familie. „Meine Frau mahnt mich immer und immer wieder zur Vorsicht. Ich brauche den Höhenrausch, bin aber nicht leichtsinnig – und überzeugt von dem, was ich mache. Es ist effektiv“, sagt Michael Mütze. Löcher flicken, Dachrinnen reinigen und sichern, Wetterfahnen und Turmkreuze reparieren, Tauben vertreiben – oft verhindern kleine Handgriffe große Schäden. Um Kirchen nachhaltig zu retten, lernte Michael Mütze auch noch zwei zusätzliche Berufe. Den des Dachdeckers und Maschinenbauschlosser. Inzwischen ist er Mitte 60 und vierfacher Opa. Von Müdigkeit keine Spur: „Ich fühle mich bodenlos glücklich. Ich mache das, bis ich vom Dach falle.“ (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 11.04.2026 MDR

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