• Staffel 1

    Staffel 1 von Geniale Bauwerke der Geschichte startete am 15.07.2026 in der ZDFmediathek und am 23.07.2026 bei ZDFinfo.
    • Staffel 1, Folge 1
      Die Stadt Palmanova in Italien ist ein Musterbeispiel für den europäischen Festungsbau. Sie hat den Grundriss eines Sterns. – Bild: ZDF
      Die Stadt Palmanova in Italien ist ein Musterbeispiel für den europäischen Festungsbau. Sie hat den Grundriss eines Sterns.
      Geschütztürme in der Nordsee, eine Festung in der Karibik und eine Stadt unter der Erde: militärische Bauwerke – entworfen für den Ernstfall. Wie sind sie gebaut, und wie funktionieren sie? In der Themsemündung ragen rostige Stahlbauten aus der See, in Cartagena umschließen gewaltige Mauern den Hafen, in Kappadokien führen Schächte in ein unterirdisches Labyrinth: drei Orte, an denen sich technische Kreativität und Ingenieurskunst eindrucksvoll zeigen. An der Küste Englands werden im Zweiten Weltkrieg stählerne Geschütztürme im Meer verankert. Die Forts gleichen einer kleinen Stadt auf Stelzen: ausgestattet mit Unterkünften, Scheinwerfern und Flakgeschützen. Sie sollen eine gefährliche Lücke in der britischen Luftabwehr schließen und Angriffe deutscher Bomber und Marschflugkörper abwehren. Die Karibik im Zeitalter der Entdeckungen: Wertvolle Güter aus der Neuen Welt werden dort umgeschlagen und nach Europa verschifft. Im 16. Jahrhundert gewinnt der Hafen von Cartagena an der Küste des heutigen Kolumbiens enorme strategische Bedeutung. Gold und vor allem Silber lagern in der Stadt. Zu ihrem Schutz errichtet die spanische Kolonialmacht ein weitreichendes System aus Mauern und Bastionen – ergänzt durch Sperranlagen im Meer, um die gesamte Bucht vor der Stadt abzuriegeln. Ziel der Baumeister ist, die Stadt uneinnehmbar zu machen. Auch in Kappadokien ist der Untergrund ein Teil der Verteidigung. In den weichen Tuffstein graben die Menschen einst ganze Städte: verzweigte Labyrinthe aus unterirdischen Kammern, Gängen und Lüftungsschächten, Dutzende Meter tief. Verschließbare Zugänge, eine eigene Wasserversorgung und Vorratsräume ermöglichen es, im Kriegsfall Zuflucht zu finden und längere Zeit zu überleben. (Text: ZDF)
      Deutsche Streaming-Premiere Mi. 15.07.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Do. 23.07.2026 ZDFinfo
    • Staffel 1, Folge 2
      Ab 1940 ließ der spanische Diktator Francisco Franco in der Nähe von Madrid ein monumentales Kreuz errichten, ergänzt durch eine Basilika, die tief in einen Berg hineingebaut wurde.
      Weltweit errichten Menschen Monumente des Glaubens: Bauten, für die kein Aufwand zu groß scheint. Viele Sakralbauten setzen neue Maßstäbe in Stil und Größe. Meisterwerke für die Götter. Auf Java bildet der Tempel Borobudur ein steinernes Mandala, in Barcelona wächst die Sagrada Família in die Höhe, und im Norden Chinas klammert sich ein Kloster an eine Felswand. Drei heilige Orte, an denen die kreative Kraft des Glaubens greifbar ist. Im Herzen der indonesischen Insel Java liegt Borobudur, der größte buddhistische Tempel der Welt. Der mehr als tausend Jahre alte Bau ist als dreidimensionales Mandala angelegt. Ebene für Ebene steigen Pilger nach oben, umrunden den Bau auf festgelegten Wegen und durchqueren so symbolisch die verschiedenen Sphären der buddhistischen Kosmologie. Dass die Tempelanlage Borobudur seit über tausend Jahren Vulkanausbrüchen, Monsunregen und Erdbeben standhält, verdankt sie ihrer raffinierten Konstruktion: Passgenau verzahnte Steinblöcke, Kragbögen und ein System aus Wasserspeiern leiten Kräfte und Regen ab. In Barcelona entwirft Antoni Gaudí Ende des 19. Jahrhunderts mit der Sagrada Família ein Gotteshaus, das mit traditionellen Formen radikal bricht. Verzweigte Säulen tragen das Gebäude wie Baumstämme, ihre Gestaltung basiert auf präzisen Naturstudien. Gaudí experimentiert mit neuartigen Tragstrukturen, die in bislang unerreichte Höhen wachsen sollen. Heute führen Architekten und Ingenieure seine Vision fort. Sie verstärken die Türme mit innovativen Steinelementen, damit der Bau modernen statischen Anforderungen genügt. Am Fuß des chinesischen Hengshan-Gebirges scheint ein Tempel hoch über dem Talboden an einer Felswand zu hängen. Tatsächlich ruht der Klosterkomplex auf tief in den Berg getriebenen Kragbalken. Hölzerne Zapfenverbindungen verleihen der Konstruktion Elastizität und machen sie widerstandsfähig gegen Erdbeben. Auf diese Weise gebaut, hat der Tempel die Jahrhunderte überdauert. Geschützt von einer überhängenden Felswand vereint der Tempel daoistische, buddhistische und konfuzianische Elemente. (Text: ZDF)
      Deutsche Streaming-Premiere Mi. 15.07.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Do. 23.07.2026 ZDFinfo
    • Staffel 1, Folge 3
      Am Fuß des Hengshan-Gebirges klammert sich Xuankong Si, der Hängende Tempel, an den Fels.
      Seit Jahrtausenden errichten Menschen Gebäude in gewaltigen Dimensionen. Von den Prachtbauten des alten Rom bis zu künstlichen Wasserstraßen, die ganze Gebirge überwinden. Über dem Pantheon in Rom spannt sich seit fast 2000 Jahren eine monumentale Betonkuppel, ein gigantisches Kanalbauwerk durchschneidet die Landenge von Panama, und nördlich von Madrid ragt das größte Kreuz der Welt: Monumente des Willens und der Macht. Im Herzen Roms wagen Baumeister vor fast 2000 Jahren ein Experiment: einen Bau mit einer riesigen Kuppel aus römischem Beton. Das Pantheon wird zum Meilenstein der Architektur. Seine ausgeklügelte Konstruktion, spezielle Mörtelrezepturen und der Oculus – die Öffnung am Scheitel der Kuppel – sorgen dafür, dass das Bauwerk bis heute erhalten ist. In der Moderne entstehen Projekte in noch größeren Dimensionen: Mit der Eröffnung des Panamakanals im Jahr 1914 verkürzt sich der Seeweg zwischen Atlantik und Pazifik um ein Vielfaches. Der Bau ist ein gewaltiger Kraftakt, der Tausende Menschenleben fordert. Der Panamakanal durchschneidet die kontinentale Wasserscheide, sodass Schiffe von einem Ozean in den anderen gelangen können. Riesige Schleusen werden errichtet, die Schiffe bis auf Höhe des Kanals bringen – und wieder hinunter auf Seehöhe. Heute kämpfen die Kanalbetreiber mit technischen Mitteln gegen eine neue Herausforderung: Der Klimawandel lässt das Süßwasser knapp werden. In den Bergen der spanischen Sierra de Guadarrama lässt der Diktator Francisco Franco ab 1940 ein Monument errichten, das Politik und Religion in Stein fasst. Auf einem Felsmassiv entsteht ein gigantisches Kreuz, darunter wird eine Basilika tief in den Berg getrieben. Tausende Zwangsarbeiter müssen den Bau errichten. Bis heute ist das Monument politisch umstritten – ein Beispiel für Bauwerke, die technisch anspruchsvoll sind und zugleich die Weltanschauungen ihrer Entstehungszeit widerspiegeln. (Text: ZDF)
      Deutsche Streaming-Premiere Mi. 15.07.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Do. 23.07.2026 ZDFinfo
    • Staffel 1, Folge 4
      In Zentralchina befindet sich an einem Quarzsandsteinpfeiler von Wulingyan der höchste Außenaufzug der Welt.
      Rund um den Globus entstehen Bauwerke der Superlative – höher, länger, tiefer als alles zuvor. Sie überwinden Tiefen, durchstoßen Berge und verschieben die Grenzen des technisch Machbaren. In Frankreich spannt sich das Viadukt von Millau Hunderte Meter über dem Boden einer Schlucht, in China erklimmt der höchste Außenaufzug der Welt eine Felswand, und tief unter den Alpen verläuft der Gotthard-Basistunnel nahezu schnurgerade durch das Gebirge. Im Süden Frankreichs löst das Viadukt von Millau ein chronisches Verkehrsproblem: Statt sich durch die engen Straßen der Stadt zu quälen, gleitet der Verkehr heute in wenigen Minuten über die Tarn-Schlucht. Möglich macht das eine elegante Schrägseilbrücke, deren Pylone bis zu 343 Meter hoch aufragen. Damit ist das Viadukt die höchste Brücke der Welt, gemessen an der Bauwerkshöhe. Ein Meilenstein moderner Ingenieurskunst. In den Quarzsandsteinfelsen von Wulingyuan in Zentralchina erschließt der Bailong-Aufzug – der „Aufzug der hundert Drachen“ – eine ganz andere Dimension: Es geht steil bergauf. Während sich der untere Teil des Aufzugschachts im Fels befindet, fahren die doppelstöckigen Kabinen im oberen Abschnitt an einem Stahlfachwerkturm, der im Gestein verankert ist. Der höchste Außenaufzug der Welt befördert Besucher 326 Meter in die Höhe und eröffnet spektakuläre Blicke auf den Nationalpark. Tief im Inneren der Alpen durchstößt der Gotthard-Basistunnel das Gebirge über eine Länge von 57 Kilometern. Riesige Tunnelbohrmaschinen haben sich über Jahre durch den Fels gearbeitet, um eine nahezu ebene, schnelle Verbindung zu schaffen. Heute bildet der Tunnel das Herzstück des alpenquerenden Schienenverkehrs. Täglich passieren rund 250 Güterzüge die Röhre. Ein Infrastrukturprojekt, das europäische Handelsrouten neu ordnet und Distanzen im Fernverkehr schrumpfen lässt. (Text: ZDF)
      Deutsche Streaming-Premiere Mi. 15.07.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Do. 23.07.2026 ZDFinfo
    • Staffel 1, Folge 5
      Unter den Kuppeln des „Eden Project“ im englischen Cornwall wachsen tropische und subtropische Pflanzen.
      Weltweit entstehen Bauwerke nach dem Vorbild der Natur. Moderne Ingenieurskunst verbindet Ästhetik, Funktion und Nachhaltigkeit – neue Wege für eine Architektur der Zukunft. Innovative Gebäude in London, Singapur und Cornwall zeigen, wie sich Prinzipien aus der Natur auf moderne Architektur übertragen lassen. Die Baukomplexe schonen Ressourcen und schaffen neue urbane Räume. Ein neuer Blick auf das Bauen im 21. Jahrhundert. Im Londoner Finanzdistrikt entsteht zu Beginn der 2000er-Jahre mit „30 St Mary Axe“ ein Hochhaus, das rasch ein architektonisches Wahrzeichen der Stadt wird. Besser bekannt als „The Gherkin“, orientiert sich die markante Form an biologischen Strukturen, unter anderem an Tiefseeschwämmen. Seine besondere Trag- und Fassadenstruktur ermöglicht flexible Raumkonzepte und trägt zu einem möglichst energieeffizienten Betrieb bei. In Singapur wächst im Stadtzentrum ein futuristischer Garten: die „Supertrees“. Die bis zu 50 Meter hohen Stahlkonstruktionen tragen vertikale Gärten, sammeln Regenwasser und sind in das Energiekonzept des Parks eingebunden. Nach Einbruch der Dunkelheit verwandeln sie sich in eine Licht- und Klanglandschaft – ein eindrucksvolles Beispiel für das Zusammenspiel von Technik, Natur und urbanem Grünraum. Ein stillgelegter Steinbruch in Cornwall beherbergt das „Eden Project“, einen einzigartigen Naturpark. Unter riesigen, lichtdurchlässigen Kuppeln gedeihen tropische und subtropische Pflanzenarten. Die neuartigen Gewächshäuser ziehen jährlich Hunderttausende Besucher an. Sie stehen exemplarisch für nachhaltige Architektur und innovative Nutzungskonzepte im Umgang mit Landschaft und Ressourcen. Die Reihe „Geniale Bauwerke der Geschichte“ von ZDFinfo präsentiert Bauten von der Antike bis zur Neuzeit. Meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren. Was verraten diese Konstruktionen über ihre Erbauer – und ihre Zeit? (Text: ZDF)
      Deutsche TV-Premiere Mi. 23.09.2026 ZDFinfo
    • Staffel 1, Folge 6
      Die fast 2000 Jahre alte Zitadelle der türkischen Stadt Gaziantep wird durch ein Erdbeben schwer beschädigt.
      Seit Jahrtausenden baut der Mensch für die Ewigkeit. Doch was, wenn technische Fehler gemacht werden und gewagte Konstruktionen versagen? Immer wieder kommt es zu verheerenden Unglücken. Drei dramatische Ereignisse in Italien, Brasilien und der Türkei zeigen, wie anfällig monumentale Bauwerke sein können – und welche Folgen Konstruktionsfehler, Materialermüdung und äußere Einflüsse haben. Am 14. August 2018 geschieht in Genua das Undenkbare: Mitten in der Stadt stürzt ein Teil der Morandi-Brücke ein. Die Schrägseilbrücke aus Spannbeton gilt lange als ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Doch gravierende Probleme in der Konstruktion haben fatale Folgen. Der Einsturz fordert 43 Menschenleben. Experten rekonstruieren die Ursachen der Katastrophe. Im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais bricht 2019 der Damm der Erzmine Córrego do Feijão. Jahrzehntelang hatte er Abfälle aus dem Bergbau zurückgehalten. Nach dem Dammbruch wälzen sich Millionen Kubikmeter durch die Landschaft und töten 272 Menschen. Die Doku fragt, warum der Damm den Belastungen nicht standhielt. Auch im türkischen Gaziantep gibt es schwere Schäden an einem jahrtausendealten Bauwerk. Nach schweren Erdbeben im Februar 2023 stürzen Teile der antiken Zitadelle ein. Andere Abschnitte überstehen das Beben unbeschadet. Warum versagen manche Strukturen und andere nicht? Die Reihe „Geniale Bauwerke der Geschichte“ von ZDFinfo präsentiert Bauten von der Antike bis zur Neuzeit. Meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren. Was verraten diese Konstruktionen über ihre Erbauer – und ihre Zeit? (Text: ZDF)
      Deutsche TV-Premiere Mi. 23.09.2026 ZDFinfo
    • Staffel 1, Folge 7
      Die Stadt Yazd liegt in einer Wüstenregion, in der kaum Niederschläge fallen. Dennoch wohnen Hunderttausende hier.
      Auf Gipfeln, in Wüsten und im ewigen Eis bauen Menschen an der Grenze des Möglichen. Die Doku zeigt, wie Technik Leben dort ermöglicht, wo die Natur extreme Bedingungen setzt. Drei Orte zeigen, wie Menschen mithilfe ingenieurtechnischen Wissens extreme Landschaften bewohnbar machen. Bauwerke in Peru, in Iran und in Sibirien zeugen von Anpassungsfähigkeit, Erfahrung und technischem Einfallsreichtum. Hoch in den peruanischen Anden errichten die Inka Machu Picchu auf rund 2400 Metern Höhe. Ohne Eisenwerkzeuge, Räder oder Schrift schaffen sie eine Stadt mit Hunderten Terrassen, die Nahrung liefern und Regenwasser kontrolliert ableiten. Ein ausgeklügeltes Drainagesystem schützt die Anlage vor Erosion und Starkregen. Präzise behauene Granitblöcke verleihen der Anlage Stabilität – bis heute trotzt Machu Picchu Wind, Wasser und Erdbeben. Mitten in der iranischen Wüste liegt die Stadt Yazd. Trotz extremer Hitze und Trockenheit ist sie seit Jahrhunderten die Heimat für Hunderttausende. Unterirdische Kanäle – sogenannte Qanate – leiten Wasser aus den umliegenden Bergen über viele Kilometer in die Stadt. Windtürme sorgen für Kühlung, dicke Lehmwände speichern Kälte. Selbst die Lagerung von Eis gelingt unter diesen Bedingungen – ein Beispiel für nachhaltige Klimaanpassung ohne moderne Technik. Im Osten Sibiriens steht Jakutsk vor der gegenteiligen Herausforderung: Extreme Kälte bis zu minus 60 Grad bestimmt das Leben in den meisten Monaten des Jahres. Die Großstadt ist auf dauerhaft gefrorenem Boden, dem Permafrost, gebaut. Doch die steigenden Temperaturen lassen den Untergrund tauen. Gebäude verlieren an Stabilität, Risse entstehen. Wie geht die Stadt mit den extremen Bedingungen um? Und was unternehmen Ingenieurinnen und Ingenieure, um die Bebauung an das veränderte Klima anzupassen? Die Reihe „Geniale Bauwerke der Geschichte“ von ZDFinfo präsentiert Bauten von der Antike bis zur Neuzeit. Meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren. Was verraten diese Konstruktionen über ihre Erbauer – und ihre Zeit? (Text: ZDF)
      Deutsche TV-Premiere Mi. 23.09.2026 ZDFinfo
    • Staffel 1, Folge 8
      Die Stoosbahn gilt als die steilste Standseilbahn der Welt. Sie verbindet Schwyz mit dem autofreien Bergdorf Stoos – mit Kabinen, die sich der Hangneigung anpassen.
      Kugelförmige Häuser, ungewöhnliche Festungen, steile Bahnstrecken. Manche Bauwerke wirken bizarr. Welche technischen Ideen stecken hinter den außergewöhnlichen Konstruktionen? Diese Folge führt zu drei Orten, an denen Architektur besonders auffällt – und sich bei genauerem Hinsehen als präzise durchdachte Ingenieursleistung erweist: in die Niederlande, nach Kolumbien und in die Schweiz. In ’s-Hertogenbosch in den Niederlanden wirken die sogenannten Bolwoningen, kugelförmige Wohnhäuser, als seien sie ihrer Zeit voraus und plötzlich in einer ganz normalen Vorstadt gelandet. Tatsächlich folgt ihre Form einem klaren statischen Prinzip: Die Kugel verteilt Lasten gleichmäßig und lässt sich aus vorgefertigten Elementen effizient montieren. Das Ergebnis sind experimentelle Wohnbauten, die funktional gedacht sind, aber radikal mit gewohnten Raumkonzepten brechen. Aber ist ein Haus alltagstauglich, das so gut wie keine geraden Wände hat? Über der kolumbianischen Hafenstadt Cartagena de Indias erhebt sich eine massive Festungsanlage, über mehrere Jahrzehnte errichtet von den spanischen Kolonialherren. Ihre ungewöhnliche Formgebung ist kein Zufall: Abgewinkelte Mauern, unterirdische Gänge und Vorrichtungen zur Selbstzerstörung sollten die Anlage gegen Angriffe widerstandsfähig machen – angepasst an die Waffen und Belagerungstechniken ihrer Zeit. In der Zentralschweiz steht das Bergdorf Stoos vor der Herausforderung, eine sichere Verbindung ins Tal zu schaffen. Die Lösung ist eine außergewöhnlich steile Standseilbahn. Mit Neigungen bis zu 110 Prozent führt die Trasse geradlinig den Hang hinauf – auch ein Schutz vor Lawinen. Speziell konstruierte, drehbare Kabinen sorgen dafür, dass der Fahrgastraum trotz extremer Steigung stets waagerecht bleibt. Die Reihe „Geniale Bauwerke der Geschichte“ von ZDFinfo präsentiert Bauten von der Antike bis zur Neuzeit. Meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren. Was verraten diese Konstruktionen über ihre Erbauer – und ihre Zeit? (Text: ZDF)
      Deutsche TV-Premiere Mi. 23.09.2026 ZDFinfo
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