The Love Europe Project

    D 2019
    Episodenfilm (100 Min.)
    Um Europa steht es derzeit nicht zum Besten: Brexit, aufkeimender Nationalismus und vieles mehr bedrohen den europäischen Traum. Grund für eine Reihe junger europäischer Regisseurinnen und Regisseure, im Monat der Wahl zum Europäischen Parlament ein Zeichen zu setzen. Der so entstandene Episodenfilm erzählt neun Geschichten, die so unterschiedlich und vielfältig sind wie der Kontinent selbst. Europa – ein politisches Konstrukt? Ein geographischer Raum? Was steckt hinter diesem Wort, das so viel abdecken will und doch oft schwer greifbar ist? Was genau macht Europa aus und was prägt das Zusammenleben der Menschen? „The Love Europe Project“ begibt sich auf einen Road Trip und gewährt Einblicke in die verschiedensten Lebensgeschichten und Alltagssituationen von Europäern. Da ist der Junge aus Deutschland, der Außengrenzen nur aus dem Geschichtsunterricht kennt und im Nachbarland Tschechien lernt, dass man auch ohne Worte kommunizieren kann. Da ist der alte polnische Mann, der am liebsten mit niemandem reden würde und schon gar nicht über Europa, bis er realisieren muss, dass er auf die Hilfe von anderen angewiesen ist. Aber auch Geschichten vom Rande Europas werden erzählt, wie die eines jungen Afghanen in Griechenland, für den Europa Sehnsuchtsort und Heimatlosigkeit in einem ist. Jeder Film fängt die kleinen Eigenheiten verschiedener Länder ein, ohne Klischees zu bedienen und stellt so Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten heraus, die die Vielfalt Europas wiederspiegeln. Auf die Frage, was genau Europa ausmacht, lässt sich keine absolute Antwort finden. Denn am Ende besteht Europa vor allem aus den Beziehungen von Menschen unterschiedlicher Herkunft zueinander und der Menschlichkeit, die sie alle verbindet. Die Filme im Einzelnen: „Babylon“, Regie: Sebastian Stern, Deutschland/Tschechien Dass es nicht immer großer Worte bedarf, beweist die Freundschaft eines deutschen Jungen und eines tschechischen Mädchens. An der erst seit kurzem geöffneten Landesgrenze lernen sie sich kennen und verstehen sich sofort – ganz anders, als die Erwachsenen um sie herum. „Ein Teil der Welt“, Regie: Alex Schaad, Deutschland/Kasachstan Als ein russischer Großvater seine Familie in Deutschland besucht, treffen zwei verschiedene Welten aufeinander. Über die kulturellen Grenzen hinweg versucht er, eine emotionale Verbundenheit zu seinem Enkel aufzubauen. „Paired Up“, Regie: Charlotte Regan, Großbritannien Ein deutsches Mädchen mit Kopftuch hatte eine Gruppe englischer Jugendlicher beim Schüleraustausch nicht erwartet. Ihre Ablehnung lassen sie das Mädchen spüren – doch sie weiß sich zu wehren. „Like A Bird“, Regie: Michaela Kezele, Kroatien Während eine Tochter davon träumt frei wie ein Vogel zu sein, muss ihre Mutter als Näherin in einer Fabrik unter einem despotischen Chef leiden. Bis zu dem Moment, als sie beschließt sich das nicht länger gefallen zu lassen. „Der alte Mann und der Eimer“, Regie: Tomasz Emil Rudzi, Polen Einem alten polnischen Mann widerstrebt der europäische Multi-Kulti-Lebensstil, den sein Nachbar, ein Transvestit, repräsentiert. Doch eine Notlage zwingt ihn dazu, seine Einstellung zu überdenken. „Fleeing in Europe“, Regie: Aline Fischer, Frankreich In Paris will eine Künstlerin einen libanesischen Filmemacher, der Kriegs-Dokumentationen dreht, malen. Aus dieser intimen Begegnung erwachsen Gefühle, die beide überwältigen. „Fun Factory“, Regie: Lisa Brooke Hansen und Even Hafnor, Norwegen Ein norwegisches Ehepaar meint es nur gut, als es sich in eine Diskussion muslimischer Mütter mit einer Kassiererin über den tatsächlichen Bacon Gehalt von Bacon Chips einmischt. Doch die brauchen am Ende viel weniger Hilfe als das Ehepaar selbst. „The Entrance“, Regie: Laura Bispuri, Italien Der Hintereingang eines wohlhabenden italienischen Stadthauses ist den Bediensteten vorbehalten. Als eine Putzfrau das in Frage stellt, zieht das weitreichende Diskussionen nach sich. „Cedar Wolf“, Regie: Sofia Georgovassili, Griechenland Ein aus Afghanistan geflohener Junge findet in einer Tischlerwerkstatt in Athen nicht nur eine Anstellung, sondern auch ein Gefühl von Heimat, das er bereits verloren geglaubt hat. Alle diese Kurzfilme und die Kurzdokumentation „One Day“ sind ab dem 1. Mai auch in der ARTE-Mediathek zu sehen. In „One Day“ lässt Anca Lazarescu ihren rumänischen Großvater zu Wort kommen, der findet, dass er und seine Landsleute zu so etwas wie den Stiefkindern Europas wurden. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere: 11.05.2019 arte
    1. Sendetermine
    2. Cast
    3. Crew
    4. Reviews/Kommentare

    Sendetermine

      Di 14.05.2019
    00:30–02:10
    00:30–ZDF
      Sa 11.05.2019
    23:10–00:50
    23:10–arte

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