Rya-Rya – Nur eine Mutter
- S 1949 (Bara en mor, 92 Min.)
- Drama
Schweden, um die Jahrhundertwende. Rya-Rya, das ist der Rufname des einfachen Mädchens Marie, das auf einem schwedischen Landgut arbeitet. Eines Tages wird sie dabei beobachtet, wie sie nackt im See badet. Sofort kommen böse Gerüchte in ihrem von Spießigkeit und Verklemmtheit bestimmten, puritanischen Umfeld auf. Selbst Nils, quasi ihr Freund und heimlicher Verlobter, beginnt sie zu meiden, als beispielsweise ein Tanzvergnügen ansteht. Die Landarbeiterin will sich aber ihre natürliche Lebensfreude durch die Missgunst und den Kleingeist ihrer Umgebung nicht kaputtmachen und wendet sich daraufhin einem anderen Burschen namens Henrik zu. Er wird auch derjenige Mann sein, den sie heiratet, als sie von ihm ein Kind erwartet. Die Liebe zu Rya-Rya und beider frisches Familienglück macht aus dem bislang nicht weiter auffälligen Henrik zu einer stärkeren Persönlichkeit; bald übernimmt er die Kate „Schwarzerde“ und baut sich und seiner Familie ein kleines „Nest“. Die Familie vergrößert sich, und Rya-Rya und Henrik bekommen weitere Kinder. Doch Henrik bleibt ein leichtlebiger Kerl, dem es an der nunmehr besonders nötigen Verantwortung mangelt. Zu allem Unglück sprießen erneut Gerüchte ins Kraut: diesmal soll Rya-Rya, die sich als Reinmachefrau beim Inspektor etwas hinzuverdient, mit selbigem eine Affäre haben. Am Weihnachtsabend kommt es deswegen zwischen den Eheleuten zu einem heftigen Streit, und Henrik schlägt seiner Frau, von deren Untreue er bald überzeugt ist, mit der Faust mitten ins Gesicht. Wieder ist es Rya-Rya, die aus Enttäuschung mit einem Mann sich einem anderen zuwendet, immer auf der Hoffnung nach Liebe und Vertrauen und dem kleinen Zipfel Glück. Der Neue heißt Hammar und lebt mehr schlecht als recht von einer Tätigkeit als Waldarbeiter. Auch hier startet ihre Liebe zu ihm rauschhaft wie im Traum. Doch Henrik reißt seine Frau von Hammar los und zieht mit ihr und den Kindern fort. Nach acht Jahren kehrt man zurück: Henrik arbeitet nun als Knecht und seine Frau als Melkerin. Doch die Unbilden des Lebens und all die Schwierigkeiten, die sie mit ihrer mehrköpfigen Familie zu überstehen hatte, kosteten Rya-Rya viel Kraft: Eines Tages bricht sie zusammen. Auch jetzt hat sie noch immer das Wohl der Anderen im Kopf. Auf dem Sterbebett bittet Rya-Rya Henrik um Verzeihung, doch der erwidert, dass sie ihm eine gute Ehefrau gewesen sei.
Dieser Text basiert auf dem Artikel Rya-Rya – Nur eine Mutter aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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