OSS 117 – Er selbst ist sich genug

    F 2009 (OSS 117: Rio ne répond plus, 101 Min.)
    • Agenten
    • Parodie
     – Bild: Emilie de la Hosseraye

    Der französische Geheimagent Hubert Bonisseur de La Bath, Codename OSS 117, wird 1967 nach Brasilien geschickt, um einen Alt-Nazi aufzuspüren, der sich im Besitz eines brisanten Mikrofilms befindet. Dank seines machohaften Auftretens und seiner Taktlosigkeit lässt OSS 177 bei seinen Ermittlungen kein Fettnäpfchen aus. Auf wundersame Weise gelingt es dem eitlen Spion trotzdem, die schönsten Frauen zu betören und die gefährlichsten Situationen unbeschadet zu überstehen. Er ist zurück: Hubert Bonisseur de La Bath, Deckname OSS 117, Spezialagent des französischen Geheimdienstes – und tollpatschiger als je zuvor. Es ist das Jahr 1967, die Ära von Flower-Power und freier Liebe hat gerade begonnen. In diesem Umfeld hat es ein sexistischer Macho vom alten Schlag wie OSS 117 nicht mehr so leicht wie früher.
    Beirren lässt er sich davon allerdings nicht, zumal die Regierung einmal mehr auf seine Talente zählt: Sein neuester Auftrag führt OSS nach Brasilien, wo er den untergetauchten Alt-Nazi von Zimmel aufspüren soll. Dieser besitzt einen Mikrofilm, auf dem sich die Namen hochrangiger französischer Nazi-Kollaborateure befinden. Eine Veröffentlichung würde die französische Regierung in beträchtliche Schwierigkeiten bringen – denn offiziell hat nie ein Franzose mit den Nazis zusammengearbeitet. In Brasilien erhält OSS 117 unerwartet Unterstützung von drei Mossad-Agenten, die ebenfalls hinter dem Deutschen her sind. Zudem muss der Agent sich gegen die Attacken chinesischer Killer zur Wehr setzen. Als es OSS gelingt, von Zimmel im Regenwald aufzuspüren, bemerkt er, dass er in eine Falle gelockt wurde – doch so leicht gibt ein Mann seines Schlages nicht auf.
    Mit viel bissigem Humor und Liebe zum schrägen Detail brachte „The Artist“-Regisseur Michel Hazanavicius den narzisstischen Spion Hubert Bonisseur de La Bath in „OSS 117 – Der Spion, der sich liebte“ (2006) auf die große Leinwand. Auch die 2009 entstandene Fortsetzung „OSS 117 – Er selbst ist sich genug“ erweckt die Atmosphäre klassischer Agentenfilme neu zum Leben, um sich über das Genre lustig zu machen. Abermals brillant als Sean-Connery-Kopie in der Hauptrolle: Jean Dujardin, der für die deutsche Fassung von Oliver Kalkofe synchronisiert wurde. Stärker noch als der erste Teil nimmt „OSS 117 – Er selbst ist sich genug“ die Klischees des Genres auf die Schippe. Filmfans kommen auch durch zahlreiche Anspielungen auf Klassiker wie „Der unsichtbare Dritte“ oder Kultfilme wie „The Big Lebowski“ auf ihre Kosten.
    Die Mischung aus Persiflage und Hommage zahlte sich an den Kinokassen aus: In Frankreich übertraf der Film mit rund 2,4 Millionen Zuschauern sogar seinen Vorgänger. (Text: BR Fernsehen)

    Deutsche TV-Premiere14.10.2012Das Erste

    Originalsprache: Französisch

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