Mensch Mutter

    D 2003
    Spielfilm (88 Min.)
    Vrenis (Suzanne von Borsody, li.) Bruder Rolf (Stefan Jürgens, re.) spielt Mutter Hilde (Rosemarie Fendel, 2.v.re.) ein Geburtstagsständchen. – Bild: ARD Degeto/Christian A. Rieger
    Vrenis (Suzanne von Borsody, li.) Bruder Rolf (Stefan Jürgens, re.) spielt Mutter Hilde (Rosemarie Fendel, 2.v.re.) ein Geburtstagsständchen. – Bild: ARD Degeto/Christian A. Rieger
    Die erfolgreiche Lektorin Vreni (Suzanne von Borsody) macht eine schwere Zeit durch: Die Trennung von ihrem untreuen Ehemann Manfred (Horst-Günter Marx) verwindet sie nur mit Mühe, ihr geliebter Sohn Mike (André Kaminski) wird demnächst ebenfalls das mütterliche Heim verlassen, um für ein Jahr in die USA zu gehen, und im Verlag muss sie sich gegen eine junge, aufstrebende Konkurrentin (Tina Ruland) durchsetzen. Als wären das nicht genug Sorgen, erleidet Vrenis rüstige Mutter Hilde (Rosemarie Fendel) völlig unerwartet einen Schlaganfall. Da Vrenis Bruder Rolf (Stefan Jürgens) sich elegant aus der Affäre zieht, muss Vreni ihre Mutter bei sich aufnehmen, bis die alte Dame in ihre eigene Wohnung zurückkehren kann. Spannungen sind vorprogrammiert, da Hilde sich in recht dominanter Weise in das Leben ihrer zurückhaltenden Tochter einmischt. Sie versucht nicht nur, Vreni in Karrierefragen zu ‚beraten‘, sondern hat sich außerdem das Ziel gesteckt, die Ehe ihrer Tochter zu kitten. In ihrem neuen Nachbarn, dem sympathischen Arno (Jan-Gregor Kremp), der ebenfalls seine alte Mutter pflegt, findet Vreni einen verständnisvollen Gesprächspartner. Obwohl Hilde spürt, dass Vreni durchaus mehr für Arno empfindet als nur Freundschaft, lässt sie kein gutes Haar an dem etwas introvertierten Mann. Sie verdächtigt ihn sogar, seine eigene Mutter vergiften zu wollen … Als Manfred sich eines Tages bei Vreni meldet und um ein Treffen bittet, schöpft diese zaghaft Hoffnung auf eine Versöhnung. Wenig später, ausgerechnet am 75. Geburtstag ihrer Mutter, erfährt Vreni jedoch, dass Manfred sich vor allem auf Bitten Hildes hin mit ihr getroffen hatte. Nun platzt ihr endgültig der Kragen. Vreni erkennt, dass es eine offene Aussprache zwischen ihr und ihrer Mutter geben muss. Dabei brechen lange verdrängte Konflikte auf und schmerzvolle Wahrheiten kommen ans Licht. Doch durch die reinigende Kraft dieses Gesprächs finden Mutter und Tochter endlich wieder zueinander. Am Ende gelingt es Vreni, die Vergangenheit ruhen zu lassen und voller Optimismus ein neues Leben zu beginnen. „Mensch Mutter“ ist eine einfühlsam erzählte Familiengeschichte um eine Frau, die unvermittelt auch mit schwierigen Seiten des Lebens konfrontiert wird – und der es am Ende gegen alle Widrigkeiten gelingt, neues Glück und eine neue Liebe zu finden. In der Hauptrolle glänzt Suzanne von Borsody (‚Späte Aussicht‘) als zurückhaltende Frau, die unter der Dominanz ihrer wohlmeinenden Mutter leidet. Rosemarie Fendel (‚Familie Sonnenfeld‘) überzeugt als ältere Dame, die für ihre Tochter nur das Beste will und dabei so manchen Fehltrii begeht. In weiteren Rollen sind Jan-Gregor Kremp (‚Elvis und der Kommissar‘) als sensibler Nachbar und Tina Ruland (‚Das Wunder der Liebe‘) als energische Karrierefrau zu sehen. Gerade erst musste die sympathische Lektorin Vreni die Trennung von ihrem Mann verwinden, da erleidet ihre Mutter Hilde einen Schlaganfall – und muss nun bis auf Weiteres bei ihrer Tochter einziehen. Fortan mischt die ältere Dame sich ungefragt in sämtliche Lebensbereiche ihrer Tochter ein. Vom Beruf bis zur Liebe: Zu allem hat Hilde eine Meinung. Es dauert nicht lange, bis es zwischen der melancholischen Vreni und ihrer dominanten Mutter zu Spannungen kommt. (Text: One)
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