Max, der Taschendieb

    D 1962
    Spielfilm (91 Min.)
    Für Inspektor Friedrich (Arno Assmann, rechts) ist Max Schilling (Heinz Rühmann) kein Unbekannter. Er kennt den Taschendieb, der offiziell als Versicherungsvertreter arbeitet gut und versucht ihn bei der Suche nach einem gefährlichen Verbrecher zur Mithilfe zu überreden. – Bild: BR/ARD Degeto
    Für Inspektor Friedrich (Arno Assmann, rechts) ist Max Schilling (Heinz Rühmann) kein Unbekannter. Er kennt den Taschendieb, der offiziell als Versicherungsvertreter arbeitet gut und versucht ihn bei der Suche nach einem gefährlichen Verbrecher zur Mithilfe zu überreden. – Bild: BR/ARD Degeto
    Max Schilling verdient den Lebensunterhalt für seine vierköpfige Familie als Taschendieb. Das haben schon Max’ Vater und Großvater so getan. Sohn Egon soll allerdings auf keinen Fall die Familientradition fortsetzen, zumal es von Jahr zu Jahr mühsamer wird, mit Erfolg in fremden Taschen zu fischen. Verantwortlich dafür ist der stets freundliche, allerdings auch ziemlich hartnäckige Inspektor Friedrich, der Max’ Profession immer schwieriger macht. Als Max’ Schwager Fred sich mit einem echten Gangster einlässt, beweist Max, dass er das Herz auf dem rechten Fleck hat. Max Schilling lebt davon, dass er anderen Leuten unauffällig die Brieftasche aus dem Jackett zieht. Der Kleinganove folgt damit einer Familientradition, der schon Vater und Großvater nachgegangen sind. Max’ Sohn Egon soll allerdings auf keinen Fall in die väterlichen Fußstapfen treten, zumal es von Jahr zu Jahr mühseliger wird, mit Erfolg in fremden Taschen zu fischen. Mitunter hat Max seine liebe Not, seiner Frau Pauline das Geld für den Friseur zu beschaffen. Probleme hat er auch mit seinem Schwager Fred, Paulines missratenem Bruder. Fred ist ein Taugenichts, stets in Geldverlegenheiten, und was er anpackt, geht in der Regel schief. Als er sich mit dem Gangster Charly Gibbons einlässt und bei einem Raubüberfall 600.000 DM Lohngelder verschwinden, wird Fred bald darauf ermordet aufgefunden. Nun kann Max nicht mehr so tun, als ginge ihn das alles nichts an. Während die Polizei im Dunklen tappt, heftet sich Max an die Fersen von Gibbons. Regisseur Imo Moszkowicz (1925–2011) überlebte den Holocaust als Zwangsarbeiter im KZ Buna/Monowitz, während seine Mutter und seine beiden Brüder Hermann und David im Vernichtungslager Auschwitz ermordet wurden. Nachdem Moszkowicz 1945 von der Roten Armee befreit wurde, kehrte er schließlich nach Deutschland zurück, wo er als Schauspieler und bald auch als Regieassistent am Theater arbeitete und ab Ende der 1950er-Jahre für Fernsehen und Kino als Regisseur tätig war. In seiner humorvollen Gaunerkomödie „Max, der Taschendieb“ ließ Moszkowicz mit Hans Clarin und Heinz Rühmann zwei der beliebtesten Schauspieler des deutschen Nachkriegskinos aufeinandertreffen. Die Filmmusik schrieb Martin Böttcher, sein unter dem Pseudonym Michael Thomas komponierter Song „Hawaii Tattoo“, der in dem Film zu hören ist, wurde Anfang der 1960er-Jahre zu einem Welterfolg. (Text: BR Fernsehen)
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