Gegen alle Widerstände Nach nur vier Monaten Haft kehrt Erdoğan zurück – in ein Land am Abgrund. Ein verheerendes Erdbeben, eine schwere Wirtschaftskrise und das Versagen der politischen Elite erschüttern die Türkei. Millionen verlieren das Vertrauen in den Staat. Erdoğan erkennt seine Chance – und erfindet sich neu. „Er war wie ein guter Teig“, erinnert sich Nihal Olçok, die schon seinen Bürgermeisterwahlkampf unterstützte, „man konnte Börek aus ihm machen, oder Baklava“. Mit der Gründung der AKP legt er sein islamistisches Image ab. Erdoğan trifft den Nerv einer
wütenden Nation.
Der Plan geht auf, die AKP gewinnt die Wahlen. Trotz Politikverbots bahnt er sich mit taktischem Geschick den Weg an die Spitze – und wird Premierminister. Erdoğan treibt Reformen voran, führt die Türkei auf EU-Kurs und entfacht eine Aufbruchsstimmung. Doch der Widerstand wächst. Als Europa auf Distanz geht, richtet er den Blick nach innen – und riskiert alles im Kampf gegen die alten Eliten. Verhaftungswellen erschüttern das Land, Kritiker schlagen Alarm. Ist das der Aufbruch einer neuen Türkei – oder der Beginn eines gefährlichen Machtumbaus? (Text: WDR)
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