Hund und Katze
Folge 19 (95 Min.)
Tobias Müller – Moderator EinsteinBild: SRF/Oscar AlessioWas Hunde und Katzen in den ersten 16 Lebenswochen erleben, prägt sie für immer. Fehlt die Sozialisierung, reagieren die Tiere oft ängstlich oder aggressiv. Der frühe Kontakt zu Menschen, Erfahrungen mit Geräuschen und anderen Tieren ist entscheidend für eine stabile, vertrauensvolle Beziehung zwischen Menschen und Tieren. Der Film begleitet eine frischgebackene Dackelbesitzerin über ein halbes Jahr und zeigt die Höhen und Herausforderungen im Alltag mit dem lebhaften Welpen. Eine Maine-Coon-Züchterin zeigt: Gut sozialisierte Kätzchen entwickeln eine enge Bindung zum Menschen – das erleichtert das Zusammenleben von Anfang an. Tobias Müller wagt ein Experiment: Im Tierheim des Zürcher Tierschutzes soll er der eigensinnigen Katze Thunder ein „High Five“ beibringen – und sie auf Kommando in die Transportbox bringen.Mit positiver Konditionierung. Unterstützung erhält er von Klickertrainerin Christianne Gasser. Doch kann man Katzen überhaupt erziehen? Auch bei Hunden zeigt sich: Mit Strenge kommt man nicht weit. Australian Shepherd Sky ist hyperaktiv, kaum zu bändigen und bringt seine Halter an ihre Grenzen. Statt Druck setzt die Hundetrainerin auf Geduld und positive Verstärkung. Schritt für Schritt lernt Sky, sich zu konzentrieren und besser mit Reizen umzugehen. Früher wurden Tiere mit Härte erzogen. Heute gilt das als überholt. Verhaltenstierärztin Maya Bräm erklärt, warum Belohnung und Partnerschaft der Schlüssel zu einem harmonischen Zusammenleben sind. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 29.10.2026 3sat Original-TV-Premiere Mi. 22.07.2026 SRF 1 Tourismus am Säntis – Wandern mit Vernunft
Folge 20Katrin Hönegger vor dem SäntisBild: SRFNo-Gos: Wie wandert man naturverträglich? Auf der grossen Schwägalp sorgt neu ein Ranger für Recht und Ordnung auf den Wanderwegen, da in der Vergangenheit immer Konflikte zwischen Touristen, Alpwirtschaft und Naturschutz entstanden sind. Moderatorin Kathrin Hönegger erfährt Details aus der Praxis des Rangers – und oft fragt man sich: Sind die Touristen gut vorbereitet?Sanierung Schwebebahn – ein Mammutprojekt Die alte Schwebebahn von 1974 wird komplett saniert. Grösste Neuerung: Eine von zwei Stützen wird eliminiert, dadurch erhöht sich der Seilzug. Berg- und Talstation müssen dafür massiv verstärkt und betoniert werden. Welche Bedeutung hat die Schwebebahn für den lokalen Tourismus – und wie geht es weiter? Von Alpenfaltung, Rekordwerten und Nashörnern Woher kommt eigentlich der Alpstein? Geologin und Alpinistin Livia Manser schildert die spannende Erdgeschichte des Gebiets vor Millionen von Jahren. Das Säntis ist ein Berg der Wetterextreme: Wetterbotschafter Felix Blumer ordnet ein. Und sensationelle Fossilienfunde der letzten Jahre lassen staunen und einen neuen Blick auf die Region entwickeln. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 20.08.2026 SRF 1 Klima-Hotspot Alpen – Wandern im Engadin
Folge 21Felix Keller, Glaziologe/Gletscherforscher, und Tobias MüllerBild: SRG SSRDenise Tinner lebt täglich mit den Folgen der steigenden Temperaturen in den Alpen. Die Hüttenwartin der SAC-Hütte Tuoi im Unterengadin muss ihren Gästen regelmässig erklären, was es mit der Umleitung des Wanderwegs zur Hütte auf sich hat und warum es Panzerglas vor den Fenstern ihrer Hütte hat. Wegen des Kleinen Piz Buin sei das, wo ein Bergsturz drohe. Doch die Hütte sei sicher, müsse nur wegen der Druckwelle und Splittersteinen beim möglichen Abbruch geschützt werden. Der alte Hüttenweg hingegen wäre im Gefahrenbereich.Wandern im Gefahrengebiet Tobias Müller wandert zur Hütte und hofft auf eine ruhige Nacht. Zusammen mit dem einheimischen Glaziologen Felix Keller. Keller ist ein Pionier der Permafrostforschung und weiss: Dessen Tauen macht auch den Kleinen Piz Buin instabil. Dabei wurde er vor 40 Jahren noch ausgelacht. Keller zeigt Tobias Müller, wo früher Gletscher lagen im Gebiet, die heute verschwunden sind. Veränderte Landschaften, instabile Gebiete – Keller sagt, dass es gefährlicher wird in den Bergen. Besonders weil sich Berggänger oft nicht bewusst sind, dass es rasante Veränderungen gibt. Blinde Flecken Der Geograf Yves Bühler untersucht den Kleinen Piz Buin seit sechs Jahren. Bei der jährlichen Vermessung Mitte August setzt er Drohnen ein und ein Radargerät, kombiniert die Daten mit denen von drei Erdbebenmessstationen und Satelliten. Der Kleine Piz Buin ist auch ein Experimentierfeld. Die Methode wird demnächst von den Kantonen Wallis und Graubünden eingesetzt werden. Die Resultate der diesjährigen Untersuchung werden Denise Tinner freuen. Doch die Vermessungen sind teuer, blinde Flecken werden bleiben in den Alpen, sagt Bühler. Wo bleibt das Wasser? Gar keine Freude macht der Hüttenwartin die Trockenheit. Es gibt Tage, da wird das Wasser knapp. Das macht aber nicht nur ihr Sorgen. Tobias Müller wandert auf die Alp Valmala. Hier versiegt bald die Quelle. Was er dann tue? Senn Tobias Schweiger hat noch keine Lösung gefunden. Auch seinen Geissen setzt die Hitze zu, sie steigen immer höher in die kühleren Berge. Kein Einfaches, sie am Abend von so hoch oben wieder zurückzuholen. Murmeltiere im Hitzestress Was Wanderer wohl am meisten bewegt: Murmeltiere wird man seltener sehen. Sie können ihre Temperatur kaum regulieren, verschwinden darum bei Hitze im Bau. Und langfristig wird ihr Lebensraum knapper. Dass Tier- und Pflanzenwelt von den steigenden Temperaturen durcheinandergebracht werden, bestätigt die Biologin Anne Kempel. Sie zeigt Tobias Müller Lebewesen, die er hoch oben in der Alpwiese so nicht erwartet hätte. Die aber genauso Hitzestress haben können wie die Murmeltiere. Der Alpenraum verändert sich gerade rasant unter den steigenden Temperaturen. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 03.09.2026 SRF 1 Lassen wir unsere Fische sterben?
Folge 22Toter FlussfischBild: SRG SSRUnseren Flussfischen geht es schlecht. Der Hitzesommer 2026 und Flussbarrieren lassen Hunderttausende verenden. Die vielen Kraftwerkbarrieren hindern verschiedene Fischarten bis heute an ihrer natürlichen Wanderung. Haben die Fische eine Zukunft oder ist es schon zu spät? (Text: SRF)Original-TV-Premiere Do. 10.09.2026 SRF 1 Wandern mit Motor: Exoskelette erobern den Alltag
Folge 23Einstein Moderator Tobias Müller testet ein Exoskelett auf dem Fahrrad.Bild: SRFSelbstversuch im Ironman-Anzug «Einstein»-Moderator und Hobbysportler Tobias Müller wagt den Selbstversuch: Mit einem futuristischen Exoskelett an den Beinen sprintet er Treppen hoch, fährt Bergstrecken auf dem Velo und testet, wie viel zusätzliche Power tatsächlich im «Ironman-Anzug» steckt. Die Versprechen der Hersteller klingen spektakulär: weniger Belastung, mehr Leistung, bis zu 30 Prozent längere Ausdauer. Doch wie viel davon hält wissenschaftlichen Tests stand? Forschende der ETH Zürich analysieren Energieverbrauch und Bewegungsmuster – und liefern überraschende Resultate.Mehr Mobilität im Alter Brigitte Eberhard ist 85 Jahre alt. Wegen Arthrose sind längere Wanderungen für sie kaum mehr möglich. Mit einem Exoskelett wagt sie sich dennoch auf eine mehrstündige Tour mit ihrer Seniorengruppe. Kann Technologie Menschen im Alter tatsächlich neue Mobilität schenken? Oder bringt die Unterstützung auch neue Unsicherheiten mit sich? Entlastung bei harter Arbeit Stehen Exoskelette auch in der Arbeitswelt vor dem Durchbruch? In Autogaragen, Logistik- und Entsorgungsbetrieben treffen wir Menschen, die täglich schwere Lasten bewegen. Rücken- und Schulterprobleme gehören dort oft zum Alltag. Immer mehr Firmen testen Exoskelette, um Mitarbeitende bei körperlich belastender Arbeit zu unterstützen und langfristig gesund zu halten. Doch was als Entlastung gedacht ist, wirft eine heikle Frage auf: Werden Menschen dadurch wirklich geschont – oder am Ende einfach auf noch höhere Produktivität getrimmt? «Einstein» über die Verschmelzung von Mensch und Maschine sowie die Chancen, Risiken und Alltagstauglichkeit dieser neuen Technologien. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 17.09.2026 SRF 1 Brauchen wir Geschwister?
Folge 24Bild: SF1Die dramatischsten Geschichten handeln nicht von Liebespaaren, sondern von Geschwistern – von Kain und Abel bis zu Aschenputtels Stiefschwestern. Kein Wunder: Die Beziehung zu Bruder oder Schwester lässt sich nicht aussuchen, sie ist von Geburt an gesetzt. Schon früh ringen Geschwister um das Knappste, was es in einer Familie gibt: die Aufmerksamkeit der Eltern.Jeder sucht seine Nische Aber wie lösen Geschwister diesen Dauerwettbewerb? Oft, indem sie sich bewusst voneinander abgrenzen: Glänzt die ältere Schwester in Mathematik, entdeckt der jüngere Bruder vielleicht die Kunst für sich. Viele definieren sich über das, was das Gegenüber gerade nicht ist – und werden dadurch unterschiedlicher, als man es bei so vielen gemeinsamen Genen und Erfahrungen erwarten würde. «Einstein» geht der Frage nach, ob diese Suche nach der eigenen Nische erklärt, warum Geschwister manchmal wie aus verschiedenen Welten wirken. Aufschauen zum Älteren Obwohl oft eine Abgrenzung zwischen Geschwistern zu beobachten ist, gibt es auch Gemeinsamkeiten. Vor allem, weil die jüngeren Geschwister zu den älteren aufschauen und sich an ihnen orientieren. Mit Hilfe von Hirnscans wollten Forschende herausfinden, wie prägend dieser Faktor ist. Erstgeborene, Sandwichkinder, Nesthäkchen Der verantwortungsbewusste Älteste, das vernachlässigte Mittelkind, das freche Nesthäkchen: Über kaum etwas kursieren so viele Klischees wie über die Geburtenreihenfolge. Schon der Wiener Psychologe Alfred Adler war überzeugt, dass die Position in der Familie den Charakter formt. Eine Auswertung von über 20’000 Datensätzen liefert nun ein überraschendes Bild. Und auch der berühmte Befund, dass auffällig viele Astronauten Erstgeborene sind, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als trügerisch. Wie viel an den Mythen wirklich dran ist, klärt «Einstein». Was die Gene verraten Geschwister teilen im Schnitt die Hälfte ihrer DNA – und doch gleicht kaum eines dem anderen. Wie stark also bestimmt das Erbgut, wer ein Mensch wird? Aufschluss versprechen eineiige Zwillinge, die kurz nach der Geburt getrennt wurden und in völlig verschiedenen Familien aufwuchsen. Werden sie einander trotzdem ähnlich? Oder formt das Leben sie auseinander? Die Sendung liefert überraschende Erkenntnisse dazu. Einzelkinder und die Macht der Gene Und jene, die ganz ohne Geschwister aufwachsen? Einzelkinder gelten oft als verwöhnt, einsam und egoistisch – ein Ruf, der bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Dabei werden sie immer häufiger: In der Schweiz liegt die Geburtenrate aktuell bei 1,29 Kindern pro Frau, so tief wie noch nie. Geht einem Einzelkind wirklich etwas verloren? Oder ist es am Ende sogar im Vorteil? «Einstein» trennt Mythos von Fakt – und fragt, was Geschwister wirklich für ein Leben bedeuten. Die Spurensuche führt zu einer Erkenntnis, die weit über das Kinderzimmer hinausreicht. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 24.09.2026 SRF 1
