2026, Folge 18⁠–⁠34

  • Folge 18
    Billigere Lebensmittel – was bringt die Steuersenkung wirklich? Ab 1. Juli sinkt die Mehrwertsteuer auf viele Grundnahrungsmittel – von 10 auf 4,9 Prozent. Milch, Brot, Obst und Gemüse sollen günstiger werden und vor allem Haushalte mit kleinen Einkommen entlasten. Das Ganze kostet den Staat jährlich rund 400 Millionen Euro. Aus der Wirtschaft kommt Kritik – die Umsetzung sei zu bürokratisch, die Vorbereitung zu kurzfristig. Aber offen bleibt: Kommt die Senkung an der Supermarktkassa tatsächlich an? Bericht: Ines Ottenschläger, Michael Mayrhofer Teure Grundstücke – macht das Baurecht Wohnen wieder leistbar? Wer heute in Österreich bauen will, steht oft vor unbezahlbaren Grundstücken. Vor allem rund um Städte explodieren die Preise immer mehr. Im Vorarlberger Bezirk Bregenz oder Dornbirn kostete ein Quadratmeter Baugrund im vergangenen Jahr durchschnittlich 740 Euro. Nur wer erbt, kann sich den Traum vom Wohneigentum noch leisten. Eine Alternative kann das Baurecht sein. Was im Osten Österreichs schon länger üblich ist, wird darum auch in Westösterreich zum Thema. Dabei wird der Grund nicht mehr gekauft, sondern für 10 bis 100 Jahre „angemietet“ – oft von Kirche oder Gemeinde. Das macht die Kosten überschaubarer, doch es gibt auch etliche Haken. Bericht: Bettina Fink, Ines Ottenschläger 10 Jahre Brexit – was wurde aus dem Versprechen der Unabhängigkeit? Am 23. Juni 2026 jährt sich das Brexit-Referendum zum zehnten Mal. 52 Prozent stimmten damals für den Austritt Großbritanniens aus der EU – eine knappe, aber weitreichende Entscheidung. Die Erwartungen der EU-Gegner damals waren groß: zurückgewonnene Souveränität, mehr Wachstum, weniger Migration. Die Befürworter der EU hingegen warnten vor wirtschaftlichen Einbußen, geopolitischem Bedeutungsverlust und einer tiefen gesellschaftlichen Spaltung. Ein Rückblick auf ein Jahrzehnt voller Turbulenzen – und die Frage, wie das Vereinigte Königreich heute zur EU steht. Bericht: Jörg Winter (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Do. 25.06.2026 ORF 2
  • Folge 19
    Streit um Paketsteuer – was jetzt auf die Kunden zukommt: Letzte Woche hat der Nationalrat die Paketsteuer beschlossen. Ab 1. Oktober kostet jedes Paket bis zu 2,40 Euro mehr. Betroffen sind Onlinehändler mit über 100 Millionen Euro Jahresumsatz in Österreich – zahlen sollen also die Großen: Amazon, Otto oder Ikea. Aber auch kleine Händler trifft es, wenn sie etwa über Amazon verkaufen. Ziel der Steuer ist es, Geld für die leeren Staatskassen und Rückenwind für den kleinen Handel zu lukrieren. Der Widerstand der betroffenen Online-Riesen ist groß – erste Klagen sind angekündigt. Offen bleibt die entscheidende Frage: Zahlen am Ende die Konsumenten drauf? Bericht: Bettina Fink, Michael Mayrhofer „Zwischenparken“ beim AMS – Wirtschaften auf Kosten des Steuerzahlers: 700 Millionen Euro kostet dem Staat das sogenannte „Zwischenparken“ von Beschäftigten jährlich. Vor allem im saisonalen Betrieb, im Baugewerbe und im Tourismus melden Unternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorübergehend beim AMS an, anstatt sie durchgehend zu beschäftigen. Die Kosten trägt während dieser Zeit die Allgemeinheit. Aber auch in anderen Branchen wird diese Vorgehensweise oftmals eingesetzt, um bei schwacher Auftragslage Personalkosten einzusparen. Eine wirtschaftliche Notwendigkeit? Oder doch bloß eine gängige Praxis, unternehmerisches Risiko auf den Steuerzahler zu verlagern? Bericht: Ines Ottenschläger, Zoe Raftl Grundwasser-Alarm – warum wir für den Notfall nicht gerüstet sind: Anhaltende Hitze und viel zu wenig Regen: Österreichweit sind die Grundwasserspiegel auf einem historischen Tiefstand. Einzelne Gemeinden mussten sogar stundenweise Wasser abschalten. Eine Kritik: Wenn Grundwasser knapp wird, gebe es kein ausgefeiltes Notfallmanagement. Zudem wissen Länder und Bund nicht einmal genau, wie viel Grundwasser von wem zu welchem Zeitpunkt entnommen wird. Landwirtschaft oder Industrie etwa nutzen oft eigene Brunnen. Ein bundesweites Grundwasser-Entnahmeregister soll nun auch in Österreich blinde Flecken bei der Wassernutzung ausleuchten. Doch Konflikte sind vorprogrammiert. Bericht: Bettina Fink, Sonja Hochecker (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Do. 16.07.2026 ORF 2
  • Folge 20
    Wenige Branchen sind mit dem wirtschaftlichen Aufstieg Europas so verknüpft wie die Autoindustrie. Mit dem Wirtschaftswunder der 1960er-Jahre trat der Personenkraftwagen im Nachkriegseuropa seinen Siegeszug an. Motorisierung und Individual-Mobilisierung wurden zum Inbegriff der persönlichen Freiheit und zum ständigen Motor von Aufstieg, Vollbeschäftigung, Wohlstand. In den 1970er und 1980er-Jahren wurden Europas Automarken zum Symbol von Qualität und zum Exportschlager. Gleichzeitig galten die Autobauer als verlässliche und begehrte Arbeitgeber. Mit Fertigungsanlagen von China über die USA bis nach Mexiko wurden die Hersteller zu internationalen Konzernen mit zehntausenden Zulieferbetrieben auf allen Kontinenten. Und auch die Nachfrage nahm mit dem global wachsendenden Wohlstand immer weiter zu. Fast schien es so, als würde es immer so weitergehen. Die Vollbremsung kam unerwartet: als 2015 der Diesel-Abgasskandal in den USA auffliegt, beginnt der europäische Wohlstandsmotor zu stottern. Covid, Lieferkettenprobleme, Russland-Krieg – eine Krise jagt die nächste. Und während die Europäer versuchen, wieder Tritt zu fassen, rauscht ein neuer Konkurrent heran: China produziert heute Elektro-Autos, die nicht nur technisch gut verarbeitet sind, sondern auch nur halb so viel kosten. VW, Mercedes, BMW, Audi – kaum eine große Marke, die aktuell nicht mit Meldungen zu Werksschließungen und Jobabbau Schlagzeilen macht. Kann es sein, dass die europäischen Autobauer in den vergangenen Jahren verlernt haben, innovativ zu sein? Sind die Technologien veraltet, die Preise zu hoch? Werden die einstigen Exportschlager zu Ladenhütern? Und was bedeutet das für die zigtausenden Arbeitsplätze in Fertigung und Zulieferindustrie? Ist der Wohlstand, den das Auto für uns alle seit Jahrzehnten bedeutet, in Gefahr? ECO zeichnet den Aufstieg der europäischen Automobilindustrie nach und lotet in zahlreichen Gesprächen mit Expertinnen und Experten aus, wie es mit dem Wohlstandsmotor Auto in Zukunft weitergehen kann (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Do. 23.07.2026 ORF 2
  • Folge 21
    Original-TV-Premiere Do. 30.07.2026 ORF 2
  • Folge 22
    Ein leises Surren, ein Einschlag, Feuer und Rauch: die Bilder von Drohnenangriffen sind mittlerweile trauriger Alltag für viele Menschen in der Ukraine. Aber auch in Russland schlagen immer öfter Sprengsätze ein und zerstören kritische Infrastruktur wie Raffinerien, Brücken und militärische Einrichtungen. Der Krieg in der Ukraine dauert nun schon länger als der Erste Weltkrieg und ein Ende ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: die Angriffe beschränken sich längst nicht mehr nur auf russisches und ukrainisches Gebiet. Ganz Europa ist mittlerweile Ziel hybrider Kriegsführung. Die Explosion der Nord-Stream-Pipelines vor vier Jahren galt vielen als Warnschuss. Politiker aus ganz Europa betonten damals die Notwendigkeit, kritische Infrastruktur besser zu schützen. Denn verborgen am Meeresgrund ist Europa verwundbar. Hier liegen die modernen Lebensadern: Pipelines, Stromleitungen und Datenkabel. Werden sie zerstört, könnten Millionen Haushalte nicht mehr versorgt werden. In der Nähe dieser Pipelines und Kabel werden immer wieder Schiffe unter russischer Flagge gesehen, die ihre Ortungssysteme abgeschaltet haben. Sie scheinen sich für all das zu interessieren, was am Meeresboden liegt. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) zählte bei seiner Recherche dutzende Durchfahrten und mehr als 60 verdächtige Aktivitäten in der Nord- und Ostsee, wie etwa ganz langsame Schleichfahrten und Zickzackkurse direkt über kritischer Infrastruktur. Was ist die geheime Mission dieser Schiffe? Warum fahren sie häufig ohne Positionsdaten und haben bewaffnete Spezialkräfte an Bord? Und wieso fällt es Polizei und Militär so schwer, gegen die mysteriösen Schiffe vorzugehen? (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Do. 06.08.2026 ORF 2
  • Folge 23
    Extreme Dürre – ist der Landwirtschaft noch zu helfen? Die vergangenen zwölf Monate waren die trockensten seit Beginn der Messungen vor 176 Jahren. Das spüren viele Landwirtinnen und Landwirte im Osten Österreichs – die Dürre wird zur existenziellen Frage. Es fehlt das Wasser, Futtermittel werden knapp, bei Mais, Getreide und im Weinbau rechnet man mit enormen Ernteausfällen. Wie und in welchem Umfang den Agrar-Betrieben von der Politik geholfen werden kann, ist Gegenstand von hitzigen Diskussionen. Die einen fordern direkte Hilfe aus dem Katastrophen-Fonds, die anderen bemängeln die fehlende Bereitschaft der Bauern, sich gegen Risiken zu versichern. Bis Mittwoch dieser Woche wollen Regierung und Landwirtschaftskammer eine Lösung für Akut-Betroffene vorlegen. Wird das reichen, um die Folgen der Klimaveränderung in den nächsten Jahren zu stemmen? Bericht: Hans Hrabal & Matthias Linke Die Hausbank am Handy – wie Neobanken um junge Kunden werben Sie sind günstig, digital und rund um die Uhr am Handy verfügbar: Neobanken wie N26, Revolut oder Trade Republic werben massiv in sozialen Medien um junge Kundinnen und Kunden. Dabei wollen sie alles sein: Girokonto, Sparkonto, Wertpapierdepot und Krypto-Handelsplatz. Werden aus den Neobanken die Hausbanken der nächsten Generation – oder braucht es dafür doch mehr als eine gut gestaltete App? Welche Chancen und Risiken bringen die neuen Angebote für junge Kundinnen und Kunden mit sich? Und wie reagieren die etablierten Banken auf die wachsende digitale Konkurrenz? Bericht: Lena Hager und Max Nicholls Spontane Stornos – kurzfristige Absagen bringen Hüttenwirte in Bedrängnis Unberührte Natur, gutes Essen und angenehme Temperaturen: Der aktuelle Hitzesommer hat den Trend zum Urlaub in den Bergen weiter befeuert. Die wenigen Betten in den Hütten sind oft schon Wochen oder Monate im Vorhinein ausgebucht. Am Ende stehen Wirte aber dennoch vor leeren Betten, denn auch am Berg wird mittlerweile jede dritte Buchung kurzfristig storniert. Viele Wanderer reservieren auch auf mehreren Hütten gleichzeitig, um dann flexibel zu sein. Für die Betreiberinnen und Betreiber kleiner Berghütten ist das ein riesiges Problem. Können Stornogebühren, wie sie in Hotelbetrieben im Tal üblich sind, auch am Berg die Lösung sein? Bericht: Sonja Hochecker (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Do. 20.08.2026 ORF 2
  • Folge 24
    Original-TV-Premiere Do. 27.08.2026 ORF 2
  • Folge 25
    Gebremste Preise – was bringen Preiseingriffe bei Benzin und Co? Der anhaltende Krieg im Iran lässt nicht nur die Spritpreise, sondern auch die Inflation in Österreich wieder spürbar steigen. Laut einer Schätzung der Statistik Austria lag sie im August bei 3,2 Prozent. Die österreichische Regierung reagiert mit der Verlängerung der Spritpreisbremse, die Treibstoffe um knapp zwei Cent billiger machen soll. Um die Inflation zu dämpfen, greift der Staat aber auch bei anderen Preisen ein, zum Beispiel bei Strom, Lebensmitteln und Mieten. Trotzdem bleibt bei vielen das Gefühl: Im Alltag wird nichts spürbar billiger. Wie passt das zusammen? Bericht: Michael Mayrhofer, Max Nicholls Teure Pensionen – wie lange kann der Staat das noch finanzieren? Geht es nach Bundeskanzler Christian Stocker, soll ein neuer Staatsfonds das Pensionssystem stabilisieren. Die Maßnahme, sollte sie tatsächlich kommen, ändert aber nichts an den mehr als 34 Milliarden Euro, die der Staat aktuell für Pensionen von Angestellten und Beamten aufwendet – immerhin ein Viertel der gesamten Staatsausgaben. Für eine wirklich große Pensionsreform, wie sie aktuell in Deutschland diskutiert wird, sehen ÖVP und SPÖ keine Notwendigkeit. Nur die NEOS drängen auf ein höheres Pensionsalter. Werden fehlende Reformen von heute in Zukunft zum Problem? Bericht: Hans Hrabal, Johannes Schwitzer-Fürnsinn kika/​Leiner-Geschäftsführer in U-Haft – wurde Notlage von Hochwasseropfern tatsächlich ausgenutzt? „Gemeinsam schaffen wir das!“ heißt es von der damals bereits angeschlagenen Möbelkette kika/​Leiner nach dem verheerenden Hochwasser im September 2024. Das Versprechen: 20 Prozent auf neue Möbel für alle Opfer. Viele Menschen in Niederösterreich nutzen dieses Angebot und leisten üppige Anzahlungen, oft mit Geld aus dem Katastrophenfonds. Doch die meisten Möbel kommen nie an. Denn kika/​Leiner meldet kurz darauf Insolvenz an. Das Geld vieler Hochwasseropfer ist verloren. Diese Woche wird bekannt: Der damalige Geschäftsführer wurde in U-Haft genommen. Der Verdacht: Die Notlage wurde gezielt ausgenutzt – ihm wird Betrug vorgeworfen, was ein Gutachten belegen soll. „Eco“ berichtet über eine sehr schiefe Optik bereits vor eineinhalb Jahren. Nun stellt sich die Frage: Hat sich die Geschäftsführung kurz vor der Pleite tatsächlich noch an Hochwasseropfern bedient? (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Do. 03.09.2026 ORF 2
  • Folge 26
    Plötzlich pleite – was passiert, wenn der Gemeinde das Geld ausgeht? Keine Sanierung der Volkschule, der Eislaufplatz bleibt geschlossen und die Badeaufsicht fehlt im Freibad – jede zweite Gemeinde gibt hierzulande mehr aus, als sie einnimmt. So auch Graz, die zweitgrößte Stadt Österreichs, die seit letzter Woche mit einem 35-Millionen Euro Budgetloch Schlagzeilen macht. Doch wen trifft es als Erstes, wenn die Gemeinde den Sparstift ansetzen muss? Und wieso ist trotz finanzieller Schwierigkeiten seit den 1930er Jahren keine österreichische Gemeinde mehr pleite gegangen? Bericht: Matthias Linke, Ines Ottenschläger Nord-Stream gesprengt – die Spur führt in die Ukraine Taucher und Sprengsätze 80 Meter unter der Ostsee. Der größte Sabotageakt der europäischen Nachkriegsgeschichte: 2022 werden die Nord-Stream-Pipelines gesprengt, die wichtigsten Gasleitungen von Russland nach Deutschland. Vier Jahre später steht ein Verdächtiger vor Gericht. Wer steckt dahinter? Journalist Bojan Pancevski vom Wall Street Journal sagt gegenüber Eco: die Spur führt in die Ukraine. Er hat den Kriminalfall vier Jahre lang bis ins Detail rekonstruiert. Bericht: Michael Mayrhofer, Max Nicholls Schätze im Schutt – wie wir am Bau wertvolle Rohstoffe verschwenden Beim Abriss eines Gebäudes oder dem Graben eines Tunnels fällt stets viel Material an: In Österreich sind es jedes Jahr über 50 Millionen Tonnen. Doch nicht alles davon ist Müll – vieles sind wertvolle Rohstoffe. Die Bauindustrie erzeugt nicht nur viel Abfall. Sie ist auch der größte Rohstoffverbraucher des Landes. Dabei gäbe es mittlerweile technisch schon viele Möglichkeiten, um Material sinnvoll wiederzuverwerten. Doch in der Praxis bleibt viel ungenutzt. Hoher Kostendruck und alte Gewohnheiten bremsen das Recycling. Warum funktioniert der Kreislauf am Bau noch nicht? Bericht: Zoe Raftl (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Do. 10.09.2026 ORF 2
  • Folge 27
    Hohe Stromrechnung – wieso das Netzentgelt deutlich steigen könnte Weg von Gas, hin zu mehr Strom aus Sonne und Wind – ohne riesige Batteriespeicher ist die Energiewende in Österreich nicht machbar. Hinter den Kulissen tobt aktuell eine hitzige Debatte, die direkte Folgen für die Endverbraucher haben könnte. Denn die boomende Branche der Batteriebetreiber fordert, ihre neuen Speicher von Stromnetzentgelten zu befreien, um rentabel wirtschaften zu können. Die Arbeiterkammer warnt jedoch vor den weitreichenden Folgen: Würde man die Speicherbetreiber komplett von den Gebühren befreien, müssten die übrigen Verbraucher, darunter vor allem private Haushalte, über die nächsten Jahre Hunderte Millionen zusätzlich stemmen. Droht uns der nächste Preisschock über die Stromrechnung? Bericht: Bettina Fink, Matthias Linke Trumps Jobwunder bleibt aus – wo ist der Aufschwung? US-Präsident Donald Trump will die Vereinigten Staaten wieder zur großen Industrienation machen – mit Zöllen als Allzweckwaffe gegen ausländische Konkurrenz. Doch der versprochene Job-Boom bleibt aus. Die Zahl der Industriearbeitsplätze ist sogar gesunken, der Bau neuer Fabriken ist eingebrochen. Gleichzeitig sprechen Regierung und Unternehmen von Milliardeninvestitionen in den USA. Doch wie attraktiv ist der Standort unter Trumps unberechenbarer Handelspolitik wirklich und wo ist seine Zollpolitik ein Boomerang geworden? Bericht: USA-Korrespondent Christophe Kohl Wiese statt Beton – warum Bodenentsieglung so teuer ist In Österreich werden jeden Tag 6,5 Hektar an Fläche für Wohnraum, Verkehr und Gewerbegebiete verbaut. Problematisch ist, dass sich versiegelter Boden im Sommer nicht nur massiv aufheizt, er kann auch kein Wasser speichern. Das verstärkt Dürreperioden und Hochwasserkatastrophen. Langsam findet aber in immer mehr Gemeinden ein Umdenken statt: Sie versuchen die Bausünden der Vergangenheit wieder gut zu machen. Doch die Entsiegelung des Bodens ist kompliziert und teuer. Trotzdem ist es einigen Dörfern und Städten gelungen. Bericht: Barbara Krivanek, Lisa Lind (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Do. 24.09.2026 ORF 2
  • Folge 28
    Original-TV-Premiere Do. 08.10.2026 ORF 2
  • Folge 29
    Gemüse-GAU – wie ein Konzern die heimische Tiefkühlproduktion gefährdet: In 180 Minuten vom Feld in die Packung – so bewirbt Iglo den Spinat frisch aus dem Marchfeld. Doch damit dürfte jetzt Schluss sein. Denn das Tiefkühlwerk der Firma Ardo in Groß-Enzersdorf soll nächstes Jahr im August geschlossen werden. Der belgische Konzern ist der größte Produzent von Tiefkühlgemüse in Europa und fährt aktuell einen harten Sparkurs. Was Landwirtschaft und Politik aber besonders aufregt, ist die Art, wie das Werk geschlossen werden soll. So schnell lässt sich keine neue Fabrik aufbauen und alle Versuche, den bestehenden Betrieb zu pachten oder zu kaufen, wurden bisher von Ardo abgelehnt. Zurück bleiben rund 300 Bäuerinnen und Bauern, die keinen Abnehmer für ihr Gemüse mehr haben, und Konsumentinnen und Konsumenten, die in den kommenden Jahren wohl weitgehend auf Tiefkühlgemüse aus Österreich verzichten werden müssen. Schwarzarbeit im Rotlichtmilieu – schaut der Staat weg? Hauptsächlich Bargeld und ja keine Rechnung – das älteste Gewerbe der Welt lebt von Geheimhaltung und Verschwiegenheit. Doch genau diese kostet den Staat viel Geld. Denn als Selbstständige sind auch Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter in Österreich ab einem gewissen Umsatz steuerpflichtig, doch nur die wenigsten kommen dieser Verpflichtung auch nach. Prostituierte, die ehrlich ihre Steuern zahlen, wünschen sich, dass die Finanz jetzt endlich genauer hinsieht. Denn Druck und Ausbeutung in der Branche treiben die Preise nach unten. Illegale Prostitution und Abgabenbetrug sind die Folgen. Schaut der Staat hier tatsächlich weg? Ist es überhaupt möglich, Schwarzarbeit im Rotlichtmilieu zu verhindern? Mistrals Milliardenwette – warum Europas KI-Hoffnung auf Linz setzt: Bevor ein neuer BMW auf die Straße darf, wird er Tausende Male im Computer gecrasht. Die Auswertung eines Tests dauert eine halbe Stunde, mit künstlicher Intelligenz soll diese Zeitspanne auf zwei Minuten sinken. Die KI stammt vom französischen Unternehmen Mistral – Europas Hoffnung gegen ChatGPT und Co. Entwickelt wird sie zum Teil in Linz, wo Mistral im Mai Emmi AI übernommen hat. Bei Chatbots ist die Konkurrenz weit überlegen, jetzt setzt man auf milliardenschwere KI-Modelle für die Industrie. Geht diese Wette auf? (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Do. 15.10.2026 ORF 2
  • Folge 30
    Das 175.000-Euro-Versprechen – wer wird mit dem Zukunftsdepot reich? 500 Euro Startbonus vom Staat für jedes Baby und dazu bis zu 5.000 Euro im Jahr steuerfrei anlegen: So soll das neue Zukunftsdepot ab Mitte 2027 funktionieren. Nach 18 Jahren könnten so rund 175.000 Euro am Konto liegen, rechnet die Regierung vor. Doch was sehr verlockend klingt, stößt auch auf scharfe Kritik: Ohnehin schon wohlhabende Familien würden besonders profitieren und jene, denen am Monatsende nichts bleibt, aber kaum. Für wen hält das 175.000-Euro-Versprechen also tatsächlich? Bericht: Mathias Linke, Michael Mayrhofer Machtfaktor Polen – vom Billiglohnland zur Milliarden-Euro-Wirtschaft Polen galt lange als Exportnation für Billigarbeitskräfte – nun ist das Land selbst zum Wachstumsmotor aufgestiegen. Seit 2000 hat sich die Wirtschaftsleistung mehr als verdoppelt. Inzwischen zieht es sogar Österreicher nach Polen: 2024 sind erstmals mehr Menschen von hier dorthin ausgewandert als umgekehrt. Doch auch Polen kämpft mit Herausforderungen: Die Gesellschaft altert und das Leben in Warschau ist längst nicht mehr billig. Wie lange hält der Aufschwung an? Bericht: Michael Mayrhofer Geringe Chancen – warum es Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt so schwer haben Lisa Haas hat Epilepsie und ist arbeitslos. Seit Jahren kämpft sie gegen Vorurteile, vor allem am Arbeitsmarkt. Nikola Bozic sitzt seit einem Autounfall im Rollstuhl und beginnt nach einer Umschulung als IT-Fachkraft. Während einigen Menschen mit Behinderung der Einstieg in den Arbeitsmarkt gelingt, bekommen viele keine Chance. Denn nur eines von vier Unternehmen, das Menschen mit Behinderung einstellen müsste, erfüllt diese Pflicht auch voll. In der aktuellen Wirtschaftsflaute steigt die Zahl der Arbeitslosen mit Behinderung zehn Mal so stark wie im Rest der Bevölkerung. Woran scheitert Inklusion in Österreichs Unternehmen? Bericht: Johannes Schwitzer-Fürnsinn? (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Do. 22.10.2026 ORF 2
  • Folge 31
    - Große Versprechen – Was ist aus den Reformplänen der neuen WKO-Chefin geworden? – Grün, Grüner, Grüner Stahl – Droht die Milliarden-Wette der Industrie zu scheitern? (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Do. 05.11.2026 ORF 2
  • Folge 32
    Original-TV-Premiere Do. 19.11.2026 ORF 2
  • Folge 33
    Original-TV-Premiere Do. 26.11.2026 ORF 2
  • Folge 34
    Original-TV-Premiere Do. 03.12.2026 ORF 2

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