Dokumentation in 3 Teilen, Folge 1–3

    • Folge 1 (43 Min.)
      In der ersten Folge geht die Reise zu zwei Inselgruppen, Nusa Tenggara und Raja Ampat, den Zentren der marinen Artenvielfalt und dem Tor zum Korallendreieck. Dort geht es auf die Suche nach den Ursprüngen, die das Leben im Riff prägten und immer noch beeinflussen. Die renommierten Tiefseewissenschaftler Richard Pyle, Robert Whitton und John Earle vom hawaiianischen Bishop Museum erforschen die Tiefen des Korallendreiecks. In 100 Metern Tiefe entdecken sie ganz neue Arten von Rifffischen, fluoreszierenden Seegurken und Röhrenaalen, die wie Pflanzen im Meeresboden verankert sind und in der Strömung treiben. Die Forscher wollen aufdecken, warum dieses Gebiet zu dem mit der höchsten Biodiversität wurde und wie die Tektonik der Kontinentalplatten, vulkanische Aktivitäten sowie sich ändernde Meeresspiegel dazu beigetragen haben. Auch die bekannte Unterwasserforscherin und Haischützerin Valerie Taylor, die vor knapp 40 Jahren durch Unterwasseraufnahmen für „Der Weiße Hai“ berühmt wurde, gehört zum Expeditionsteam. Zusammen mit Naneng Setiasih, einer indonesischen Meereswissenschaftlerin, taucht Valerie zu einzigartigen Riffen, die erstaunlich resistent gegenüber dem Klimawandel sind. Trotz der kulturellen und ökonomischen Bereicherung durch das Korallendreieck sind die Herausforderungen für seine Bewohner groß. Sie leben am Rande einer drohenden Zerstörung. Der Anthropologe Lawrence Blair hat Jahrzehnte seines Lebens damit verbracht, in den entlegenen Ecken des Korallendreiecks zu forschen. Auf dieser Expedition trifft er Einheimische, die im Tsunami ihre Familie verloren haben, und beschreibt das gefährliche Leben in einer so unbeständigen Gegend. Tatsächlich ist das Paradies ständig durch Vulkanaktivität bedroht. Auf der Insel Komba wird gezeigt, wie das Korallendreieck von gewaltigen Explosionen erschüttert wird. Trotz der drohenden Zerstörung gibt es Lichtblicke für den Erhalt des Ökosystems. „The Coral Triangle Initiative“, die kürzlich geschlossene Vereinigung zwischen Australien, Indonesien, Timor Leste, Papua-Neuguinea, den Philippinen und den Salomonen, ist eine grenzüberschreitende Kooperation, um dieses großartige Naturreservat für kommende Generationen zu bewahren. (Text: arte)
      Deutsche ErstausstrahlungMo 10.02.2014arte
    • Folge 2 (43 Min.)
      In der zweiten Episode wird die Bedeutung des Korallendreiecks als großer Ozean-Treffpunkt der Wale erforscht. Wie beeinflussen die nährstoffreichen Strömungen die Wanderungen der großen Säugetiere? Welche Bedeutung hat die Unterwasser-Landschaft rund um das Korallendreieck mit ihren Vulkanen, Gräben und Auftriebszonen für sie? Und welche Gefahren gibt es für Wale auf ihrer Reise? Auf diese Fragen weiß der international anerkannte Walexperte Benjamin Kahn eine Antwort, denn er studiert seit Jahrzenten die Entwicklung der Blau- und Pottwale. Mit Hilfe eines speziellen Hydrophons ortet Kahn Pottwale, die gerade bis zu 1.000 Meter tief im Ozean nach Tintenfischen jagen. Er lauscht ihrer Konversation und findet so die exakte Stelle, an der die Wale auftauchen. Er spürt auch riesige Blauwale auf, die die engen Passagen des Korallendreiecks auf der Suche nach Nahrung durchqueren. Gemeinsam mit dem Anthropologen Lawrence Blair treffen die Filmemacher traditionelle Walfänger auf der Insel Lamalera. Walfang bedeutet für die Inselbewohner, die spirituelle Verbindung mit ihren Ahnen zu wahren. Doch der internationale Walfang hat den Tierbestand so weit dezimiert, dass hier nun die uralten Traditionen und Bräuche bedroht sind. Lawrence Blair versucht herauszufinden, wie diese traditionellen Fischer jagen und inwieweit moderne Einflüsse das traditionelle Leben in den kleinen Dörfern verändert haben. Wir schließen uns der erfahrenen Taucherin Valerie Taylor an, wenn sie in den verschmutzten Nebengewässern und Buchten von Flores auf die Suche nach seltenen Meeresbewohnern geht. Eine weggeworfene Flasche ist das perfekte Zuhause für kleine Fische, ein Löffel ist ein passender Unterschlupf für Oktopusse. Die Tiere zeigen, dass nicht die stärksten, sondern die anpassungsfähigsten Arten überleben. In der Cenderawasih-Bucht taucht Valerie mit dem größten Hai von allen – dem Walhai. Sie beobachtet, wie eine Gruppe Walhaie gierig kleine Köderfische aus einer Thunfisch-Fangstation verspeisen. (Text: arte)
      Deutsche ErstausstrahlungDi 11.02.2014arte
    • Folge 3 (43 Min.)
      Die Bajau Laut, die sogenannten Seezigeuner, haben sich schon vor circa 60.000 Jahren im Korallendreieck angesiedelt. Sie sind so weit an das Ökosystem angepasst, dass ein Überleben ohne seine Fischbestände nicht mehr möglich ist. Die Region des Korallendreiecks ist nicht nur ein biologisches, sondern auch ein wirtschaftliches Zentrum, denn durch den Export von Meeresfrüchten werden jährlich Gewinne in Milliardenhöhe erwirtschaftet. Das treibt viele Fischpopulationen an den Rand des Zusammenbruchs. Die immensen Anforderungen des menschlichen Bedarfs bringen das Ökosystem in großen Schwierigkeiten. Um die Artenvielfalt im Korallendreieck zu sichern, hat sich die malaysische Regierung eingeschaltet. In Sipadan wurde ein Schutzgebiet eingerichtet, in dem das Fischen verboten ist, sodass sich dort wieder riesige Schwärme von Thunfischen oder Barrakudas entwickelt haben. Aufgrund der Schutzgebiete oder der industriellen Überfischung sind die lokalen Fischer immer mehr gezwungen, sich Alternativen zum traditionellen Fischfang einfallen zu lassen. Die Meeresbiologin Naneng Setiasih findet immer mehr Anzeichen dafür, dass mit Dynamit oder Zyanid geangelt wird. Beides sind extrem gefährliche und umweltschädliche Methoden, die jedoch den kleinen Fischern das Überleben ihrer Familie sichern. Naneng Setiasih fordert, dass Gemeinden nachhaltige Strategien entwickeln, damit das Ökosystem weniger belastet wird. Der Anbau von Agar-Agar-Algen, der Export von lebendigen Fischen ins Ausland oder Öko-Tourismus sind bereits neue Ideen, die einen vielversprechenden Kurs für die Zukunft des Korallenriffs einschlagen. Der Druck auf die Ökosysteme der Meere wird so reduziert und die überfischten Gebiete bekommen mehr Zeit, um sich zu regenerieren. Trotz Klimawandel, Überfischung und Umweltverschmutzung wird eines der letzten Paradiese auf der Erde – das Korallendreieck – bestehen bleiben. Das ist wichtig, denn was damit bestehen bleibt, ist das Zentrum der maritimen Vielfalt des Planeten. (Text: arte)
      Deutsche ErstausstrahlungMi 12.02.2014arte

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