Eisenbahn-Romantik

Eisenbahn-Romantik

  • Folge 820
    Bild: SWR Fernsehen
    Mit dem Serra Verde Express durch den Süden Brasiliens (Folge 820) – © SWR Fernsehen

    Als ingenieurtechnische Meisterleistung des ausgehenden 19. Jahrhunderts gilt die knapp 110 km lange Eisenbahnstrecke des Serra Verde Express. Der Zug beginnt in der südbrasilianischen Metropole Curitiba. Die Stadt ist Brasiliens Ökohauptstadt mit der höchsten Lebensqualität des Landes und ist einer der Austragungsorte der Fußball Weltmeisterschaft 2014. Täglich fährt der Zug durch die Serra do Mar, einem dichtbewachsenen Küstengebirge. Sogar ein Lied wurde nach dieser Zugreise durch den atlantischen Regenwald, einem UNESCO Weltnaturerbe, benannt. Nur noch wenige Personenzüge fahren heute in Brasilien. So ist diese Reise etwas Besonderes. Häufig nehmen 1.000 Touristen, die meisten davon Brasilianer, den Zug. Die Trassenführung ist wahrlich spektakulär. Sie windet sich durch eine völlig unberührte, zerklüftete Gebirgslandschaft. Der Zug überquert die mit 113 Metern längste Brücke der Strecke, das Viaduto Sao Joao und fährt über das 80 Meter lange Viaduto Carvalho und klebt dabei förmlich an der Wand. Diese Stelle wird auch Teufelskurve genannt. Bis zu 5.000 Menschen sollen innerhalb der fünfjährigen Bauzeit an Typhus, Malaria und durch Unfälle gestorben sein. Nach knapp 1.000 Höhenmetern erreicht der Serra Verde Express die Hafenstadt Paranaguá am Atlantik – ein echtes Eisenbahn-Abenteuer. (Text: SWR)

    Deutsche Erstausstrahlung: Fr 10.10.2014 SWR Fernsehen
    SWR Fernsehen
    Fr 10.10.
    14:15 Uhr
    MDR
    Sa 25.10.
    11:30 Uhr
  • Folge 821

    Irland ist ein klassisches Reiseziel mit sanften Hügeln, fruchtbaren grünen Wiesen, zerklüfteten Küsten, malerischen Städtchen – und einem perfekten Schienennetz, auf dem sowohl historische Dampfzüge als auch moderne Bahnen verkehren. Was also liegt näher, als Irland im Zug zu entdecken? Ausgehend von Dublin führt die Reise im Uhrzeigersinn durch das Herz Irlands. Entlang der Ostküste kommt die Sendung in ein kleines Dorf in den Wicklow Mountains. In Waterford besteigen die Zuschauer einen Dampfzug und lassen sich Irlands Bahngeschichte um die Nase wehen. Züge brachten auch Auswanderer in die Hafenstadt Cobh. Hier ging die Titanic das letzte Mal vor Anker. Die Reise führt weiter in den Süden Irlands. Es geht weiter nach Galway, einer Studentenstadt, die neben einer ausgeprägten Pubkultur, auch ein anderes Erbe pflegt: Hier soll James Lynch seinen Sohn erhängt haben. Vorbei an riesigen Torffeldern kommt „Eisenbahn-Romantik“ in die Mitte der grünen Insel. Nicht weit davon entfernt lädt noch die Kilbeggan Distillery ein. Sie ist die Dienstälteste Whiskey-Distillery Irlands und nur einen Katzensprung entfernt von Dublin. Ein Film von Alexander Schweitzer. (Text: SWR)

    Deutsche Erstausstrahlung: Fr 17.10.2014 SWR Fernsehen
    SWR Fernsehen
    Fr 17.10.
    14:15 Uhr
    MDR
    Sa 01.11.
    11:30 Uhr
  • Folge 822 (30 Min.)

    Die Strecke führt auf einer der beiden noch funktionierenden Eisenbahnlinien Madagaskars von Fianarantsoa im Hochland hinab nach Manakara an die Ostküste. Unzählige Male sind die Gleise von Zyklonen verwüstet und danach wieder mühevoll hergerichtet worden. Für viele Einheimische ist die Bahn die einzige Möglichkeit, von den Bergen in eine Stadt zu kommen. Deshalb ist die zweite Klasse regelmäßig überfüllt, wenn sich die alte Diesellok auf den rund 14 Stunden langen Weg macht, dreimal die Woche an die Küste hinab, dreimal die Woche ins Hochland hinauf. Eine Fahrt in den betagten Waggons des „Dschungelexpress“ bedeutet „Madagaskar pur“. Es geht vorbei an den einzigen Teeplantagen der Insel, am See Sahambavy, einem Wochenendziel der reicheren Bergbewohner, vorbei an unzähligen Reisterrassen und Wasserfällen. Der Zug fährt entlang des Flusses Faraony und ermöglicht faszinierende Panoramablicke auf den Regenwald. Die Bahnlinie wurde während der französischen Kolonialzeit erbaut und gilt aufgrund ihrer schwierigen Trassenführung als bautechnische Meisterleistung. Zehn Jahre dauerte der Bau der 163 Kilometer langen Strecke mit unzähligen Tunneln und Brücken. Er forderte das Leben von über 1.000 Arbeitern. Auf dem filmischen Reiseplan steht auch eine Fahrt mit der Micheline, einem historischen Triebwagen, der noch mit Gummireifen auf den Schienen fährt. Ein Film von Susanne Mayer-Hagmann. (Text: SWR)

    Deutsche Erstausstrahlung: Fr 24.10.2014 SWR Fernsehen
    SWR Fernsehen
    Fr 24.10.
    14:15 Uhr
    MDR
    Sa 08.11.
    11:30 Uhr
  • Folge 823
    Deutsche Erstausstrahlung: Fr 31.10.2014 SWR Fernsehen
    SWR Fernsehen
    Fr 31.10.
    14:15 Uhr
  • Folge 824 (30 Min.)

    In Luxemburg, wo sonst der Europarat tagt, findet einmal im Jahr die Expo Trains statt, eine kleine aber feine Modellbahnmesse. Veranstalter ist die „Association des Modélistes Ferroviaires de Luxembourg“, das sind die Modellbahnfreunde in der nördlichen Vorstadt Walferdange, die im schönen hochherrschaftlichen Bahnhof Ihr Domizil haben. Auf deren Spur1-Modellbahn findet sich der Bahnhof Walferdange als perfektes Modell wieder. Aus dem Elsass zeigen Vater und Sohn Fachwerkdörfer, ein Pariser baute auf nur einem Quadratmeter den Vorplatz einer alten Kohlenmine. Die Modellbahn-Europareise geht weiter nach Tschechien, in die Schweiz und ans Mittelmeer. Vier Polen brachten eine zauberhafte Modell-Landschaft nach Luxemburg, die die Weite Masurens darstellt und einen Bahnhof in Kaschibien. Ein Franke gestaltete einen Rangierbahnhof, das „Fat City Terminal“ mit typischen Fassaden und mit gealterten Zügen, die aussehen, als würden sie von einer Überlandfahrt kommen. Alle Modellbahnanlagen wurden von den Eisenbahnfreunden Walferdange persönlich ausgesucht und zu dieser kleinen aber feinen Messe eingeladen. (Text: SWR)

    Deutsche Erstausstrahlung: Fr 07.11.2014 SWR Fernsehen
    SWR Fernsehen
    Fr 07.11.
    14:15 Uhr