Die karibische Hauptstraße im Nordosten Kolumbiens führt entlang der Küste vorbei an Regenwäldern, am Fuß des höchsten Küstengebirges der Welt und weiter in die trockenen Regionen der Guajira. Wind, Sand und Meer setzen der Straße zu. Jedes Jahr im Februar herrscht Ausnahmezustand an der wichtigen Verkehrsader, denn es ist Karneval. Dann gehören die Straßen den Clowns, Musik- und Tanzgruppen. Die afrikanischen Rhythmen, indigenen Instrumente und europäischen Einflüsse vermischen sich zu einem bunten, lauten Fest, das die einzigartige Vergangenheit der Gegend spürbar macht.
Die bezaubernde Gegend ist auch die Heimat von vier indigenen Völkern. Die Straße ist ihnen ein Dorn im Auge, denn sie bedroht die Natur. Immer wieder demonstrieren die Arhuacos aus dem Küstengebirge gegen den weiteren Ausbau und andere Infrastrukturprojekte. Die Straße und die nahegelegene
Kohlemine sind jetzt schon ein massiver Eingriff in die Natur. Das spürt auch Raphael: Wegen anhaltendem Wassermangel liefert er mit einem jahrzehntealten LKW das Trinkwasser über holprige Straßen an die Bevölkerung aus. Trotzdem hat die Gegend noch eine große Biodiversität und sogar Jaguare bewohnen das Gebirge.
Ihr Lebensraum wurde durch den Bau der Straße allerdings stark eingeschränkt. Catalina und die Gemeinschaft der Kogi arbeiten daran Wildbrücken und Tunnels zu bauen, um die Jaguare wieder ans Meer zu locken. Im äußersten Nordosten Kolumbiens liegt die Guajira-Wüste, umgeben vom Meer der Karibik. Das Gebiet ist Dokaris Heimat und Arbeitsumfeld. Mit dem LKW ihrer Schwestern transportiert sie Salz in die entlegensten Ecken. Der Weg über unmarkierte, holprige Sandpisten ist ein echtes Abenteuer und auch der alte LKW macht nicht immer, was er soll. (Text: arte)
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