10 Folgen

  • Folge 1 (26 Min.)
    Dank unterirdischer Wasserkanäle und Bewässerungssysteme, die „Puquios“ genannt werden, finden sich in der Nazca-Wüste in Peru immer wieder kleine grüne Inseln. – Bild: TSVP
    Dank unterirdischer Wasserkanäle und Bewässerungssysteme, die „Puquios“ genannt werden, finden sich in der Nazca-Wüste in Peru immer wieder kleine grüne Inseln.
    Die Nazca-Wüste im Süden Perus ist eine der trockensten Regionen der Erde. Regen ist auf der riesigen Ebene aus Sand und Steinen eine Seltenheit – und dennoch scheinen manche grüne Oasen die Gesetze der Natur herauszufordern. Ihr Geheimnis steckt unter der Erde: ein Bewässerungssystem aus Brunnen und Kanälen, das „Puquios“ genannt wird und vor rund 1.500 Jahren von der Nazca-Zivilisation angelegt wurde. Die Nazca sind für die mysteriösen Scharrbilder in der umliegenden Wüste, aber auch für ihre umfassenden hydraulischen Kenntnisse bekannt. Um das tief in der Erde liegende Grundwasser zu nutzen, legten sie unterirdische Kanäle mit teils spiralförmigen Zugangsschächten an. Der Wind, der dort hineinströmt, hält das Wasser in Bewegung und reichert es mit Sauerstoff an. So wird Leben inmitten einer der unwirtlichsten Umgebungen der Welt möglich. In einer Zeit, in der die Wasserressourcen auf der ganzen Welt knapper werden, eignen sich die Menschen althergebrachtes Wissen und neue Techniken an, um das blaue Gold zu schützen und gerechter zu verteilen. Von der afrikanischen Savanne bis zu den Ausläufern des Himalaja und von den trockenen Wüsten Südamerikas bis zu den üppigen Tälern Indonesiens stellt die Serie diese „Wasserpioniere“ vor, die sich aktiv für die Erhaltung ihres Landes und ihrer Lebensweise einsetzen, um ihren Kindern eine sichere Zukunft zu bieten. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 21.10.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mi. 28.10.2026 arte
  • Folge 2 (26 Min.)
    In den Trockengebieten im Süden Kenias bedrohen Dürren die Ernten, die Viehzucht und die Menschen. Die Kambas haben eine clevere Lösung für die Landwirtschaft entwickelt: den Sanddamm.
    In Kenia werden die Regenzeiten zunehmend unvorhersehbar. In den Trockengebieten im Süden des Landes bedrohen Dürren die Ernten, die Viehzucht und die Menschen. Im Makueni County, eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen, gibt eine einfache Lösung jedoch Hoffnung: Sanddämme. Die Dämme werden im Flussbett von Trockenflüssen errichtet, fangen Regenwasser auf und lagern es auf natürliche Weise unter dem Sand. Das Wasser wird vor Verdunstung geschützt und durch den Boden gefiltert und bleibt so monatelang verfügbar. Es versorgt Menschen und Tiere, bewässert Pflanzen und trägt zur Auffüllung des Grundwasserspiegels bei. Am Beispiel von Stanley, der dank dieser Technik seine Landparzellen verwandelt hat, und Faustina, die sich für den Bau eines Staudamms einsetzt, um die Zukunft ihrer Gemeinschaft zu sichern, zeigt die Dokumentation, wie eine ganz einfache Idee Leben verändern kann. Trockengebiete machen fast 40 % der weltweiten Landfläche aus und gehören zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Gebieten. Sanddämme bieten für die Wasserverknappung eine nachhaltige und wirksame Lösung. Eine Geschichte über Resilienz, Einfallsreichtum und Hoffnung im Herzen Kenias. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 26.10.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere So. 01.11.2026 arte
  • Folge 3 (26 Min.)
    Einmal im Monat trifft sich die Gemeinschaft von Wayan Subak, um über die Probleme der Bauern zu reden. Mit 36 Jahren ist er der Jüngste der Versammlung.
    Im Herzen Balis ist Wasser weit mehr als nur eine Ressource. Seit über 1000 Jahren werden die berühmten Reisterrassen durch die sogenannten „Subaks“ bewässert, Systeme zur gemeinschaftlichen Wasserverteilung. Sie beruhen auf der traditionellen balinesischen Philosophie des Tri Hita Karana, die auf Harmonie zwischen Mensch, Gott und Natur abzielt. Subaks prägen die Landschaft, die Gesellschaft und die balinesische Identität. Heute ist dieses traditionelle Gleichgewicht bedroht. Auf der Insel Bali breitet sich der Massentourismus immer weiter aus. Dabei verschwinden zunehmend landwirtschaftliche Flächen, während die Wasserressourcen durch Urbanisierung und die boomende Hotelbranche unter Druck geraten. Innerhalb weniger Jahrzehnte sind hunderte Subaks verschwunden, und die Zahl der Reisfelder geht zurück. Durch die Austrocknung der Kanäle und die Fragmentierung der Anbauflächen gerät dieses kulturelle und spirituelle Erbe ins Wanken. Angesichts dieser Gefahren engagieren sich die Einwohner. I Wayan, Vorsitzender seines Subaks, achtet auf eine gerechte Wasserverteilung zwischen den Landwirten seiner Gemeinschaft. Sein Neffe Wayan setzt auf Ökotourismus, der die Traditionen respektiert und das nötige Einkommen zum Erhalt der Reisfelder sichert. Zwischen Spiritualität, Landwirtschaft und aktuellen Herausforderungen erzählt diese Folge von Menschen, die dafür kämpfen, Balis kulturelles und spirituelles Erbe vor den Folgen der heutigen Überflussgesellschaft zu schützen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 30.10.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Fr. 06.11.2026 arte
  • Folge 4 (26 Min.)
    Im indischen Teil des Himalayas entstehen jeden Winter erstaunliche künstliche Gletscher. Weil ihre Form an buddhistische Tempel erinnert, werden sie „Eis-Stupas“ genannt.
    Wasserknappheit wird zu einer der größten Herausforderungen unseres Jahrhunderts – doch in einigen der trockensten Regionen der Welt entstehen innovative Lösungen, die Hoffnung machen. Die Dokumentationsreihe beleuchtet inspirierende Initiativen auf der ganzen Welt, in denen jahrhundertealte Traditionen, lokale Innovationen und gemeinschaftliches Engagement neue Wege für die Zukunft aufzeigen. Eine dieser Ideen stammt aus Ladakh, einer Hochgebirgsregion im indischen Himalaja, in der das Überleben von jedem Tropfen abhängt. Ladakh liegt auf über 3.500 Meter Höhe und zählt zu den trockensten Gebieten der Erde. Die Menschen hier sind auf Gletscherschmelzwasser angewiesen, um ihre Felder zu bewässern. Doch der Klimawandel lässt die natürlichen Wasserreserven schwinden – einige Bewohner haben ihre Dörfer bereits verlassen. Der Ingenieur Sonam Wangchuk hat eine ebenso einfache wie wirkungsvolle Lösung gefunden: künstliche Gletscher. In ihrer Form ähneln sie den turm- oder kuppelförmigen buddhistischen Heiligtümern, den Stupas, und werden deshalb auch Eis-Stupas genannt. Diese spektakulären gefrorenen Wasserspeicher entstehen im Winter: Wasser wird durch Rohre in schattige Täler geleitet, wo es bei eisigen Temperaturen zu riesigen Eiskegeln gefriert. Die Kegelform sorgt dafür, dass die Stupas im Frühjahr langsam schmelzen und das Wasser genau dann freigeben, wenn die Pflanzen es am dringendsten brauchen. Einige dieser Eis-Stupas werden mehrere Dutzend Meter hoch und speichern Millionen Liter Wasser. Für Familien wie die von Kunzang sind die Stupas mehr als nur eine technische Meisterleistung – sie sind Hoffnungsträger. Jeden Winter helfen sie beim Bau der Eis-Stupas, um ihr Dorf und ihre traditionelle Lebensweise zu erhalten. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 02.11.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mo. 09.11.2026 arte
  • Folge 5 (26 Min.)
    Der Klimawandel verändert die traditionellen Brunnen. Titus und Lilian hoffen auf eine neue Technologie.
    In einer trockenen Region im Norden Kenias überlebt das halbnomadische Hirtenvolk der Samburu seit Jahrhunderten dank einer kostbaren Wasserressource, die sich unter dem Flussbett ausgetrockneter Flüsse verbirgt. Um an das Wasser zu gelangen, graben die Männer tiefe Brunnen, aus denen sie Wasser für ihr Vieh schöpfen. Damit setzen sie eine uralte Tradition fort. Die Überlieferung besagt, dass ihre Gesänge das Wasser hochsteigen lassen und Tiere anlocken. Deshalb werden die Wasserlöcher auch „singende Brunnen“ genannt. Heute ist Josphat für die Brunnen seines Stammes verantwortlich. Er hat die Aufgabe, sie instand zu halten und die Gesänge zu leiten, mit denen die Männer das Ritual begleiten. Doch der Klimawandel stört das fragile Gleichgewicht. Es regnet immer seltener, einige der alten Brunnen versiegen und die Konkurrenz um den Zugang zu Wasser zwischen Bauern, Viehhaltern und Wildtieren verschärft sich. Angesichts dieser Gefahr haben sich Titus Letaapo, ehemaliger Samburu-Viehzüchter mit einer Leidenschaft für Satellitenbilder, und Lilian Baranga Nguaracha, die sich für die Verbreitung neuer Technologien in entlegenen Regionen engagiert, eine besondere Lösung einfallen lassen: die erste GPS-App für singende Brunnen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.11.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere So. 15.11.2026 arte
  • Folge 6 (26 Min.)
    Im Osten Spaniens bewässert ein ausgeklügeltes Kanalsystem die Huerta. Seit über tausend Jahren hilft dieses Bewässerungssystem der Region durch Phasen der Dürren und Überschwemmungen.
    An der spanischen Mittelmeerküste rund um Valencia prägt das Wasser seit mehr als tausend Jahren die Landschaft. Ein besonderes Kanalsystem aus der Zeit von al-Andalus im 13. Jahrhundert bewässert hier die „Huerta“, ein Mosaik aus Feldern sowie Obst- und Gemüsegärten, das bis heute überdauert hat. Tausende landwirtschaftliche Familienbetriebe sind auf dieses Bewässerungssystem angewiesen. Sie verwalten die Ressource gemeinsam und befolgen dabei seit Generationen geltende Regeln. Bei Konflikten vermittelt das Wassergericht von Valencia, das seit über tausend Jahren einmal wöchentlich vor der Kathedrale tagt. Doch die Urbanisierung verschlingt jedes Jahr mehr Agrarfläche und bedroht den Fortbestand der „Huerta“. Juan Carlos ist für den Rascanya-Kanal verantwortlich. Er achtet darauf, dass jeder die Wasserverteilung respektiert. Enric Navarro, Landwirt in Rascanya, baut Chufa an, eine Erdmandel, aus deren Knollen das beliebte Erfrischungsgetränk Horchata hergestellt wird. Der Anbau von Chufa trägt zum Schutz der Anbauflächen bei. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 10.11.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Di. 17.11.2026 arte
  • Folge 7 (25 Min.)
    Zanehu (re.) macht sich Sorgen, dass die jüngeren Generationen die traditionellen Techniken nicht fortführen werden.
    In dieser Folge: Im Gebirge des Bundesstaates Nagaland im Nordosten Indiens haben die Bewohnerinnen und Bewohner von Kikruma ein einfallsreiches System aus „Regenteichen“ angelegt: Die Monsunniederschläge werden aufgefangen und in der Trockenzeit über ein Kanalsystem weitergeleitet, um die Reisterrassen zu bewässern. Doch mit dem Rückgang der Niederschlagsmengen schwinden die Reserven und das Dorf muss die Regeln der Wasserverteilung ständig anpassen. Zanehu und Acolé bemühen sich trotz aller Schwierigkeiten – zum Beispiel der Landflucht der jüngeren Generation – das traditionelle Know-how zu bewahren und weiterzugeben. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 12.11.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Do. 19.11.2026 arte
  • Folge 8 (25 Min.)
    In Bangladesch ist es schwer, einen guten Ernteertrag zu erzielen. Im Gegensatz zu anderen Ländern ist hier kein Wassermangel, sondern ein Überschuss dafür verantwortlich.
    Bangladesch liegt im größten Flussdelta der Welt. Wasser ist hier Fluch und Segen zugleich. Zwischen Juni und Oktober ist die Zeit des Monsunregens, der durch den Klimawandel immer stärker wird. Er spült Wassermassen aus den umliegenden Bergen in das Land und überflutet zwei Drittel der Region. Um den wiederkehrenden Überschwemmungen zu begegnen, betreiben die Bäuerinnen und Bauern im Süden des Landes eine einzigartige Form der Landwirtschaft: schwimmende Gärten. Aus Wasserhyazinthen werden Flöße geflochten, auf deren fruchtbarem Boden Gemüse angebaut wird. Saleek und seine Frau Fatima hoffen, ihren landwirtschaftlichen Betrieb an ihren Sohn Shantu und dessen Frau Masuma weiterzugeben. Doch die Zukunft der Familie hängt auch von der nächsten Ernte und den davon erzielten Einnahmen ab. Die schwimmenden Gärten wurden als nachhaltige Lösung gegen die Fluten von der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen als Weltagrarkulturerbe ausgezeichnet. Sie sind ein weiteres Beispiel dafür, wie Menschen bei der Anpassung an neue extreme Klimabedingungen Familientradition und Erfindungsreichtum zu neuen Wegen in die Zukunft verbinden. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 19.11.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Do. 26.11.2026 arte
  • Folge 9 (25 Min.)
    Wasser wird in Tunesien immer knapper. Während Dürren den Alltag der Bauern prägen, zeigt die Lagune Ghar El Melh im Norden des Landes, wie jahrhundertealtes Wissen die Zukunft der Landwirtschaft sichern kann. Hier kommt das Ramli-System zum Einsatz: eine ausgeklügelte Anbaumethode, die ohne künstliche Bewässerung auskommt. Das Prinzip ist so einfach wie effektiv: Regenwasser sickert in den Sand und lagert sich auf einer Schicht salzhaltigen Lagunenwassers ab. Die Pflanzenwurzeln nutzen die unterirdische Feuchtigkeit, während das Meerwasser als natürliche Barriere dient. So gedeihen auf den Sandbänken zwischen Lagune und offenem Meer Obst und Gemüse – selbst in trockenen Monaten. Die Methode, die als Welt-Agrarkulturerbe anerkannt ist, ernährt seit Generationen Hunderte von Familien. Doch das fragile System ist in Gefahr. Versandung blockiert den Kanal, der die Lagune mit dem Meer verbindet, und stört das Gleichgewicht des Wasseraustauschs. Gleichzeitig bedrohen Urbanisierung und Tourismus die traditionelle Landwirtschaft. Zwei Menschen stemmen sich gegen den Niedergang: Amine kämpft mit Entsandungsarbeiten und entwickelt nachhaltigen Ökotourismus, während Zohra das Wissen um das Ramli-System an die nächste Generation weitergibt. Mit ihrem Engagement begegnen sie den aktuellen Gefahren und setzen sich für den Erhalt einer besonderen Kulturtechnik ein. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 24.11.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Di. 01.12.2026 arte
  • Folge 10 (25 Min.)
    Santo Antão, die zweitgrößte der Kapverdischen Inseln, ist ein grünes Juwel inmitten des Atlantiks – doch ihr Reichtum ist bedroht. Die steilen Hänge der Vulkaninsel sind mit Terrassenfeldern überzogen, auf denen Bananen, Maniok und Süßkartoffeln gedeihen. Möglich wird dies durch ein jahrhundertealtes Kanalsystem: die Levadas. Diese Wasserleitungen, einst von den portugiesischen Kolonialherren angelegt, fangen das Regenwasser auf, speichern es in Rückhaltebecken und verteilen es in der Trockenzeit bis in die entlegensten Parzellen. Das Prinzip ist genial: In der kurzen Regenzeit dringt das Wasser in das poröse Vulkangestein ein, wird aufgefangen und über kilometerlange Kanäle zu den Feldern geleitet. Doch der Klimawandel macht den Menschen einen Strich durch die Rechnung: Regen wird seltener, die Dürreperioden dauern länger. Veloso, Wasserwärter am Kanal Ribeira da Torre, ist einer der Hüter dieses Systems. Er repariert die Levadas, kontrolliert die Becken und sorgt für eine gerechte Verteilung – eine Aufgabe, die immer schwieriger wird. Mixinha kämpft um jeden Tropfen, während Balthazar seine Bananenplantage mit Tröpfchenbewässerung modernisiert, um Wasser zu sparen. Die Insel steht vor einer Zerreißprobe: Tradition oder Innovation? Die Levadas sind das Lebenselixier einer ganzen Kultur. Doch wenn der Regen ausbleibt, müssen die Menschen neue Wege finden. Zwischen traditioneller Wasserkultur, Terrassenanbau und Klimaanpassung – für die Menschen aus Santo Antão ist der Schutz ihres Wassers oberste Priorität. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 25.11.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mi. 02.12.2026 arte
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