Hoch über dem ersten Wiener Gemeindebezirk mit Blick auf den Steffl wohnen sie, die Serafins. Eine noble Adresse, aber das Leben des „Mister Wunderbar“ verlief gar nicht so wunderbar, wie es den Anschein erweckt. Im heutigen Litauen kam Harald Serafin zur Welt. Er ist eine bunte Mischung mit italienisch-, russich-, litauischen Wurzeln väterlicherseits und Großeltern aus dem Salzburger Pongau mütterlicherseits; eben ein echter Europäer. Nach der abenteuerlichen Flucht aus Ostpreußen ließ sich seine Familie in Bamberg nieder, wo Harald erst einmal Medizin studieren musste, um dann endlich Sänger werden
zu dürfen. Und ab da lag ihm die Welt, vor allem die weibliche, zu Füßen. Nach zwei gescheiterten Versuchen am Traualtar, betrat Ingeborg, genannt „Mausi“, die Bühnenbretter seines Lebens und 1981 komplettierte Söhnchen Daniel das perfekte Glück. Sänger, Schauspieler, Intendant, Dancing Stars-Juror, der Serafin macht fast alles zu Gold, was er angreift. Und auch sein aktuelles Projekt, die Komödie „Schon wieder Sonntag“, wo er mit Otto Schenk in den Kammerspielen auf der Bühne steht, kann nur ein Erfolg werden. Vera Russwurm besucht die Serafins in ihrer Dachwohnung. (Text: ORF)